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Wetter schlägt um

Nach einem ungewöhnlich milden Dezember hat sich der Winter in Rumänien zu Beginn des Januars bemerkbar gemacht. Seit Montag stand ein großer Teil des Landes unter einer Gelben Wetterwarnung, während für Regionen der Südkarpaten wegen heftiger Schneefälle die Warnstufe Orange ausgerufen wurde.

Foto: facebook.com/CNAIRSA/photos
Foto: facebook.com/CNAIRSA/photos

, 05.01.2026, 11:14

In tieferen Lagen schneite es zunächst, anschließend gab es Schneeregen, später folgten gemischte Niederschläge – Regen, Schneeregen und örtlich Schnee. Das führte regional zu Glatteis und Eisbildung. In den Bergen, wo mit einer Neuschneedecke von 10 bis 30 Zentimetern gerechnet wurde, erreichte der Wind Geschwindigkeiten von 50 bis 70 Stundenkilometern. In Höhen über 1.700 Metern wurden örtlich Böen von bis zu 90 Stundenkilometern gemessen. Zeitweise war der Schneefall stark verweht, die Sicht sehr schlecht.

Der Bergrettungsdienst Salvamont teilte am Montagmorgen mit, dass innerhalb von nur 24 Stunden zwei Menschen tot aufgefunden und fast 100 weitere aus den Bergen gerettet worden seien.

Im übrigen Land verlief der Verkehr am Montag auf rund der Hälfte des Straßennetzes unter winterlichen Bedingungen, vor allem im Zentrum und im Westen, wo die Fahrbahnen teilweise schneebedeckt waren. In Teilen des Südens und Südostens fiel Regen. Örtlich wurde der Verkehr für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen eingeschränkt, um Räumarbeiten zu ermöglichen. Die Polizei erinnerte erneut daran, dass Fahrzeuge auf vereisten oder schneebedeckten Straßen mit Winterreifen ausgerüstet sein müssen und bei Bedarf auch Schneeketten zu verwenden sind. Autofahrer sollten für gute Sicht sorgen, ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpassen, mit Motorbremse fahren und gesperrte Straßen nicht befahren.

Wegen des starken Winds und der Schneefälle der vergangenen Tage waren am Montag noch mehr als 17.000 Haushalte ohne Strom, nachdem zunächst rund 95.000 betroffen gewesen waren. Nach Angaben des Energieministeriums waren die Kreise Alba, Mureș und Sibiu im Zentrum des Landes besonders stark betroffen. Dort stürzten zahlreiche Bäume auf Stromleitungen und verursachten Schäden. Reparaturteams sind im Einsatz, allerdings kann angekündigter gefrierender Regen die Arbeiten in großer Höhe erschweren.

Hydrologen haben zudem eine Gelbe Warnung vor Hochwasser für Flüsse in fünf Kreisen ausgegeben. Wegen starker Abflüsse an den Hängen sind dort Sturzfluten sowie steigende Wasserstände mit möglichen Überschreitungen der Warnschwellen möglich. In der Donau-Delta-Region sind einige Kanäle und Seen zugefroren, der Schiffsverkehr auf den drei Donauarmen verlief jedoch weiterhin normal.

Meteorologen rufen bis Freitag zu erhöhter Vorsicht auf. Zeitweise werden in allen Landesteilen Niederschläge erwartet, örtlich mit größeren Wassermengen.

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