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NATO wird jede russische Bedrohung abwehren

Die NATO hat Russland gewarnt, dass sie alle militärischen und nichtmilitärischen Mittel einsetzen werde, um sich gegen das zu verteidigen, was sie als das zunehmende unverantwortliche Verhalten Moskaus bezeichnete.

Secretarul general al NATO, Mark Rutte / Sursa foto: nato.int
Secretarul general al NATO, Mark Rutte / Sursa foto: nato.int

, 24.09.2025, 22:54

Die Warnung kam am Dienstag vom Nordatlantikrat, der sich aus den Botschaftern der 32 Mitgliedstaaten der Allianz zusammensetzt, nachdem Estland Artikel 4 des NATO-Vertrags angerufen hatte, weil drei russische Flugzeuge den Luftraum des Landes verletzt hatten.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, Russland habe entweder vorsätzlich oder aus Inkompetenz gehandelt, doch dieses Verhalten müsse aufhören, da es Menschenleben gefährde. „Wir wollen keine Fortsetzung dieses gefährlichen Musters Russlands sehen, egal ob es beabsichtigt ist oder nicht. Die Alliierten sind bereit, jeder Bedrohung zu begegnen“, so Rutte.

Auch der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth versicherte dem estnischen Verteidigungsminister Hanno Pevkur, dass Washington an der Seite aller Alliierten stehe und jede Verletzung des NATO-Luftraums inakzeptabel sei. Eine Woche vor dem Vorfall in Estland waren rund 20 russische Drohnen in den polnischen Luftraum eingedrungen, woraufhin NATO-Flugzeuge einige von ihnen abschossen und die Allianz die Verteidigung der östlichen Flanke Europas verstärkte. Nach diesem Zwischenfall warnte Warschau Moskau, dass Polen künftig russische Fluggeräte, die seinen Luftraum verletzen, abschießen werde. Der Kreml wies diese Drohung jedoch zurück. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, sagte, die Vorwürfe, Russland habe den Luftraum anderer Länder verletzt, seien „nicht durch verlässliche Daten oder überzeugende Argumente gestützt“.

In diesem Zusammenhang betonten die NATO-Botschafter die Bedeutung der „Wächter des Ostens“, einer Militäroperation zum Schutz des Luftraums der östlichen Bündnispartner, darunter auch Rumänien. Der Sprecher des Oberbefehlshabers der Alliierten Streitkräfte in Europa, Martin O’Donnell, erklärte, dass durch diese Operation zusätzliche militärische Fähigkeiten jederzeit rasch mobilisiert werden könnten, um eine Bedrohung über Rumänien oder einem anderen Verbündeten – von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer – abzuwehren.

In Bukarest berief der rumänische Präsident Nicușor Dan für Donnerstag den Obersten Verteidigungsrat des Landes ein, um Schutzmaßnahmen gegen russische Drohnen festzulegen, die den nationalen Luftraum verletzen – wie etwa vor einer Woche, als eine russische Drohne etwa 50 Minuten lang über einer Region im Südosten Rumäniens kreiste – und um Verfahren für die Festlegung der Befehlskette in solchen Situationen zu entwickeln.

Die NATO zeigt sich zunehmend verärgert über die provokativen Aktionen Russlands an der Ostflanke im Kontext des Krieges. In einer Rede vor der UN-Generalversammlung in New York sprach sich US-Präsident Donald Trump für eine entschlossene Reaktion des Bündnisses auf künftige Luftraumverletzungen aus. Zudem äußerte Trump die Einschätzung, dass die Ukraine angesichts der schweren wirtschaftlichen Probleme Russlands – mit Unterstützung der Europäischen Union – in der Lage sei, zu kämpfen und ihr gesamtes besetztes Territorium zurückzuerobern.

Foto: Joan / unsplash.com
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