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4 Jahre seit dem Brandunglück im Nachtclub Colectiv

Bukarest gedenkt 4 Jahre nach der Tragödie von Colectiv. In der Öffentlichkeit wird auch über den Einsatz der Feuerwehr sowie über die Handlungen oder Untätigkeiten der Behörden diskutiert.

4 Jahre seit dem Brandunglück im Nachtclub Colectiv
4 Jahre seit dem Brandunglück im Nachtclub Colectiv

, 28.10.2019, 16:29

Am 30. Oktober 2015 kam es in einem Bukarester Nachtclub während eines Konzertes zu einem verheerenden Brand, infolge dessen 64 Menschen starben. 147 Menschen wurden schwer verletzt. Zum Zeitpunkt des Brandes stellte die Metalcore-Band Goodbye to Gravity vor rund 400 Gästen ihr neues Album vor. Der Nachtclub nutzte für das Bühnenprogramm offenbar nicht genehmigte Pyrotechnik und erfüllte die grundlegenden Sicherheitsvorschriften nicht. Von den 64 Opfern starben 28 am Brandort und 36 in Kliniken. Wie sich im Zuge von Ermittlungen Monate später herausstellte, waren zahlreiche Opfer nicht infolge des Brandes, sondern an nosokomialen Infektionen gestorben.



Im Herbst 2015, am Ende von drei Tagen der nationalen Trauer zum Gedenken an die Opfer, gingen Zehntausende von Rumänen auf die Stra‎ße und protestierten heftig gegen die Unfähigkeit der Behörden. Unter dem Motto Korruption tötet!” führte der damalige Protest zum Sturz des Kabinetts Ponta und anderer Beamten der örtlichen Verwaltung, die den Betrieb des Nachtclubs genehmigt hatten, obwohl er den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen nicht entsprach. In dem gegen die Eigentümer des Clubs eingeleiteten Gerichtsverfahren wurde noch kein Urteil gefällt. Letzte Woche erschien der damalige Gesundheitsminister Nicolae Bănicioiu nicht vor der Staatsanwaltschaft, wo er über den damaligen Einsatz der Behörden aussagen sollte. Kurz nach der Tragödie von Colectiv sagte Bănicioiu, dass die rumänischen Behörden keine externe Hilfe zur Behandlung der Verwundeten benötigen, und begründete: Unsere Ärzte können mit jeder Situation perfekt umgehen”.



Anschlie‎ßend leitete die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen schwerer Totschlag, Amtsmissbrauch und Fahrlässigkeit ein. Die Staatsanwälte untersuchen die medizinische Versorgung der Opfer, die Umstände im Zusammenhang mit den im Krankenhaus erworbenen Infektionen sowie die Handlungen oder Untätigkeiten von Beamten im Zusammenhang mit der Überstellung der Opfer ins Ausland. Ebenfalls letzte Woche reichte eine Bürgeraktionsgruppe im ostrumänischen Iași eine Strafanzeige gegen die Abteilung für Notfallsituationen ein, die seit 2007 von Staatssekretär Raed Arafat geleitet wird. Die Kläger argumentieren, dass die Abteilung wichtige Videos über den Einsatz der Feuerwehr bei Colectiv zurückgehalten hat. Wir alle wussten, wie chaotisch die Intervention war.



Von Anfang an vermuteten wir den Mangel an Professionalität und Empathie der Retter, und die Videobeweise haben unseren Verdacht bestätigt”, so die Bürgerrechtler. Dies folgt auf die Veröffentlichung eines 20-minütigen Videos der Tageszeitung Libertatea in der vergangenen Woche, das die Intervention der Abteilung für Notfallsituationen zeigt, die vor Ort angekommen ist. Staatssekretär Arafat behauptet, er habe von diesem Video nichts gewusst und wird nur dann zurücktreten, wenn der Ministerpräsident es verlangt.


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