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Premier Bolojan: „Haushaltsdefizit bleibt bis Jahresende über 8%“

Premierminister Ilie Bolojan gegenüber einem privaten Fernsehsenders: „Wir können dieses Jahr trotz aller Maßnahmen, die wir ergriffen haben, nicht mit einem Defizit von unter 8 % abschließen."

Premierul Ilie Bolojan / Foto: gov.ro
Premierul Ilie Bolojan / Foto: gov.ro

, 17.09.2025, 14:07

Im  vergangenen Jahr betrug es 9 %, erinnerte im Anschluß Premier Bolojan. Ilie Bolojan: „Wir können dieses Jahr trotz aller Maßnahmen, die wir ergriffen haben, nicht mit einem Defizit von unter 8 % abschließen. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen, weil diese Maßnahmen zu Beginn des zweiten Halbjahres ergriffen wurden und sich in den letzten vier Monaten des Jahres auswirken lassen, während andere ab dem 1. Januar umgesetzt werden sollen. Zum anderen haben wir einige sehr große Investitionsverträge in Arbeit, die wir nicht stoppen können.”

 

Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass bei steigenden Einnahmen die Ausgaben gesenkt werden müssen und dass, wenn die öffentlichen Ausgaben nicht sinken, alle zusätzlichen Einnahmen verloren gehen. Eine wichtige Rolle spiele die wirksame Bekämpfung der Steuerhinterziehung so Bolojan, der sich weiterhin vor allem auf die Steuerbehörde ANAF bezog, die Steuerhinterziehung so bekämpfen müsse, dass, so der Premierminister, jeder, der in Rumänien Geld verdiene, einen Beitrag zum Staatshaushalt leiste. Nächste Woche soll der Premier laut eigener Aussage in Brüssel mit den europäischen Verantwortlichen über die von Rumänien aufgenommenen Kredite und das Haushaltsdefizit sprechen.

 

Gegenüber demselben privaten Fernsehsender räumte Präsident Nicuşor Dan ein, dass die Inflation die Kaufkraft der Bevölkerung beeinträchtigen werde. Wir haben eine Inflationsrate von fast 10 % und das bedeutet, dass die Menschen 10 % weniger kaufen können, fügte der Staatschef hinzu. Nicuşor Dan: „Man muss sagen, dass es in dieser Frage kaum eine Alternative gab, denn hätte man das Defizit ignoriert, hätten die Finanzmärkte Rumänien keine Kredite mehr gewährt und die Inflation wäre noch höher gewesen. Diese Maßnahmen haben viele Menschen in Rumänien getroffen. Wir müssen jede einzelne davon betrachten. Einige Maßnahmen hätte ich anders getroffen. Die Maßnahmen mussten in kurzer Zeit ergriffen werden. Insgesamt waren sie notwendig, denn sonst wäre es noch schlimmer gekommen, d. h. die Inflation wäre noch höher gewesen als jetzt. Das Ende des Tunnels ist in Sicht, nämlich Ende 2026. Endlich werden wir das Defizit stabilisieren.“

 

Der Staatschef sagte im Anschluß, dass Rumänien mit der Stabilisierung des Defizits günstigere Kredite auf den internationalen Märkten aufnehmen kann. Gleichzeitig, so Nicușor Dan, werde das Land 2026 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beitreten, was bedeutet, dass Rumänien für ausländische Unternehmen attraktiv wird. Im Jahr 2027 werden wir mit der Förderung von Gas aus dem Schwarzen Meer beginnen und aus energetischer Sicht und für die darauf basierenden Industrien sehr interessant sein, fügte der Staatschef hinzu.

 

 

 

Transfăgărăşan  / Foto: Mariana Chiriță, RRI
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