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Die Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission

In der am Montag veröffentlichten Winterprognose hat die Europäische Kommission ihre Prognosen für die rumänische Wirtschaft nach oben korrigiert.

Die Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission
Die Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission

, 14.02.2023, 14:14


Die Prognose der Europäischen Kommission für die rumänische Wirtschaft enthielt verbesserte Schätzungen. Das Wachstum wird in diesem Jahr voraussichtlich 2,5 % betragen, gegenüber 1,8 % im Herbst, und die Inflation wird voraussichtlich auf 9,7 % in diesem Jahr und 5,5 % im Jahr 2024 sinken — niedriger als in der vorhergehenden Prognose. Nach Ansicht der Europäischen Kommission wird der private Konsum trotz der hohen Inflation zunehmen, was auf höhere Mindestlöhne, Renten und Löhne im öffentlichen Bereich zurückzuführen ist. Aber auch auf die Verlängerung der Energiepreisobergrenze bis zum Jahr 2025 trägt dazu bei. Diese Einschätzung stützt sich auch auf die Auswirkungen des nationalen Konjunkturprogramms, während andere EU-Fonds lokale Investitionen unterstützen werden. Die Kommission stellt fest, dass Rumänien in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres ein starkes Wirtschaftswachstum von 4,3 % verzeichnete.




Die positive Entwicklung der Wirtschaft ist jedoch häufig mit einem Anstieg makroökonomischer Ungleichgewichte verbunden, wie der Finanzanalyst Dragoș Cabat im rumänischen Rundfunk erklärte. Wir haben zwar ein hohes Wirtschaftswachstum, über das wir uns freuen, aber das geht nicht mit einer Verringerung der Defizite und der öffentlichen Verschuldung einher, sondern leider mit einem Anstieg der Defizite, die eines Tages korrigiert werden müssen. Das geschieht in der Regel in Zeiten der Rezession, wenn wir unsere Defizite abbauen. Dies bedeutet, dass die Auswirkungen von Rezessionen in Rumänien stärker sind als in der übrigen Europäischen Union.“




Die Zahlen belegen, dass Rumäniens Leistungsbilanzdefizit im vergangenen Jahr um mehr als 52 % auf über 26 Mrd. € gestiegen ist. Die Nationalbank erklärte, der Anstieg sei hauptsächlich auf ein sich ausweitendes Defizit in der Warenbilanz zurückzuführen, wobei die Einfuhren um fast 9,2 Mrd. € höher waren als die Exporte. Der Analyst Dragoș Cabat sind überzeugt, dass Rumänien, wenn sich der Trend der letzten Jahrzehnte fortsetzt, beim Zahlungsbilanzdefizit und bei der Staatsverschuldung im Vergleich zum Vorjahr neue Verluste verzeichnen wird, da sich mit dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auch die Defizite vervielfachen werden. Die von der Zentralbank in Bukarest veröffentlichten Daten zeigen, dass die Auslandsverschuldung Rumäniens im vergangenen Jahr um mehr als 6,1 Mrd. EUR auf über 142,7 Mrd. EUR gestiegen ist und dass sich die ausländischen Direktinvestitionen auf fast 10,7 Mrd. EUR beliefen.



Foto: facebook.com/CNAIRSA/photos
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