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Energieminister: „Keine Engpässe bei Versorgung“

Energieressortchef Bogdan Ivan hat am Montag erneut den Nationalen Energiebefehlsstab einberufen, nachdem Rumänien nach mehreren niederschlagsreichen Tagen seit dem vergangenen Wochenende auch von einer ausgeprägten Kältewelle erfasst worden ist, mit Tiefstwerten von bis zu fast minus 20 Grad Celsius. Nach Angaben der Meteorologen soll der Frost auch in den kommenden Tagen anhalten

Gaze-Energie-magnascan-pixabay-com
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, 13.01.2026, 11:39

Die Behörden haben jedoch versichert, dass es weder bei der Gasversorgung noch bei der Stromerzeugung zu Engpässen kommen werde. Die Gasspeicher sind voller als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und auch die Stromproduktion, einschließlich der Kohlekraftwerke, sei ausreichend, um den Winter ohne Probleme zu überstehen, so Energieminister Bogdan Ivan: „Wir sind vorbereitet. Der Füllstand der Erdgaslager liegt bei 65 Prozent, das sind elf Prozent über dem EU-Durchschnitt und sechs Prozent mehr als Stand 2025. Wichtig ist, dass Rumänien diese Phase in perfekter Abstimmung zwischen Gaserzeugern sowie Transport- und Verteilungsunternehmen bewältigen kann.“

Nach Angaben des Ministers entfallen 24 Prozent der Energieproduktion auf Kohlenwasserstoffe, vor allem Gas, weitere 24 Prozent auf Wasserkraft, 16 Prozent auf Kernenergie und 14 Prozent auf Kohle. Gleichzeitig habe es in dieser Zeit auch eine sehr gute Produktion aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen gegeben. Hätte Rumänien aber nicht mit der Europäischen Kommission verhandelt, um die Kohlekraftwerke weiter betreiben zu dürfen, könnte das Land derzeit ein massives Problem bei der Stromerzeugung haben.

Dennoch saßen zeitweise Menschen im Dunkeln oder froren in ihren Wohnungen. Rund 95.000 Verbraucher, vor allem im Zentrum des Landes, waren in den vergangenen Tagen wegen Schneefalls und Schneesturms ohne Strom. Sie sind inzwischen wieder angeschlossen und haben seit dem vergangenen Wochenende keine Probleme mehr.

Anders sieht es derzeit in Bukarest aus. Dort haben Tausende Gebäude weder ausreichend Heizung noch Warmwasser, betroffen sind auch Krankenhäuser. Obwohl die Energieproduktion landesweit ausreicht, gibt es in der Hauptstadt massive Probleme bei der Fernwärmeverteilung, weil die über 40 Jahre alten Stadtleitungen stark beschädigt sind, wie Ivan bemerkte: „Ich halte es für unzulässig, dass es im Jahr 2026 in der Hauptstadt Rumäniens, einer europäischen Metropole, Hunderttausende Menschen gibt – Kranke, ältere Menschen, kleine Kinder –, die keine Heizung haben. In den vergangenen Jahren hat es zwar Modernisierungen gegeben, aber nicht genug.“

Die Kältewelle wird nach Angaben der Meteorologen bis zur Wochenmitte anhalten. Danach wird es etwas milder, allerdings bei weiterhin winterlichen Temperaturen. In der Nordhälfte des Landes und in den Bergen ist erneut mit Schneefall zu rechnen.

Foto: Joan / unsplash.com
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