Nachrichten 21.02.2016
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 21.02.2026, 17:00
Der rumänische Premierminister Ilie Bolojan wird in der kommenden Woche zu einem Besuch nach Brüssel reisen. Dort trifft er mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, zusammen. Das teilten offizielle Regierungskreise mit. Bestätigt wird die Information auch durch den Terminkalender der Kommissionspräsidentin. Der Besuch findet vor dem Hintergrund laufender Gespräche innerhalb der Regierungskoalition in Bukarest statt. Thema ist die Ausarbeitung des Staatshaushalts für das laufende Jahr – insbesondere unter Berücksichtigung der europäischen Mittel, die den Investitionsteil des Haushalts stützen sollen. Zudem wird Rumänien in den nächsten zwei bis drei Wochen eine offizielle Antwort der Europäischen Kommission zur Situation der Gelder im Zusammenhang mit dem PNRR-Meilenstein zu den Richterpensionen erhalten. Dabei geht es um eine Summe von 231 Millionen Euro. Die Regierung in Bukarest wartet außerdem auf die Genehmigung der Europäischen Exekutive für den vierten Zahlungsantrag in Höhe von 2,62 Milliarden Euro.
73,1 Prozent der Rumänen sind der Meinung, dass sich das Land in eine falsche Richtung entwickelt. Das geht aus der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSCOP Research hervor, die im Zeitraum vom 28. Januar bis 6. Februar durchgeführt wurde. Lediglich 22,2 Prozent der Befragten vertreten die Ansicht, dass sich Rumänien in eine gute Richtung bewegt. 4,7 Prozent gaben an, es nicht zu wissen oder machten keine Angaben. Als größte Sorge nennen 32,2 Prozent der Rumänen die Korruption. 23,6 Prozent führen die steigenden Preise an, 13,4 Prozent sorgen sich um die eigene Gesundheit und die ihrer Familie, und 11,7 Prozent sehen den Zustand des Bildungssystems als zentrales Problem. Laut der soziologischen Untersuchung machen 54,9 Prozent der Befragten Russland für den Ausbruch des Krieges im Nachbarland verantwortlich. 14,1 Prozent sehen die Schuld bei der Ukraine, 7,7 Prozent bei den Vereinigten Staaten und 9 Prozent bei der Europäischen Union. Auf die Frage, in welchem Maß verschiedene Staaten oder Organisationen Rumänien im Falle eines Angriffs durch Russland verteidigen würden, nannten 66,6 Prozent die NATO in sehr hohem oder ziemlich hohem Maß. 47,7 Prozent trauen dies Frankreich zu, 46,6 Prozent den USA, 44,6 Prozent Deutschland und 38,1 Prozent Großbritannien. Der Umfrage zufolge sprechen sich 67,1 Prozent der Teilnehmer für die Einführung des verpflichtenden Militärdienstes in Rumänien aus. 30,5 Prozent sind dagegen, 2,4 Prozent wissen es nicht oder machten keine Angaben. Im Falle eines Krieges, in dem Rumänien angegriffen würde, würden 48 Prozent der Befragten zur Verteidigung des Landes kämpfen. 19,7 Prozent würden das Land verlassen, 10,5 Prozent sich verstecken, bis der Krieg vorüber ist, und 4,7 Prozent würden versuchen, sich durch ein ärztliches Attest vom Militärdienst befreien zu lassen. Der Anteil der Nichtantworten liegt bei 10 Prozent.
Das rumänische Außenministerium hat das jährliche Stipendienprogramm der Regierung Rumäniens für ausländische Staatsangehörige aus Nicht-EU-Staaten für das akademische Jahr 2026–2027 gestartet. Grundlage ist der entsprechende Regierungsbeschluss zur Ausbildung ausländischer Bürgerinnen und Bürger in Rumänien. Wie es in einer Mitteilung heißt, wird das Programm über das Außenministerium durchgeführt und aus dem Haushalt des Ministeriums für Bildung und Forschung finanziert. Ziel ist es, die bilateralen Beziehungen zu den Herkunftsstaaten der Studierenden langfristig auszubauen und zu vertiefen sowie die rumänischen Hochschulen international noch sichtbarer zu machen. Die Einreichung der Bewerbungen erfolgt über die Online-Plattform „Study in Romania“, die von der Exekutiveinheit für die Finanzierung des Hochschulwesens, der Forschung, Entwicklung und Innovation verwaltet wird. Voraussetzung ist die Einrichtung eines individuellen Benutzerkontos. Weitere Informationen zum Programm – darunter Teilnahmebedingungen, geförderte Studienniveaus und erforderliche Bewerbungsunterlagen – sind sowohl auf der Plattform als auch auf der Website des Außenministeriums im Bereich „Stipendien des rumänischen Staates für ausländische Staatsangehörige“ verfügbar. Individuelle Bewerbungen können bis zum 31. März 2026 auf der Plattform hochgeladen werden. Die Ergebnisse des Auswahlverfahrens sollen voraussichtlich um den 15. Juli 2026 bekannt gegeben werden.
Die rumänische Rugby-Nationalmannschaft tritt am Sonntag auswärts gegen Portugal an. Das Spiel zählt zur Gruppe B der Rugby Europe Championship 2026. In der ersten Begegnung veloren die Rumänen in Deutschland, besiegten aber Belgien vor heimischem Publikum. Portugal führt die Tabelle mit 10 Punkten an, gefolgt von Rumänien mit 5 Punkten. Deutschland liegt mit 4 Punkten auf Rang drei, Belgien ist noch ohne Punktgewinn.
Mehrere Sektoren von Autobahnen und Nationalstraßen im Süden Rumäniens sind nach heftigen Schneefällen und starkem Wind für den Verkehr gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Das teilte am Samstag die Nationale Gesellschaft für die Verwaltung der Straßeninfrastruktur mit. In anderen Regionen werden Fahrzeuge von Einsatzteams der Straßenmeistereien und der Verkehrspolizei begleitet, um eine möglichst sichere Fahrt zu gewährleisten. Nach Angaben des Unternehmens waren 883 Einsatzfahrzeuge im Einsatz. Zudem wurden 3.185 Tonnen Streumaterial sowie 5 Tonnen Calciumchlorid auf die Fahrbahnen aufgebracht.
Die Meteorologen haben eine Gelb-Warnung vor starkem Wind, bedeutenden Niederschlägen, Glätte, Eisregen, Schneefall, Schneeverwehungen und Schneedecke herausgegeben. Die Warnung gilt bis Sonntagmorgen für den Süden und Südosten Rumäniens. Es werden gemischte und teils erhebliche Niederschläge erwartet. Die prognostizierten Niederschlagsmengen liegen zwischen 15 und 30 Litern pro Quadratmeter. Zudem bildet sich eine ungleichmäßige Schneedecke von meist 15 bis 20 Zentimetern. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen minus 5 und plus 6 Grad Celsius.