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Die Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften

Die Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften stellen einen grundlegenden Paradigmenwechsel dar, was die Art und Weise betrifft, wie Elektrizität produziert und verbraucht wird. Sie ermöglichen es Bürgern, kleinen Unternehmen und lokalen Behörden, sich zu organisieren, um Energie aus grünen Quellen wie Sonne oder Wind zu erzeugen.

Foto: pixabay.com
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und , 27.01.2026, 18:19

 

Der Hauptvorteil von Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften liegt in der Demokratisierung des Systems. So ist der Verbraucher nicht mehr nur ein reiner Rechnungszahler, sondern wird zu einem aktiven Teilnehmer am Energiemarkt.

Auf europäischer Ebene ist dieses Modell bereits ausgereift. Das erfahren wir von Andrei Crăciun, Kampagnenkoordinator bei Greenpeace Rumänien.

„Auf Ebene der Europäischen Union gibt es über 9.000 Energiegemeinschaften, denen mehr als zwei Millionen Bürger angehören. All diese Projekte haben sich immer auf lokaler Ebene entwickelt, unter Nutzung der örtlichen Ressourcen und Möglichkeiten. Sie lassen sich sehr gut an die Bedürfnisse der Gemeinden, der Menschen und der Firmen anpassen, die in dem jeweiligen Gebiet tätig sind.

All diese Energiegemeinschaften auf europäischer Ebene zeigen, dass es möglich ist. Wir können die lokale Energieunabhängigkeit sichern, wir können Resilienz gewährleisten, indem wir erneuerbare Quellen nutzen, die umweltfreundlich sind – und ebenso vorteilhaft und schonend für die Haushaltskassen.

Wir haben Staaten wie Belgien, Deutschland oder die Niederlande, die beginnend mit den 90er-Jahren Energiegenossenschaften entwickelt haben, basierend auf Modellen, die ursprünglich auf Windkraft abzielten. Später ging man auch zu Photovoltaikanlagen über, wobei jedes Mal das Genossenschaftsmodell genutzt wurde.

Nach 2010 hat die Europäische Union all diese Modelle übernommen, sie von der lokalen Ebene aufgegriffen und durch öffentliche Politikmaßnahmen vorgeschlagen – durch Richtlinien, die die Entwicklung dieser Projekte in allen Mitgliedsstaaten unterstützen sollen. Dieses Produktionsmodell dezentralisiert das System, senkt die Kosten und rückt näher an den Bürger heran. Die Bürger werden Teil der Energiewende, nicht bloß passive Akteure.“

Bis vor Kurzem war der rechtliche Rahmen in Rumänien restriktiv, doch die Verabschiedung neuer Regelungen hat den Weg für die Gründung solcher Gemeinschaften geebnet. Heute beginnen die bürokratischen Hürden zu verschwinden, was es Nachbarn in einem Wohnblock oder den Bewohnern eines Dorfes ermöglicht, die durch gemeinsame Photovoltaikanlagen produzierte Energie zu teilen.

Diese Entwicklung ist entscheidend für die Senkung der Rechnungen und den Umweltschutz durch die Verringerung von Kohlenstoffemissionen. Es gibt auch wirtschaftliche Vorteile, sagt Andrei Crăciun, Kampagnenkoordinator bei Greenpeace Rumänien.

„Jede funktionierende Energiegemeinschaft braucht Menschen, die sie instand halten, die sie verwalten, die sie am Laufen halten. Das bedeutet Arbeitsplätze, die auf lokaler Ebene geschaffen werden, mit Vorteilen, die in den jeweiligen Gemeinschaften verbleiben. Das sagt viel darüber aus, wie wir diesen Bereich sehen. Wir wollen die lokale Entwicklung der Gemeinschaften durch Projekte, die ihre Zukunft sichern.“

Zusammenfassend lässt sich sagen: Rumänien befindet sich an einem Wendepunkt. Die korrekte Umsetzung der Energiegemeinschaften wird eine gerechte grüne Wende ermöglichen, bei der die Vorteile nicht mehr nur bei den großen Produzenten liegen, sondern bei jedem einzelnen Bürger.

Hațeg

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