Rumänien werde eine wichtige Rolle für Energiesicherheit spielen
Außenministerin Oana Ţoiu positioniert Rumänien als wichtigen transatlantischen Partner für wirtschaftliche Sicherheit beim Ministertreffen zu Seltenen Erden in Washington.
Mihai Pelin und Florin Lungu, 09.02.2026, 09:53
US-Präsident Donald Trump bekräftigt sein starkes Engagement für die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, darunter Rumänien, um die Versorgung mit essenziellen Mineralien für die Bereiche Verteidigung, Energie und Technologie sicherzustellen. Dies ist die Botschaft der US-Botschaft in Bukarest nach dem kürzlich in Washington stattgefundenen Treffen zu Seltenen Erden, das von Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident J.D. Vance ausgerichtet wurde.
„Rumänien trage als größter Erdgasproduzent der Europäischen Union eine strategische Verantwortung“, erklärte Außenministerin Oana Ţoiu, die die rumänische Delegation leitete, in den USA. Sie fügte hinzu, Rumänien habe die Aufgabe, die Produktion zu steigern, um die Preise zu senken und die Region vor dem Missbrauch von Energie als politisches Druckmittel zu schützen. Ministerin Ţoiu plädierte zudem für eine Stärkung der Beziehungen zwischen der EU und den USA in den Bereichen Investitionen, Verarbeitung und Instrumente des Gemeinsamen Marktes.
Das Ministertreffen in Washington und die vorangegangenen Gespräche hatten das klare Ziel, die wirtschaftliche Sicherheit, widerstandsfähige Lieferketten für Seltene Erden und globale Partnerschaften zum Schutz von Industrie und Arbeitsplätzen für die Zukunft zu stärken. Angesichts der Tatsache, dass Rumäniens Verteidigungs-, Technologie- und Energiesektor Ressourcen aus der globalen Lieferkette benötigt, ist die Teilnahme an internationalen Verhandlungen unerlässlich. Die Vereinigten Staaten wollen eine Koalition von Verbündeten bilden, um die Bezugsquellen für Seltene Erden zu diversifizieren und die Abhängigkeit von China – derzeit die führende Macht in deren Abbau und Verarbeitung, von der zahlreiche Spitzentechnologien abhängen – zu verringern. Präsident Donald Trump bekräftigte die Notwendigkeit von Seltenen Erden, insbesondere im Hinblick auf die Ansprüche auf das dänische Territorium Grönland.
Am Rande ihrer Teilnahme am ersten Treffen zu kritischen Mineralien war Oana Ţoiu auch zu der öffentlichen Veranstaltung „Von Davos in die Arktis: Die transatlantische Einheit stärken – eine rumänische Perspektive“ eingeladen, die vom amerikanischen Thinktank Hudson Institute ausgerichtet wurde. Sie erklärte hier, wie Rumäniens wirtschaftlicher Erfolg – dessen Wirtschaft sich innerhalb einer Generation verzehnfacht hat – mit dem Bedürfnis nach Resilienz des gesamten transatlantischen Blocks einhergeht.
„Unsere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten reichen über 120 Jahre zurück und begannen mit den ersten amerikanischen Investoren im rumänischen Energiesektor. Heute sind wir bereit, diese Partnerschaft durch die Zusammenarbeit in Spitzentechnologiebereichen und bei kritischen Mineralien, die für die Zukunft beider Nationen unerlässlich sind, auf die nächste Stufe zu heben“, sagte Oana Ţoiu in ihrer Rede. Das Hudson Institute ist eine Denkfabrik, die Analysen und Lösungen zur Gestaltung der Außen- und Sicherheitspolitik in Washington liefert.