„Pericol“!
„Pericol“ – zu Deutsch „Gefahr“ – ist die Hauptfigur aus dem gleichnamigen Buch der Autorin Raluca Poenaru, das 2017 mit dem Arthur-Preis für rumänische Kinderliteratur ausgezeichnet wurde. Nun ist dieser Pericol auf dem besten Weg, ein echter Kinoheld zu werden. Das von Răzvan Marinescu adaptierte und inszenierte Projekt, produziert von Irina Enea und Adriana Bumbeș, hat auf den Entwicklungs-Sessions verschiedener Filmfestivals in Rumänien, Deutschland, den Niederlanden und Portugal bereits internationale Jurys für sich gewonnen. Als Gewinner des Villa Kult Development Award und des Connecting Cottbus CocoLab hat das Projekt „Pericol“ am zweiten Maisonntag nun offiziell sein Casting eröffnet – und zwar mit einer Spendenkampagne und einem ganz besonderen Event für Kinder und Eltern.
Ana-Maria Cononovici und Adina Olaru, 28.05.2026, 17:50
„Pericol“ – zu Deutsch „Gefahr“ – ist die Hauptfigur aus dem gleichnamigen Buch der Autorin Raluca Poenaru, das 2017 mit dem Arthur-Preis für rumänische Kinderliteratur ausgezeichnet wurde. Nun ist dieser Pericol auf dem besten Weg, ein echter Kinoheld zu werden. Das von Răzvan Marinescu adaptierte und inszenierte Projekt, produziert von Irina Enea und Adriana Bumbeș, hat auf den Entwicklungs-Sessions verschiedener Filmfestivals in Rumänien, Deutschland, den Niederlanden und Portugal bereits internationale Jurys für sich gewonnen. Als Gewinner des Villa Kult Development Award und des Connecting Cottbus CocoLab hat das Projekt „Pericol“ am zweiten Maisonntag nun offiziell sein Casting eröffnet – und zwar mit einer Spendenkampagne und einem ganz besonderen Event für Kinder und Eltern.
Das Team hinter dem Filmprojekt hat im Rahmen dieses achtstündigen Events voller Spiel, Musik und besonderer Gäste dieses Casting gestartet. Acht Stunden lang erwartete die Kinder und Eltern ein buntes Programm mit Unterhaltung, Tanz und Workshops. Außerdem konnten die Teilnehmer in einem eigens dafür aufgebauten Mini-Studio ein professionelles Fotoshooting machen und sich direkt für das Casting des kommenden Films eintragen.
Wir haben die Produzentinnen des Films genau auf dieser ersten Veranstaltung getroffen, und sie haben uns voller Begeisterung von ihrem Projekt erzählt. Irina Enea mit mehr Einzelheiten dazu:
„Das ist der Start der Spendenkampagne für unseren Kinderfilm namens ‚Pericol‘. Es soll der erste rumänische Kinderfilm werden, der wirklich gemeinsam mit den Eltern gemacht wird. Alles begann mit dem Treffen mit der Buchautorin Raluca Poenaru – das ist jetzt sieben Jahre her. Weil alle Kinder, die das Buch gelesen haben und mit denen wir gesprochen haben, so toll darauf reagierten und meinten, sie hätten beim Lesen schon einen Film vor Augen, sagten wir uns: Wir wagen den Versuch.“
Von da an bis zur tatsächlichen Produktion eines Films ist der Weg allerdings noch ziemlich lang. Wir haben deshalb Adriana Bumbeș, die andere Produzentin des Films, gefragt, wie die Dinge ihrer Meinung nach laufen:
„Wir finden, es läuft gut. Wir starten jetzt mit der FUNdraising-Kampagne und werden sie ein ganzes Jahr lang weiterführen. Unser Ziel ist es, nächstes Jahr im Sommer zu drehen. Die Kampagne hat also heute begonnen, ein Jahr lang kann jeder spenden. Alle können auf unsere Website www.pericolfilm.ro gehen, denn, wie gesagt, es wird der erste Film sein, der von Kindern gemeinsam mit ihren Eltern gemacht wird. Sie können über die Film-Website spenden, und wir haben dort auch viele tolle Preise, man kann an Verlosungen teilnehmen – es gibt wirklich viel zu tun.“
Zur Figur selbst: „Pericol“ ist von Natur aus ein kleiner Rebell und liebt seinen Spitznamen, der ja „Gefahr“ bedeutet, abgöttisch. Gegen seinen Willen wird er für einen Kreativwettbewerb angemeldet und muss sich ausgerechnet mit einer Mädchenclique zusammentun. Obwohl er sicher ist, dass das eher eine typische Nerd-Aktivität ist, macht er sich keinen großen Stress: Er ist fest davon überzeugt, dass er mit allem fertig wird, auch mit diesem Wettbewerb. Doch je mehr er sich einbringt, desto mehr stellt er fest, dass die Mädchen echt was auf dem Kasten haben. Das ist, grob zusammengefasst, die Geschichte des Buches – und demnächst auch des Films.
Wir haben Adriana Bumbeș gefragt, ob es überhaupt Bedarf für einen rumänischen Kinderfilm gibt:
„Definitiv. Seit fast 35 Jahren wurden hier kaum noch Kinderfilme gedreht, und genau deshalb haben wir diese Initiative ergriffen. Sie müssen wissen, auch wir sind im Herzen noch Kinder, und wir wollen einen Film für die kommenden Generationen haben – in erster Linie für unsere eigenen Kinder.“
Und die Auftaktveranstaltung der Spendenkampagne hat sich als äußerst vielversprechend erwiesen, wie uns Irina Enea verrät:
„Ich finde es sensationell. Der Ort ist brechend voll, an jedem Workshop gibt es Teilnehmer – sei es beim Collagen-Basteln, beim Pantomime-Workshop, beim Kinderschminken, bei den Luftballons oder vor der Bühne. Wir haben gerade sogar Leute gesehen, die neben uns Tränen in den Augen hatten, als ein Kinderchor Lieder aus ‚Veronica‘ gesungen hat – einem der ersten rumänischen Kinderfilme aus dem Jahr 1972. Es gibt also definitiv dieses Bedürfnis nach einer Brücke zwischen den Generationen. Wir müssen diese Lücke von 35 Jahren füllen, von der auch Adriana gesprochen hat, in denen es einfach nicht genug Kinderfilme gab.“
Zur Erinnerung: Der Klassiker „Veronica“ wurde in den rumänischen Kinos von über 3,6 Millionen Zuschauern gesehen. Das belegt eine Statistik des Nationalen Zentrums für Kinematografie über die Zuschauerzahlen rumänischer Filme von der Premiere bis Ende 2014. Und heutzutage wird der Film online fleißig weitergeschaut.
Weil auf dieser ersten Veranstaltung die Besucher ermutigt wurden, mit ersten Spenden den Zugang zu einer Tombola mit Überraschungspreisen und die Teilnahme an bestimmten Aktivitäten zu sichern, schließen auch wir uns dem Aufruf der Organisatoren an: Wir laden alle Filmliebhaber ein, die Website zu verfolgen und dieses Projekt, das für uns alle eine Bereicherung ist, tatkräftig zu unterstützen.