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Moldauische Präsidentin Maia Sandu: „EU-Beitritt bleibt 2026 unsere zentrale Priorität“

Den Frieden und die Freiheit zu bewahren stellt eine grundlegende Priorität für die Sicherheit und Entwicklung der Republik Moldau dar, hat Präsidentin Maia Sandu auf einer Pressekonferenz zum Thema Prioritäten des Präsidialamtes für das Jahr 2026 erklärt.

Maia Sandu
Maia Sandu

, 23.01.2026, 15:20

Der EU-Beitrittsprozess Chisinaus bleibe nach wie vor eine zentrale Priorität und stelle die „einzige realistische Entwicklungsstrategie“ für die ehemalige Sowjetrepublik dar, betonte Sandu. Zugleich unterstrich sie, dass das Zeitfenster für die Förderung dieses Ziels rasch genutzt werden müsse. Was die Außenpolitik angeht, werde die Republik Moldau ihre Verankerung in soliden Partnerschaften fortsetzen und ihre Unterstützung für die Ukraine aufrechterhalten, fügte die moldauische Präsidentin hinzu. Die Außenpolitik und Sicherheit bleiben vor dem Hintergrund eines internationalen Klimas, das von Unsicherheit, einer Abschwächung der Zusammenarbeit zwischen Staaten sowie dem zunehmend häufigen Einsatz hybrider Instrumente geprägt ist, zentrale Prioritäten, so Maia Sandu im Anschluß.

 

 

Russland bleibe nach Angaben des Staatsoberhauptes die wichtigste Quelle der Destabilisierung in der Region, während der Krieg weiterhin ein erhebliches Sicherheitsrisiko in der Region darstelle.Unter diesen Umständen sei es für ihr Land von entscheidender Bedeutung, den Frieden zu bewahren und fest in der freien und demokratischen Welt verankert zu bleiben, erklärte Maia Sandu. In solchen Zeiten, in denen das Völkerrecht infrage gestellt werde, benötigen alle Länder starke Partner, fügte Sandu hinzu. Der EU-Beitritt bleibe daher das wichtigste strategische Projekt, das als essenziell für das Überleben und die Entwicklung des Landes beschrieben werde. „Die Außenpolitik der Republik Moldau wird auf eine feste Verankerung unseres Landes in soliden, glaubwürdigen und pragmatischen Partnerschaften ausgerichtet sein. Der wichtigste Partner für uns ist die Europäische Union. Ebenso stellt die strategische Beziehung zu Rumänien einen zentralen Pfeiler der Sicherheit, Stabilität und Entwicklung dar sowie für unseren europäischen Kurs“, erklärte die Präsidentin.

 

 

Sie sprach von einem „begrenzten Zeitfenster“ für die europäische Integration und von der Notwendigkeit einer maximalen Mobilisierung, auch damit Chisnau sich weiterhin der Unterstützung aller 27 EU-Mitgliedstaaten erfreut. Im Bereich Sicherheit und Resilienz werde der Schwerpunkt auf Prävention, schnelle Reaktionsfähigkeit und den Schutz des Luftraums gelegt. Im Jahr 2026 wird die Republik Moldau von der Europäischen Union ein neues Radar als nicht rückzahlbare Unterstützung erhalten, um Luftbedrohungen, einschließlich Drohnen, entgegenzuwirken.Gleichzeitig bleiben der Kampf gegen die Korruption und die Fortsetzung der Justizreform auf der präsidialen Agenda, ebenso wie die Stärkung der Beziehungen zur Diaspora. Maia Sandu erklärte ferner, das Präsidialamt werde sich weiterhin dazu bemühen, die Rückkehr moldauischer Staatsbürger in ihre Heimat zu unterstützen. Die beste Lösung dafür bleibe aber, laut der moldauischen Präsidentin, die Korruptionsbekämpfung und die Verbesserung des Geschäftsumfelds. Die Republik Moldau erhielt im Jahr 2022 den Status eines EU-Beitrittskandidaten. Die Beitrittsverhandlungen wurden 2024 offiziell eröffnet. Die EU und die Republik Moldau arbeiten zudem im Rahmen der Ostpartnerschaft zusammen.

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