Nachrichten 30.11.2025
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 30.11.2025, 17:03
Mehr als 2.900 Soldaten und Spezialisten aus dem Verteidigungsministerium, dem Innenministerium, dem Rumänischen Nachrichtendienst, dem Sonderfernmeldedienst sowie der Nationalen Gefängnisverwaltung nehmen mit 220 technischen Einsatzmitteln an der Militärparade zum Nationalfeiertag am 1. Dezember am Triumphbogen in Bukarest teil. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums werden auch 240 ausländische Soldaten aus Frankreich, Nordmazedonien, der Republik Moldau, Polen, Portugal, Spanien und den USA sowie aus alliierten Staaten, die NATO-Strukturen in Rumänien unterstützen, mitmarschieren. Am 1. Dezember wird die Nationalflagge in allen militärischen Einrichtungen des Landes gehisst. Am Triumphbogen wird eine Ausstellung militärischer Technik aufgebaut. Auch die im Einsatz im Ausland befindlichen Soldaten nehmen an Zeremonien zum Nationalfeiertag teil. Der 1. Dezember 1918 markiert die Gründung des rumänischen Einheitsstaates. Am Ende des Ersten Weltkriegs wurden alle mehrheitlich von Rumänen bewohnten Provinzen, die bis dahin unter austro-ungarischer oder zaristischer Herrschaft standen – Transsilvanien, das Banat, die Bukowina und Bessarabien – Teil des Königreichs Rumänien.
Die orthodoxen Gläubigen, die in Rumänien die Mehrheit bilden, feiern am Sonntag den Heiligen Apostel Andreas, den geistigen Schutzpatron des Landes. Nach der Tradition ist Andreas der einzige Apostel, der das Gebiet des heutigen Rumäniens – insbesondere die Dobrudscha im Südosten – erreicht und dort die ersten christlichen Gemeinschaften gegründet haben soll. Deshalb gilt er als Apostel der Frührumänen und als spiritueller Schutzheiliger Rumäniens. Er starb als Märtyrer in der griechischen Stadt Patras, wo er an einem X-förmigen Kreuz hingerichtet wurde. Seit 2001 ist der Tag des Heiligen Andreas ein landesweiter kirchlicher Feiertag. Der Heilige Andreas ist zudem der Schutzpatron der Nationalkathedrale, die am Sonntag für die Feier der Liturgie erneut geöffnet wurde.
Rund 24.000 Mitarbeiter des Innenministeriums sind während des verlängerten Wochenendes anlässlich des rumänischen Nationalfeiertags täglich im Einsatz. Sie sorgen für die Verhinderung von Gesetzesverstößen, für einen flüssigen Verkehrsablauf in stark frequentierten Bereichen sowie für schnelle Interventionen im Notfall. Die Maßnahmen der Ordnungskräfte konzentrieren sich besonders auf Touristenorte, Freizeitgebiete und auf Plätze, an denen mit einer großen Besucherzahl gerechnet wird. Landesweit sind über 400 öffentliche Veranstaltungen geplant, die umfangreichsten davon in Bukarest und Alba Iulia.
Das wichtigste Oppositionsbündnis in Rumänien, die Alianţa pentru Unirea Românilor – eine populistische, ultranationalistische und sich selbst als souveränistisch bezeichnende Partei – hält heute in Alba Iulia im Zentrum des Landes seinen Nationalkongress ab. Parteichef George Simion ist der einzige Kandidat für eine neue Amtszeit an der Spitze der Formation. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wurde die Versammlung in der Stadt der „Großen Vereinigung“ vom 1. Dezember 1918 einberufen, da dort der Ausgangspunkt der AUR liege und dort – symbolisch – jedes Mal Geschichte für die Einheit der Rumänen geschrieben werde. In der vergangenen Woche hatte die AUR über eine Online-Abstimmung ihre 14 Vizevorsitzenden sowie den neuen Vorsitzenden des Nationalen Führungsrates bestimmt.
Der amerikanische Außenstaatssekretär Marco Rubio und der Sondergesandte des US-Präsidenten Donald Trump, Steve Witkoff, treffen sich am Sonntag in den USA mit einer ukrainischen Delegation, wie ein US-Regierungsbeamter gegenüber AFP erklärte. Am Samstag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekanntgegeben, dass ein von Rustem Umerov, dem Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, geleitetes Verhandlungsteam in die Vereinigten Staaten gereist sei, um über einen Friedensplan zu sprechen. Am Montag wird der französische Präsident Emmanuel Macron Wolodymyr Selenskyj in Paris empfangen. Beide Staatschefs wollen über die Lage und über Bedingungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden beraten – in Kontinuität zu den Gesprächen in Genf, zum amerikanischen Plan und in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern, teilte der Élysée mit. AFP berichtet, dass die Vereinigten Staaten kürzlich einen neuen Plan vorgelegt haben, um den seit Februar 2022 von Russland entfesselten Konflikt in der Ukraine zu beenden. Washington versucht, diesen Entwurf mit Zustimmung der Konfliktparteien zu finalisieren, doch in Kiew fürchtet man, zu bedeutenden Zugeständnissen im Austausch für Frieden gedrängt zu werden.
Der Himmel bleibt überwiegend bewölkt im Norden, in der Mitte und im Osten Rumäniens; in den übrigen Regionen kommt es zu zeitweisen Bewölkungen. Leichter Regen fällt örtlich im Zentrum, im Süden und im Osten. Im Gebirge wird es Niederschläge in Form von Regen, und oberhalb von rund 1500 Metern in Form von Schneeregen und Schnee geben. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 4 und 14 Grad, die Tiefstwerte zwischen minus 3 und plus 6 Grad. Im Laufe des Sonntags kam es im Südosten und Osten zu mäßigen Regenfällen, sowie zu Schneeregen und Schneefall in den Bergregionen. Die ergiebigen Niederschläge der letzten Tage haben in zwei südlichen Kreisen Probleme verursacht: Eine Kreisstraße wurde durch einen Erdrutsch vollständig blockiert, und Zehntausende Menschen aus zwölf Ortschaften sind ohne Trinkwasserversorgung geblieben.