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Haushaltsdefizit: Rumänien reduziert öffentliche Ausgaben

Im Bestreben, das Haushaltsdefizit zu verringern, haben die staatlichen Institutionen ihre Ausgaben für Waren und Dienstleistungen reduziert. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 gab der rumänische Staat um fast 80 Millionen Euro weniger im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres aus.

Finanzminister Barna Tánczos (Fotoquelle: gov.ro)
Finanzminister Barna Tánczos (Fotoquelle: gov.ro)

und , 27.03.2025, 14:03

Das wachsende Haushaltsdefizit Rumäniens hat die Regierung in Bukarest dazu veranlasst, entschlossene Maßnahmen zur Senkung der Ausgaben für den Staatsapparat zu ergreifen. Dies führte zu Kürzungen bei Budgets, Boni und Zulagen und sogar beim Personal. Laut Finanzminister Tánczos Barna sind die ersten Auswirkungen bereits spürbar. Er gab bekannt, dass die rumänischen staatlichen Institutionen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 rund 76 Millionen Euro weniger für Waren und Dienstleistungen ausgegeben haben als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zudem wurden die Betriebsausgaben des Staatshaushalts um 5 Prozent und die der lokalen Behörden um fast 4 Prozent gesenkt.

Gleichzeitig betonte Barna, dass die Korrektur des Haushaltsdefizits ein langwieriger Prozess sei, auch wenn die Mehrwertsteuereinnahmen in den ersten beiden Monaten auf mehr als 5 Milliarden Euro gestiegen sind. Er erklärte, dass die Exekutive an ihrer Verpflichtung festhalten müsse, das mit der Europäischen Kommission vereinbarte Defizit von 7 % des BIP einzuhalten und das Wirtschaftswachstum weiterhin durch Investitionen zu fördern. Kürzlich hatte der Finanzminister betont, dass die Senkung der Ausgaben für Staatsbedienstete nach wie vor eine Priorität der Regierung sei. Laut Barna werde die Umstrukturierung der öffentlichen Einrichtungen in den nächsten zwei Jahren fortgesetzt, um einen schlankeren und effizienteren Staatsapparat zu schaffen.

Wir haben die Personalkosten um 5 Prozent gesenkt. Das haben wir gleichzeitig mit der 5-prozentigen Kürzung des Verwaltungshaushalts erreicht, so dass wir am Ende des Jahres innerhalb des 7-Prozent-Defizits bleiben werden. In den Jahren 2026 und 2027 müssen die Institutionen den Weg der Digitalisierung, Verschlankung und Senkung der Sachausgaben weiter verfolgen. Ich spreche nicht von Gehaltskürzungen, sondern von einer Reduzierung des Personalumfangs.

Laut Angaben des Finanzministeriums endete der Vollzug des konsolidierten Gesamthaushalts in den ersten beiden Monaten des Jahres mit einem Defizit von rund 6 Milliarden Euro, was 1,58 Prozent des BIP entspricht. Im Vergleich dazu lag das Defizit im selben Zeitraum des Vorjahres bei fast 5,8 Milliarden Euro oder 1,64 Prozent des BIP. Der Haushalt für das laufende Jahr basiert auf einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent und einem Defizitziel von 7 Prozent des BIP. Das Defizit 2024 wird voraussichtlich von 5,61 Prozent des BIP im Jahr 2023 auf 8,65 Prozent ansteigen.

Vor diesem Hintergrund hat Rumänien eine neue Eurobond-Emission aufgelegt – die zweite in diesem Jahr – zur Finanzierung seines Defizits. Im vergangenen Monat nahm das Land 2,8 Milliarden Euro und 1,25 Milliarden US-Dollar durch die Ausgabe von Anleihen in beiden Währungen auf. Die Regierung in Bukarest plant, in diesem Jahr 13 Milliarden Euro auf den internationalen Märkten zu mobilisieren, nachdem sie 2024 einen Rekordbetrag von 18 Milliarden Euro eingeworben hat.

Foto: pixabay.com
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