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Energiekonzern ENEL verlässt Rumänien

Trotz konstanten Profits will das italienische Unternehmen Enel die Vertriebs- und Handelsaktivitäten in Rumänien verkaufen, um seine Schulden zu vermindern. Enel deckt in Rumänien 34% des Vertriebsmarktes und 20% des Verkaufmarktes.

Energiekonzern ENEL verlässt Rumänien
Energiekonzern ENEL verlässt Rumänien

, 17.09.2014, 15:37

ENEL, eines der grö‎ßten ausländischen Unternehmen in Rumänien, zieht sich nach 9 Jahren Präsenz auf dem rumänischen Markt zurück. Im Jahre 2013 hatte das italienische Unternehmen einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro und ein Profit von 290 Millionen Euro verzeichnet. Răzvan Nicolescu, rumänischer Energieminister kommt in Rom mit den Enel-Vertertern zusammen. Die Italiener hatten im Sommer bekanntgegeben, sie bereiten den Verkauf der Produktionsaktivitäten in der Slowakei und der Vertriebs- und Handelsaktivitäten in Rumänien vor. Zweck des Plans ist die Reduzierung der Schulden, ein Prozess, der 2013 begonnen hat.



Enel hatte im Jahre 2005 vom rumänischen Staat die Vertriebsgesellschaften Electrica Banat und Electrica Dobrogea gekauft. 2008 hat Enel auch Electrica Muntenia Sud, die Bukarest mit Energie versorgt, übernommen. Răzvan Nicolescu erklärte vor kurzem, Enel Dobrogea sei für den rumänischen Staat von strategischem Interesse und entmutigte private Unternehmen, Kaufangebote einzureichen. Răzvan Nicolescu dazu:



Die Vertriebsaktivität ist für den rumänischen Staat eine strategische Aktivität, besonders wenn man die Lage im Osten Rumäniens in Betracht zieht. ENEL Dobrogea führt eine Art von Aktivität, die mit der natioaneln Sicherheit Rumäniens verbunden ist. Seit der Privatisierung hat sich in der Dobrudscha vieles entwickelt, besonders im militärischen Bereich.”




Enel deckt 34% des rumänsichen Vertriebs- und rund 20% des Verkaufsmarktes. In den letzten Jahren stiegen die Preise für die von der italienischen Gruppe gelieferte Enegie konstant. Gegen mehrere Direktoren des italiensichen Unternehmens wird zurzeit wegen Bestechung ermittelt.



Andererseits hat die Regierung einen Gesetzetwurf zur öffentlichen Debatte gestellt, wodurch die Liberalisierung des Gasmarktes suspendiert werden soll. Rumänien hat 2012 mit dem IWF und der Europäischen Kommission vereinbart, dass der Gaspreis für die Bevölkerung ab dem 1. Oktober um 3% erhöht wird. Der rumänische Markt ist aber für eine Liberalisierung nicht bereit, meinen die Analysten, besonders jetzt, wenn Moskau die Gaslieferungen nach Osteuropa reduziert hat. In diesem Nervenkrieg hat der Gasriese Gasprom zweimal einseitig beschlossen, die an Rumänien gelieferte Gasmenge zu vermindern. Rumänien ist nicht das einzige betroffene Land. Ende vergangener Woche hatten auch die Unternehmen in Polen und in der Slowakei bekanntgegeben, die Gaslieferungen aus Russland seien um 45% bzw.10% reduziert worden.

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