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Katastrophe im Club Colectiv – Lektionen gelernt?

10 Jahre sind vergangenen, seit dem die Brandkatastrophe im Bukarester Club Colectiv 65 Menschen tötete und 140 weitere zum Teil schwer verletzte. Das Feuer brach damals während eines Konzerts der Band Goodbye to Gravity aus, ausgelöst durch illegal installierte Pyrotechnik in einem Raum, in dem sich 500 Menschen drängten – weit über dem Fassungsvermögen des Lokals. Viele Verletzte starben erst später an Keimen, mit denen sie sich im Krankenhaus angesteckt hatten. Die Aufarbeitung läuft immer noch, doch die Angehörige und viele Menschen dachten am Donnerstag den Opfern.

Foto: Agerpres
Foto: Agerpres

, 31.10.2025, 17:54

 

In Bukarest führte ein Marsch vom symbolträchtigen Universitätsplatz zum Ort des Unglücks. Die Teilnehmer forderten Gerechtigkeit für die Opfer und prangerten fortbestehende Missstände im rumänischen Gesundheitswesen an, darunter die verschwindend geringe Zahl an Betten für Schwerbrandverletzte. Auch in Constanța im Südosten fanden ein Gedenkmarsch und ein ziviler Protest statt – gewidmet der Erinnerung an die vielen jungen Menschen, die beim Colectiv-Brand ihr Leben verloren, und jenen, die bis heute mit den Folgen der Tragödie ringen. Die Botschaft der Veranstalter war klar: „Zehn Jahre nach der Tragödie im Colectiv wartet die rumänische Gesellschaft weiterhin: auf den vollständige Abschluss der Gerichtsverfahren und darauf, dass alle Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden; auf echte Reformen im Gesundheits- und im Bereich der öffentlichen Sicherheit, die geeignet sind, die nosokomialen Infektionen zu beseitigen, die fortbestehen und weiterhin Opfer in den Stationen vieler Gesundheitseinrichtungen des Landes fordern; auf sichere Krankenhäuser, neue Krankenhäuser, mit Stationen für Brandverletzte.“

„Es sind 10 Jahre vergangen. 10 Jahre des Schmerzes, der Scham und der Ohnmacht. 10 Jahre, seit das rumänische Gesundheitswesen in seinen feinsten Grundfesten erschüttert wurde. Ich verspreche ihnen, dass ich nicht vergessen habe und dass Rumänien die Schwerbrandverletzten in modernen Zentren behandeln können wird, die mit Sorgfalt und Würde gebaut sind“, schrieb der Gesundheitsminister, Alexandru Rogobete, in einem Beitrag in sozialen Netzwerken. Er präzisierte, Rumänien habe drei Zentren für Brandverletzte im Bau; das in Timișoara im Westen werde noch in diesem Jahr fertiggestellt.

Der Premier, Parteichefs und in Bukarest ansässige Botschaften erwiesen den Opfern die Ehre und bekundeten den Familien ihre Solidarität. Präsident Nicușor Dan legte am ehemaligen Club Colectiv, am dort errichteten Mahnmal, einen Kranz nieder. In einer Mitteilung erklärte er, die damalige Tragödie habe Rumänien für immer verändert, und erinnerte daran, dass 65 junge Menschen ihr Leben verloren, „und viele andere tragen noch, an Körper und Seele, die Narben jener Nacht“. Zugleich hieß es, es seien auch zehn Jahre vergangen, seit eine Generation unmissverständlich erklärt habe, dass Gleichgültigkeit und Korruption töten und Versprechen ohne Taten zu Mitschuld werden.

Andrei Găluţ, der Sänger von *Goodbye to Gravity* und einziges überlebendes Mitglied der Band, hat zusammen mit zehn weiteren Musikern ein wohltätiges Projekt ins Leben gerufen. Es ehrt die Opfer tragischer Ereignisse, die Rumänien im letzten Jahrzehnt erschüttert haben. Dafür wurden zwei der bekanntesten Stücke der Band – „The Day Will Die“ und „The Cage“ – in akustischer und neu arrangierter Form eingespielt. Das Begleitvideo zeigt Aufnahmen aus dem Studio; alle Einnahmen des Projekts sollen gespendet werden.

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