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Nachrichten 26.08.2026

Die wichtigsten Meldungen im Überblick

Nachrichten 26.08.2026
Nachrichten 26.08.2026

, 26.08.2026, 18:39

Die Gewerkschaften im rumänischen Bildungswesen haben am Mittwoch die jüngste Fassung der Gesetzesvorlage zur Bezahlung im Staatssektor abgelehnt. Sie kritisieren insbesondere den gesamten Abschnitt zum Bildungswesen und sprechen von einer „Geringschätzung“ der Beschäftigten in diesem Bereich. Vertreter der Ministerien und der Parteien führen unterdessen eine letzte technische Gesprächsrunde über das Gesetz. Die Chancen auf eine Einigung sind jedoch gering. Die politischen Verhandlungen am Dienstag unter Vermittlung des Präsidialamts waren ohne Ergebnis geblieben. Der Gesetzentwurf muss bis zum 31. August verabschiedet, ausgefertigt und im Amtsblatt veröffentlicht werden, damit Rumänien 770 Millionen Euro aus dem Wiederaufbau- und Resilienzplan PNRR erhält. Übergangspremier Ilie Bolojan erklärte, mit der Europäischen Kommission seien alle möglichen Kompromisse ausgereizt worden. Die finanziellen Forderungen der Gewerkschaften überstiegen jedoch die Möglichkeiten des Staatshaushalts. Nach den Nachrichten mehr dazu.

Das rumänische Außenministerium in Bukarest bestätigt, dass der amtierende Geschäftsträger Rumäniens in Moskau am Donnerstag ins russische Außenministerium einbestellt worden ist. „Wir gehen davon aus, dass diese Vorladung eine Reaktion auf die diplomatischen Maßnahmen ist, die Rumänien als Antwort auf die Welle von Drohnenvorfällen infolge des von Russland gegen die Ukraine geführten Angriffskriegs ergriffen hat“, teilte das rumänische Außenministerium mit. Im Juli war der rumänische Botschafter in Russland, Cristian Istrate, zu Konsultationen nach Bukarest zurückgerufen worden. Vorausgegangen waren mehrere Vorfälle mit unbemannten Fluggeräten, die in den rumänischen Luftraum eingedrungen waren. Bukarest erklärte zudem einen russischen Diplomaten zur unerwünschten Person. Moskau kündigte daraufhin eine „angemessene Antwort“ an.

Die rumänische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im sogenannten Nordis-Fall ausgeweitet. Zuvor waren 50 weitere Strafanzeigen von mehr als 100 Menschen eingereicht worden, die sich als Opfer von Immobilienbetrug betrachten. Der dadurch entstandene zusätzliche Schaden wird auf mehr als 42 Millionen Lei, 14 Millionen Euro und 17.000 Dollar beziffert. Die Ermittlungen in dem Verfahren laufen unter anderem gegen die ehemalige sozialdemokratische Abgeordnete Laura Vicol und ihren Ehemann, den Unternehmer Vladimir Ciorbă. Es geht um zahlreiche Straftaten, darunter die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Veruntreuung und Betrug mit besonders schweren Folgen. Im vergangenen Jahr hatten die Ankläger mitgeteilt, dass in dem Fall bereits 700 Anzeigen von 850 Geschädigten eingegangen seien. Der Schaden wurde damals auf rund 75 Millionen Euro geschätzt. Die Ermittlungen richten sich nun auch gegen die Verwalter einer Unternehmensgruppe sowie gegen vier Firmen wegen des Verdachts auf Betrug mit besonders schweren Folgen.

Der rumänische USR-Abgeordnete Claudiu Năsui akzeptiert die Einladung des neuen Ministerpräsidenten der benachbarten Republik Moldau, Vasile Tofan, das Amt des Wirtschaftsministers in der prowestlichen Regierung in Chișinău zu übernehmen. Dafür muss Năsui sein Abgeordnetenmandat in Rumänien niederlegen. Der ehemalige rumänische Wirtschaftsminister erklärte, er habe das Angebot angenommen, um zur wirtschaftlichen Entwicklung der Nachbarrepublik beizutragen. Es ist die zweite Figur aus der rumänischen Politik, die ein hohes Amt in der Moldau übernimmt. Die frühere USR-Senatorin Anca Dragu ist seit 2023 Chefin der Zentralbank in Chișinău.

Die Bevölkerung Rumäniens schrumpft weiter. Ein aktueller Bericht des Nationalen Statistikamts zeigt, dass im Juni knapp 11.800 Geburtsurkunden und mehr als 19.000 Sterbeurkunden registriert wurden. Eine umfassendere Auswertung der Daten des Statistikamts zeigt, dass Rumänien seit mehr als drei Jahrzehnten einen schweren und anhaltenden Bevölkerungsrückgang verzeichnet. Seit 1992 weist Rumänien ausschließlich einen negativen natürlichen Bevölkerungssaldo auf. Das Jahr 1991 war das letzte mit einem positiven Wert. Im Durchschnitt liegt der natürliche Saldo bei minus 70.000 Menschen pro Jahr. Im vergangenen Jahr wurde jedoch ein besonders starker Rückgang von mehr als 104.000 Menschen registriert. Gleichzeitig wurde 2025 mit rund 145.600 Lebendgeburten die niedrigste Geburtenrate seit einem Jahrhundert verzeichnet. Diese strukturelle Krise hat sich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 weiter verschärft. Seither wurden konstant fast zwei Todesfälle auf jede Geburt registriert. Die Daten zeigen zudem, dass der Einbruch der Geburtenrate sämtliche Regionen des Landes betrifft.

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