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Festival Filmikon: Filme, die menschliche und christliche Werte in den Vordergrund rücken

Das Internationale Filmfestival Filmikon, das dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand, präsentiert Filme die versuchen, uns zu überzeugen, mit den anderen achtsamer umzugehen.

Foto: facebook.com/FILMIKON
Foto: facebook.com/FILMIKON

, 01.02.2025, 17:30

Das zweite Internationale Filmfestival Filmikon hat auch dieses Jahr das Publikum zu einer Auswahl von Filmen eingeladen, die im Laufe der Jahre von ökumenischen und interreligiösen Jurys auf mehr als 30 Filmfestivals in der ganzen Welt ausgezeichnet wurden. Nach den Filmvorführungen fanden Gespräche zwischen den Organisatoren und dem Publikum über christliche und menschliche Werte auf der Grundlage der Produktionen. Während die erste Ausgabe von Filmikon 2024 in Bukarest stattfand, wurde die zweite Ausgabe ausgeweitet und findet im Rahmen des Jubiläumsjahres 2025 in Iasi, Cluj-Napoca, Oradea und im Vatikan statt. Wir sprechen mit Ileana Bârsan, Filmkritikerin und Leiterin von Filmikon, über die Werte, die den Filmen im Festivalprogramm zugrunde liegen und die Bedeutung des Preises der Ökumenischen Jury, der an Spielfilme vergeben wird, die bei internationalen Filmfestivals in aller Welt wie Cannes und Berlin im Wettbewerb stehen.

 

„Der Name des Preises mag den Eindruck erwecken, dass diese Filme einen engen Bezug zur Religion haben, aber diese Produktionen sind nicht nur für Menschen gedacht, die eine enge Verbindung zur Kirche haben. Die Ökumenische Jury setzt sich aus Fachleuten zusammen, die von SIGNIS (Katholischer Weltverband für Kommunikation) und Interfilm (einer internationalen interreligiösen Filmorganisation) nominiert wurden, und die größte Auszeichnung ist ein unabhängiger Preis, der bei diesen internationalen Festivals an Filme vergeben wird, die menschliche und christliche Werte betonen, Werte, die wir in letzter Zeit ein wenig verloren haben. Es handelt sich um Filme, die versuchen, uns zu überzeugen, mit den anderen achtsamer umzugehen und das ist etwas was wir manchmal aus Mangel an Zeit, Interesse oder Großzügigkeit nicht machen. Diese Produktionen erzählen ihre eigenen Geschichten, haben aber letztlich eine universelle Botschaft.

 

 

Das war das Ziel des Filmikon-Festivals, Filme zu zeigen, die von Jurys ausgezeichnet wurden, die auf diese Themen oder Nuancen achten, Filme, die wir dem rumänischen Publikum anbieten und die Diskussionen, ja sogar Sorgen auslösen, die über das Kino hinausgehen. Es ist sehr wichtig, dass diese Filmgeschichten die ernsten Fragen und Themen, von denen wir normalerweise in den Nachrichten hören, nuancieren. Durch diese Filme fangen wir an, uns Fragen zu stellen und uns selbst ein wenig zu hinterfragen, uns sogar zu fragen, was wir hier in unserer Gemeinschaft tun können und so weiter. Denn auf globaler Ebene oder auf der Ebene der Politik im Allgemeinen sind wir klein und können diese Dinge nicht kontrollieren, aber wir können kontrollieren, was um uns herum passiert“.

 

 

Zum ersten Mal seit 2024 hat auch das Transilvania International Film Festival TIFF eine Ökumenische Jury eingesetzt, der auch Ileana Bîrsan angehörte. Der Film „Frate de-o vara“ (Sommer Brothers, Regie: Joren Molter), der beim TIFF 2024 mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet wurde und das Abenteuer ‚Io, Capitano‘ (Regie: Matteo Garrone, Gewinner des SIGNIS-Preises, Venedig 2023), eine zeitgenössische Odyssee über die Gefahren der Wüste, die Schrecken der libyschen Gefängnisse und die Gefahren des Meeres standen dieses Jahr auf dem Programm des Filmfestivals. Filmikon präsentierte auch eine Gruppe rumänischer Filme, die sich mit aktuellen Themen befassen oder die Geschichten von Personen aus dem wirklichen Leben erzählen, die als Vorbilder dienen können. Ileana Bârsan, Festivalintendantin. „Wo die Elephanten hingehen“ ist ein rumänischer Film von Gabi Virginia Șarga und Cătălin Rotaru, der einen Sonderpreis der Ökumenischen Jury des TIFF 2024 erhielt. Der Film erzählt die Geschichte eines Kindes, das einige Erwachsene in seinem Leben hat, die noch verwirrter und verlorener in ihrem eigenen Leben sind als das Kind selbst.

 

 

Dieses Kind, das an einer Krankheit leidet, ist hoffnungsvoll und gelassen und so voller Leben, dass es irgendwie schafft, das Leben der anderen zu verändern. Auf dem Programm stand auch der Kurzfilm „Tote Katze“ (Regie: Ana-Maria Comănescu), der mit dem SIGNIS Preis auf TIFF 2024, ausgezeichnet wurde. Auf dem Programm stand auch der rumänische Film aus dem Jahr 2019, „Cardinal“ von Nicolae Mărgineanu, eine Produktion die das Leben von Bischof Iuliu Hossu im Mittelpunkt hat. Ein griechisch-katholischer Kardinal, der für die Geschichte Rumäniens von großer Bedeutung war, ein Held der Großen Union, der im Gefängnis von Sighet inhaftiert war und schließlich in einem Zwangshaus landete. Wir sprechen hier von einem Märtyrerweg, der leider nicht einzigartig in dieser Zeit ist“. Das Filmkonzert „Christus“ und der Film „Der Kardinal“ wurden bei den Feierlichkeiten zum 2025 Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, das vom 24. bis 26. Januar stattfand, auch im Vatikan gezeigt. Ein Jubiläumsjahr zu feiern ist eine 700 Jahre alte katholische Tradition, die alle 25 Jahre wiederholt wird.

 

 

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