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Schlusspfiff für PNRR

Das Post-Corona-Wiederaufbauprogramm ist auch in Rumänien zu Ende gegangen. Bis zum letzten Tag wurden fertige Projekte abgenommen und in einer Regierungssitzung Rechtsakte verabschiedet, um möglichst viele der eingegangenen Verpflichtungen und Meilensteine zu erfüllen.

PNRR sursa foto guvernul Romaniei facebook
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, 01.09.2026, 12:52

Das Post-Corona-Wiederaufbauprogramm ist auch in Rumänien zu Ende gegangen. Bis zum letzten Tag wurden fertige Projekte abgenommen und in einer Regierungssitzung Rechtsakte verabschiedet, um möglichst viele der eingegangenen Verpflichtungen und Meilensteine zu erfüllen. In Târgu Mureș wurde das neue kardiovaskuläre Chirurgiezentrum am Herzinstitut eingeweiht, und auf der Moldau-Autobahn A7 im Nordosten wurde ein weiterer, fast 50 Kilometer langer Abschnitt für den Verkehr freigegeben. Rumänien werden wichtige Investitionsprojekte dauernd bleiben, sagt der liberale geschäftsführende Ministerpräsident Ilie Bolojan:

„Es gibt wichtige Projekte für die Infrastruktur, so modernisierte und elektrifizierte Eisenbahnstrecken, Krankenhäuser sowie sehr viele Projekte zur Verbesserung der Qualität des Unterrichts an den Schulen im Land. Der größte Teil der Schulen wurde modern ausgestattet und saniert und verfügt über eine zeitgemäße Infrastruktur. Dazu kommen viele Projekte zur Energieeffizienz für die Kommunalverwaltungen, die ordnungsgemäß abgeschlossen wurden.“

Ilie Bolojan erklärte, dass die Mittel aus Brüssel 13,5 Milliarden Euro an Zuschüssen, also nicht rückzahlbaren Mitteln, sowie rund sieben Milliarden Euro an Darlehen umfasst haben. Der Darlehensanteil sei schrittweise verringert worden, um das Risiko, EU-Gelder zu verlieren, möglichst gering zu halten. Dennoch gingen erhebliche Mittel verloren, etwa 770 Millionen Euro wegen des Scheiterns der Reform der Besoldung im öffentlichen Dienst oder fast 100 Millionen Euro wegen unvollständiger Maßnahmen im Bereich der Dekarbonisierung. Der Regierungschef erklärte, wegen Verzögerungen beim Aufbau neuer Erzeugungskapazitäten sei der Ersatz der Kohlekraftwerke nicht möglich gewesen.

In den kommenden Tagen würden Bewertungen und Überprüfungen vorgenommen. Danach würden die Behörden eine Bilanz mit genauen Zahlen vorlegen, erklärte der geschäftsführende Ministerpräsident. Seiner Ansicht nach wurde die Umsetzung des Plans durch Verzögerungen und Probleme beeinträchtigt, die bereits in den ersten Phasen des Programms aufgetreten seien. Zugleich erklärte er, Rumänien habe in den vergangenen Jahren eine Reihe von Meilensteinen neu verhandelt und den Umfang einiger Verpflichtungen verringert.

Von den mehr als 15.000 zugesagten Investitionen sind fast 4.500 Projekte nicht abgeschlossen oder noch nicht abgenommen worden. Im Vergleich zu den übrigen EU-Staaten liegt Rumänien beim Anteil der tatsächlich ausgezahlten Mittel am Ende der Rangliste. Das Land konnte lediglich rund 61 Prozent seiner revidierten Gesamtzuweisung sichern.

Unangefochtene Spitzenreiter bei der Auszahlung der PNRR-Mittel sind Spanien und Italien, die 90 bis 100 Prozent der Gelder abgerufen haben. Dahinter folgen Portugal und Griechenland mit einer Quote von 80 bis 85 Prozent. Die meisten EU-Staaten haben rund 70 bis 75 Prozent der ursprünglich zugewiesenen Mittel erhalten. Polen konnte mehr als 65 Prozent abrufen und hat im vergangenen Jahr seine Finanzierungsanträge stark beschleunigt. Vor diesem Hintergrund liegt Rumänien am Ende der Rangliste und wird nur noch von Bulgarien übertroffen. Das Land hat lediglich 53 Prozent der PNRR-Mittel erhalten und war von großer politischer Instabilität betroffen.

 

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