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Freiheitsstrafen in der Fußballtransfer-Affäre

Das lang erwartete Ende eines Gerichtsverfahrens, das schon seit sechs Jahren andauerte: Acht der einflussreichsten Prominenten des rumänischen Fußballs wurden am Dienstag zu Gefängnisstrafen wegen Betrugs, Geldwäsche und Steuerhinterziehung verurteilt.

Freiheitsstrafen in der Fußballtransfer-Affäre
Freiheitsstrafen in der Fußballtransfer-Affäre

, 05.03.2014, 16:10

Schon seit langem hat es im rumänischen Fu‎ßball keine Mannschaft mit solch berühmten Namen gegeben, wie die der acht Personen, die am Dienstag verurteilt worden sind. Das Berufungsgericht Bukarest hat die besagten Personen zu Freiheitsstrafen zwischen drei und sechs Jahren verurteilt. Die Liste beinhaltet Namen, die einst lobgehuldigt und respektiert, verabscheut oder befürchtet wurden, von Schlüsselfiguren der beliebtesten Sportart Rumäniens.



Die Liste der Superlative wird von den Gebrüdern Ioan und Victor Becali eröffnet. Diese sind in den letzten zwei Jahrzehnten die erfolgreichsten einheimischen Spieleragenten gewesen, die die Auslandstransfers der wertvollsten rumänischen Spieler vermittelt haben. Mihai Stoica wurde für Taten verurteilt, die er während seiner Amtszeit als Vorsitzender der Mannschaft Oţelul Galaţi im Südosten Rumäniens begangen hat. Das Urteil erreichte ihn aber, als er den Sitz des Generalmanagers des prestigevollsten Sportklubs des Landes, Steaua Bukarest belegte.



George Copos von Rapid Bukarest, Cristian Borcea und Gheorghe Neţoiu von Dinamo Bukarest waren nicht nur Aktionäre, sondern allmächtige Chefs, zu der Zeit als die beiden Klubs Rumänien-Meistertitel gewannen und sich an europäischen Meisterschaften beteiligten. Der bald 80-jährige Jean Pădureanu hat jahrzehntelang Gloria Bistriţa im Nord-Westen des Landes geführt. Der besagte Klub war eher mittelmä‎ßig, aber berühmt für seine Verwicklung in den sogenannten strategischen Spielen, mit Ergebnissen, die nicht auf dem Spielfeld, sondern in den Kulissen festgelegt wurden.



Schlie‎ßlich ist der einzige der Verurteilten, der für Mitleid und Bedauern zu sorgen scheint, der ehemalige gro‎ße Fu‎ßballer Gheorghe Popescu. Dieser war flüchtiger Partner und jetzt Mittäter der Gebrüder Becali. Mit 115 Spielen für die in den 90ern so beliebte Nationalmannschaft, mit zahlreichen Trophäen, die er mit seinen Klubteams — PSV Eindhoven, FC Barcelona und Galatasaray Istanbul — gewonnen hat, ist Popescu bis Dienstag der gro‎ße Favorit der Wahlen für die Präsidentschaft des Rumänischen Fu‎ßballbundes gewesen.



Obwohl sie die unterschiedlichsten Lebensläufe, Eigenschaften und Erfolgsbilanzen hatten, gab es für sie, au‎ßer Fu‎ßball auch andere gemeinsame Hobbys: Betrug, Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Diese ist die juristische Einstufung der illegalen Transaktionen bei den Auslandtransfers von 12 Fu‎ßballern. Diese verursachten dem Staat einen Schaden von rund 1,5 Millionen Dollar und vier Fu‎ßballklubs einen Schaden von insgesamt 10 Millionen Dollar.



Der kaum subtile Trick ist uralt: der reale Transferbetrag war immer höher als der öffentlich angegebene Betrag, der dem Klub gezahlt und vom Finanzamt besteuert wurde. Die Differenz steckten die sogenannten Fu‎ßballleute ein — Spieleragenten, Aktionäre, Vorsitzende — die Vermittler dieser Transfers waren. Die Straferfolgsbilanz der Mitglieder dieser Mannschaft ist — behaupten die Presse und die Fans gemeinsam — eine der Ursachen für die unheilbare Mittelmä‎ßigkeit, in der sich der ganze rumänische Fu‎ßball seit einem Jahrzehnt befindet.

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