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Vom Film zum Aktivismus

Mit der Botschaft auf der Leinwand „Mehr Tickets, mehr Liebe!“ beweist ein neuer Film in den rumänischen Kinos, dass Liebe in diesem Fall tatsächlich durch den Magen geht. Der Streifen wirbt für die Adoption von Straßenhunden und hat sich ein besonderes Ziel gesetzt: Der Verkauf der Kinokarten ist direkt mit der Fütterung von Tieren in Tierheimen gekoppelt.

Afis Efectul Pufi
Afis Efectul Pufi

und , 26.02.2026, 17:17

 

Wir sprechen über den Film „Efectul Pufi“ (Der Pufi-Effekt) mit Cristian „Kiki“ Vasilescu, der für Regie, Drehbuch und Schnitt verantwortlich zeichnet, sowie mit Gabriela Marin, der Hauptdarstellerin, die im Film eine Verkäuferin in einer Tierhandlung spielt.

Cristian Kiki Vasilescu erzählte uns von den Ideen, die dem Film zugrunde lagen:

„Erstens glaube ich, dass Filme eine positive Botschaft haben müssen, so wie auch alle amerikanischen Filme immer eine positive Message haben. Und die positive Botschaft, die ich gefunden habe, ist, dass Tiere mit Liebe behandelt werden müssen – genau so, wie wir uns das auch für uns selbst wünschen.

Da es ein Film zum Valentinstag ist, bietet er auch eine Lösung für alle, die eher schüchtern sind und nicht wissen, wie sie sich jemandem nähern sollen. Ich habe aus eigener Erfahrung entdeckt: Der beste Eisbrecher ist ein Hund. Bei einem einzigen Spaziergang kannst du ein ganzes Viertel kennenlernen.

Aber der Film ‚Der Pufi-Effekt‘ verrät auch ein Geheimnis, das sich manche vielleicht gar nicht vorstellen können: Nicht jeder Hund ist ein guter Magnet, um jemanden anzuziehen. Das heißt, auf den ersten Blick eignen sich vielleicht alle Hunde, um ins Gespräch zu kommen, aber nicht alle erledigen den Job, dir einen Partner zu finden. Das ist die komödiantische Prämisse des Films.

Ich habe diesen Film mit der Zuversicht geschrieben und gemacht, dass ich – als Besitzer von Hund und Katze, wobei mein Hund tatsächlich Pufi hieß – sehr gut wusste, wie man eine Geschichte schreibt, damit man mit vierbeinigen Laiendarstellern arbeiten kann. Denn sie waren nicht dressiert. Es sind Tiere aus dem Tierheim, die sehr sympathisch waren, aber eben nicht die Art von Hunden wie bei ‚Ein Hund namens Beethoven‘ oder anderen Superproduktionen, wo es drei oder vier trainierte Hunde gibt, die Befehle millimetergenau ausführen.“

Gabriela Marin bereitet die potenziellen Zuschauer schon mal vor:

„Man sollte wissen, dass es eine Komödie ist. Die Leute können sich amüsieren, aber sie leisten auch einen sozialen Beitrag. Denn für jedes gekaufte Ticket landet eine Schüssel Trockenfutter bei den herrenlosen Hunden in den Tierheimen.

‚Der Pufi-Effekt‘ ist also in erster Linie ein soziales Projekt. Und dann gibt es natürlich den komödiantischen ‚Pufi-Effekt‘. Wir wollen die Idee der Adoption fördern – die Idee, lieber einen Straßenhund zu adoptieren, als ein Haustier zu kaufen. Das ist eines der Themen des Films. Und da wir uns im Monat der Verliebten befinden, liegt der Schwerpunkt auch darauf: auf der Idee, dass Liebe Leben verändern kann – sowohl für Menschen als auch für Hunde und Haustiere.“

Und obwohl er „Der Pufi-Effekt“ heißt, ist der Film eine urbane Komödie, die sich um Menschen dreht, nicht um Tiere. Die Tiere sind eher der Vorwand, um den herum die Geschichte passiert, erzählte uns Cristian Kiki Vasilescu weiter und fügte hinzu:

„Das Drehbuch war sehr gut organisiert. Dann haben wir uns auf die Dreharbeiten vorbereitet. Wir haben immer mit drei Kameras gedreht. Vom logistischen Standpunkt aus war das eine Herausforderung, denn wir wussten: Ein Hund, wie wir ihn am Set haben, reagiert nur ein einziges Mal für 15 Sekunden. Wenn du diese Darbietung nicht eingefangen hast, hast du sie nicht mehr, er wird es kein zweites Mal machen. Aber wir haben es trotzdem geschafft.

Während der Dreharbeiten im Cișmigiu-Park – wo wir ja am Ende über Hundeadoption sprechen – haben wir tatsächlich zwei Hunde gerettet, die verloren gegangen waren. Einer kehrte zu seiner Familie zurück, der andere kam zu einer Adoptivfamilie.

Und wir haben Partner, die uns bei der sozialen Kampagne unterstützen, sodass wir für jedes verkaufte Ticket Futter für obdachlose Tiere spenden können. Es gibt einige Tierheime im Land, die an unserer Seite stehen. Und letztendlich: Wenn du ab dem 6. Februar in ‚Der Pufi-Effekt‘ gehst, amüsierst du dich nicht nur, sondern tust wirklich eine gute Tat!“

Wir haben außerdem erfahren, dass an den Dreharbeiten elf Vierbeiner teilgenommen haben und dass auch die bekannte Filmkritikerin Irina-Margareta Nistor im Film auftaucht. Sie spielt sich selbst, führt als Erzählerin in die Atmosphäre des Films ein und sorgt zwischendurch für amüsante und selbstironische Einwürfe.

Gabriela Marin ergänzte dazu:

„Alle Hunde-Schauspieler sind entweder gerettete Tiere, die bereits eine Familie hatten, oder sie kamen aus Tierheimen. Und bis zum Ende der Dreharbeiten haben alle jeweils eine Familie gefunden, die sie adoptiert hat. Es gibt im Film keinen einzigen dressierten Hund, keinen professionellen tierischen Schauspieler.

Diese Kampagne kam zustande, weil Cristina Iordache, die Produzentin des Films, eine enge Beziehung zu Tierheimen hat. Sie rettet seit vielen Jahren straßenlose Tiere, hat schon Dutzende gerettet und ihnen Familien im Ausland vermittelt. Sie war es auch, die Partnerschaften mit Firmen geschlossen hat, damit ein Teil der Filmeinnahmen den Hunden in den Heimen zugutekommt. Genau deshalb wollte sie den Film machen: um den herrenlosen Hunden zu helfen.“

Seit dem 6. Februar läuft in den rumänischen Kinos also ein Film über Empathie, über die Adoption eines heimatlosen Tieres und über die Liebe in all ihren Formen – betrachtet mit einer ordentlichen Portion Humor!

Lilieci (sursa foto: pixabay@salmar)
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