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Der gestohlene Helm und die Armbänder sind zurück

Die nach dem Diebstahl im vergangenen Jahr im Drents Museum in Assen sichergestellten Schätze sind in Rumänien eingetroffen.

Шлем из Коцофенешть и браслеты
Шлем из Коцофенешть и браслеты

und , 22.04.2026, 13:18

Der Helm aus Coţofeneşti und zwei goldene dakische Armbänder, die nach ihrem Diebstahl aus dem Drents Museum in den Niederlanden wiedergefunden wurden, sind nach Rumänien zurückgekehrt. Ein drittes Armband ist noch verschwunden. Die Schätze wurden unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in das Nationale Historische Museum in Bukarest transportiert, wo sie bis zum 3. Mai ausgestellt sind. Der Helm wird anschließend restauriert, da er leichte Stoßspuren aufweist. Für die Restaurierung läuft außerdem eine Spendenkampagne.

Der Kulturminister Demeter András István begrüßte die Rückführung der Kulturgüter: „Kulturerbe muss entschieden verteidigt werden, wo immer es sich befindet, und dorthin zurückgeführt werden, wo es seine volle Bedeutung bewahren kann. Dieser Vorfall erinnert uns daran, wie gefährdet Kulturerbe sein kann. Es kann Gewalt, illegalem Handel, Vernachlässigung und Vergessenheit ausgesetzt sein. Deshalb darf sein Schutz nicht nur eine abstrakte Verpflichtung bleiben und nicht allein Fachleuten oder Institutionen obliegen. Es ist eine Pflicht der gesamten Gesellschaft, aber auch Institutionen tragen ihrerseits eine besondere Verantwortung: die Schaffung eines Rahmens, durch den diese gemeinsame Pflicht real, kohärent und nachhaltig unterstützt werden kann.“

Der Helm aus Coţofeneşti und die drei gestohlenen Goldarmbänder waren Teil der Ausstellung „Dacia – Land aus Gold und Silber“, die letztes Jahr in den Niederlanden gezeigt wurde. Kurz vor dem Ende der Ausstellung und der Rückgabe der Exponate an das Nationale Historische Museum in Bukarest im Januar 2025 sprengten drei Männer nachts einen Hintereingang des Museums in Assen und entkamen innerhalb weniger Minuten mit den vier rumänischen Artefakten. Im September 2025 gab das rumänische Kulturministerium bekannt, 5,7 Millionen Euro Versicherungsentschädigung für die gestohlenen Kulturgüter erhalten zu haben. Nachdem drei der vier Stücke wiedergefunden wurden, muss Rumänien nun einen Teil des Geldes an die Versicherung zurückzahlen.

Der Raub löste in Rumänien Empörung aus und führte zu einer großangelegten Suchaktion in den Niederlanden. Obwohl die drei Diebe wenige Tage später festgenommen wurden, blieb der Verbleib der Beute lange Zeit unbekannt. Anfang April gaben die niederländischen Behörden schließlich bekannt, den Helm und zwei der drei gestohlenen Armbänder gefunden zu haben. Bis auf eine kleine Beschädigung an der Oberfläche des Helms befanden sich die den rumänischen Behörden übergebenen Objekte in ausgezeichnetem Zustand.

Der Verbleib des dritten goldenen Armbands ist weiterhin unbekannt. Die antiken Objekte wurden nach einer Vereinbarung zwischen den niederländischen Behörden und zwei der Verdächtigen sichergestellt. Der dritte Verdächtige bestritt jegliche Beteiligung an dem Einbruch. Die drei Männer werden wegen Diebstahls und Zerstörung von Museumseigentum angeklagt; ihr Prozess in den Niederlanden ist noch im Gange.

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