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Nachrichten 15.08.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 15.08.2026
Nachrichten 15.08.2026

, 15.08.2026, 14:37

Christen feiern heute das Fest Mariä Himmelfahrt, auch „Große Heilige Maria“ genannt. Die Gottesmutter gilt als geistliche Schutzpatronin der Seeleute. Der Feiertag erinnert an den Abschied der Heiligen Jungfrau aus dieser Welt. Mariä Himmelfahrt ist das Patrozinium zahlreicher Klöster in Rumänien. Aus diesem Grund zählt der heutige Tag zu den wichtigsten Anlässen für große Wallfahrten im Land. Das rumänische Innenministerium hat angesichts des touristischen Saisonhöhepunkts an der Schwarzmeerküste zusätzliche Einsatzkräfte mobilisiert. Sie sollen während der Veranstaltungen zum Tag der Marine für Sicherheit und Ordnung sorgen, den Straßenverkehr entlasten und im Notfall schnelle Hilfe gewährleisten. Auch im Umfeld der Gotteshäuser sind Polizisten im Einsatz.

 

Die rumänische Marine feiert ihren Ehrentag auch in diesem Jahr. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand Constanța, wo mehr als 3.500 rumänische und ausländische Militärs an der militärischen Zeremonie und an einer gemeinsamen Marineübung unter der Leitung der rumänischen Seestreitkräfte teilnahmen. Insgesamt waren mehr als 50 Schiffe und Boote, militärische und zivile Luftfahrzeuge, amphibische Schützenpanzer sowie Artillerieeinheiten vertreten. Beteiligt waren die rumänischen Seestreitkräfte, die Küstenwache, die rumänische Agentur für die Rettung von Menschenleben auf See, das Generalinspektorat für Notfallsituationen sowie der Aeroclub Rumäniens. Auch die Verbündeten waren präsent: mit Schiffen aus der Türkei und Bulgarien, zwei spanischen F-18-Kampfflugzeugen, die im Rahmen der verstärkten NATO-Luftpolizeimission eingesetzt werden, sowie einem Seeaufklärungsflugzeug vom Typ Atlantique 2 der französischen Marine. Den Abschluss der diesjährigen Feierlichkeiten bilden ein Militärkonzert, der Fackelzug der Matrosen sowie eine Laser- und Lichtshow.

 

Präsident Nicușor Dan betont in einer zum Tag der Marine veröffentlichten Botschaft, dass das Schwarze Meer in den vergangenen Jahren zu einer entscheidenden Region für die Sicherheit Europas geworden ist. Das Schwarze Meer sei zugleich ein Raum, in dem Rumänien seine strategischen Interessen vertrete und seine Zukunft gestalte, so das Staatsoberhaupt. „Das Schwarze Meer steht für Handel, Energie und Konnektivität“, erklärte Nicușor Dan. Auch Verteidigungsminister Radu Miruță, der bei den Feierlichkeiten in Constanța anwesend war, verwies auf die strategische Bedeutung Rumäniens. Der Krieg in der Ukraine habe gezeigt, dass Rumänien nicht am Rand der Europäischen Union, sondern an vorderster Stelle ihrer Verteidigung stehe. Rumänien befinde sich an der Ostflanke der NATO und an einer der wichtigsten Grenzen der Europäischen Union – an der Grenze zwischen einem freien Europa und einem Land, in dem Menschen ihre Freiheit mit dem Leben verteidigen. Das verpflichte auch Rumänien zum Handeln, sagte Miruță. „Frieden bewahrt man nicht, indem man darauf hofft, dass andere uns nicht angreifen“, fügte der Verteidigungsminister hinzu. Frieden werde vielmehr dadurch gesichert, dass man die eigenen Streitkräfte entsprechend ausrüste und potenziellen Angreifern klarmache, dass ein Angriff einen zu hohen Preis hätte. Ministerpräsident Ilie Bolojan nutzte die Gelegenheit, um den Angehörigen der Marine seinen Dank auszusprechen. Er dankte all jenen, die auf See Wache halten und damit den Menschen an Land ein ruhiges Leben ermöglichen. Sein Dank gelte ebenso den Familien der Marinesoldaten, den Schiffbauern und den Hafenarbeitern sowie allen Partnern Rumäniens, mit denen das Land für die Sicherheit seiner Ostgrenze und im Schwarzen Meer zusammenarbeitet.

 

Rumänien hat offiziell den fünften Zahlungsantrag im Rahmen des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans, kurz PNRR, eingereicht. Das teilte der Minister für Investitionen und europäische Projekte, Dragoș Pîslaru, mit. Der Antrag hat ein Gesamtvolumen von 2,84 Milliarden Euro. Er umfasst insgesamt 75 sogenannte Ziele und Meilensteine – darunter 21 Reformen und 54 Investitionen. Davon entfallen netto 1,65 Milliarden Euro auf nicht rückzahlbare EU-Mittel, also Zuschüsse, und weitere 433 Millionen Euro auf den Darlehensanteil. Es handelt sich um den vorletzten Zahlungsantrag im Rahmen des rumänischen Aufbau- und Resilienzplans. Mit der Einreichung erreicht Rumänien bei den Zuschüssen eine Ausschöpfungsquote von 78 Prozent. Der rumänische Aufbau- und Resilienzplan hat ein Gesamtvolumen von 21,41 Milliarden Euro. Davon sind 13,57 Milliarden Euro als Zuschüsse vorgesehen und 7,84 Milliarden Euro als Darlehen.

 

Eine am Freitag in der Nähe des Ortes Plauru im Kreis Tulcea im Südosten Rumäniens entdeckte Drohne ist am Samstag durch eine kontrollierte Sprengung sicher unschädlich gemacht worden. Ein spezialisiertes Team des rumänischen Verteidigungsministeriums führte die Maßnahme durch. Die Drohne war die zweite, die am Freitag im Kreis Tulcea entdeckt wurde. Die erste wurde im Măcin-Gebirge gefunden. An der Fundstelle waren auf begrenzter Fläche auch Brandspuren zu sehen. Bereits am Donnerstag war eine weitere Drohne in der Nähe der Wellenbrecher des Badeortes Costinești am Schwarzen Meer entdeckt worden. Die Intensität der Angriffe an der ukrainischen Front nahe der rumänischen Grenze habe in der vergangenen Zeit ein beispielloses Ausmaß erreicht, erklärte Verteidigungsminister Radu Miruță am Freitagabend. Nach Angaben des Ministers registrierten die Radarsysteme des Verteidigungsministeriums in den vergangenen 96 Stunden mehr als 100 Drohnen in der Nähe des rumänischen Luftraums. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine wurden in Rumänien nach Angaben des Verteidigungsministeriums rund 50 Mal Drohnen oder Drohnenteile entdeckt. In Dutzenden weiteren Fällen sei der rumänische Luftraum von Drohnen verletzt worden. Der bislang schwerste Vorfall ereignete sich Ende Mai: Eine russische Drohne stürzte auf ein Wohnhaus in Galați. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. Die rumänischen Luftstreitkräfte haben allein im Juli drei Drohnen abgeschossen.

 

Das Arbeitsministerium übermittelt an diesem Wochenende der Präsidialverwaltung neue Änderungen am Gesetz über die Bezahlung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Präsident Nicușor Dan hatte dies im Hinblick auf ein neues Treffen der politischen Parteichefs gefordert. Ziel ist es, eine Einigung zu erzielen, damit das Gesetz bis zum 31. August verabschiedet und verkündet werden kann. Diese Frist ist im Rahmen des rumänischen Aufbau- und Resilienzplans, PNRR, festgelegt. Nach Angaben des Arbeitsministers Dragoș Pîslaru wurde die aktuelle Fassung in zwei Bereichen deutlich verbessert – im Gesundheitswesen und im Bildungsbereich. Zu den Änderungen gehört auch die Besoldungstabelle für hohe Amtsträger. Pîslaru erklärte, er habe diese per E-Mail von der Abgeordnetenkammer erhalten. Sie sei bereits mit den Vorsitzenden der parlamentarischen Fraktionen abgestimmt worden. Die Regierung könne an diesem Vorschlag keine Änderungen mehr vornehmen, da sie nur geschäftsführend im Amt sei, erläuterte der Minister. Von der Verabschiedung des Gesetzes über die Bezahlung im öffentlichen Dienst hängen EU-Mittel in Höhe von 770 Millionen Euro für Rumänien ab.

 

Ab Sonntag, dem 16. August, wird Diesel in Rumänien günstiger. Das Finanzministerium hat beschlossen, die Verbrauchsteuer vorübergehend um 20 Prozent zu senken – und zwar für zwei Wochen. Konkret bedeutet die Maßnahme eine Entlastung von rund 68 Ban pro Liter. Für Autofahrer heißt das: Bei einer Tankfüllung von 50 Litern werden rund 34 Lei – umgerechnet etwa 6,50 Euro – weniger fällig. Der staatliche Eingriff erfolgt, nachdem die Preise an den Tankstellen zuletzt um mehr als 23 Prozent gestiegen sind. Gleichzeitig haben die internationalen Dieselpreise um über 34 Prozent zugelegt. Von der Steuersenkung profitieren vor allem Transportunternehmen und Landwirte. Sie können bei den Kraftstoffkosten mehrere tausend Lei einsparen. Die Behörden kündigen außerdem an, den Markt künftig alle zwei Wochen zu überprüfen und die Verbrauchsteuer je nach Entwicklung der Preise entsprechend anzupassen.

 

Heute wird das Wetter in Rumänien überwiegend freundlich. Im Westen, Nordwesten und im Landesinneren sowie örtlich im Süden wird es allerdings warm bis heiß. Der Himmel zeigt sich wechselnd bewölkt. Vereinzelt sind kurze Regenschauer in den Bergregionen und an der Küste möglich. Der Wind weht schwach bis mäßig, mit leichten Verstärkungen im Südwesten und Südosten. Dort können die Böen Geschwindigkeiten von 40 bis 45 Kilometern pro Stunde erreichen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 24 und 34 Grad Celsius. In Bukarest wird es warm und sonnig, bei einer Höchsttemperatur von rund 30 Grad.

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