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Rumänien auf dem Frankophoniegipfel

Die Stärkung der wirtschaftlichen und bildungspolitischen Zusammenarbeit mit anderen französischsprachigen Ländern und insbesondere mit den Ländern Afrikas ist eine der Prioritäten Rumäniens.

Rumänien auf dem Frankophoniegipfel
Rumänien auf dem Frankophoniegipfel

, 21.11.2022, 14:34

Die rumänische Modernität ist untrennbar mit Frankreich verbunden. Jahrhunderts, nach einem halben Jahrtausend osmanischer Herrschaft, studierten die prowestlichen Eliten der rumänischen Fürstentümer mit Vorliebe in Paris. Kaiser Napoleon III. Bonaparte, eine wichtige Figur in der Geopolitik jener Zeit, spielte eine wichtige Rolle bei der Union von Muntenien und Moldawien im Jahr 1859.



Der italienisch-französische Arzt Carol Davilla kam 1853 im Alter von 25 Jahren nach Bukarest und blieb für immer hier, um das rumänische Gesundheitssystem, sowohl das zivile als auch das militärische, praktisch von Grund auf aufzubauen. Das französische Expeditionskorps unter der Führung von General Henri Berthelot kämpfte an der Seite der rumänischen Armee im Ersten Weltkrieg, an dessen Ende alle Provinzen mit mehrheitlich rumänischer Bevölkerung, die bis dahin Teil der benachbarten multinationalen Reiche waren, unter die Autorität von Bukarest fielen.



Nachdem die sowjetischen Besatzungstruppen 1944 ein kommunistisches Marionettenregime über Rumänien verhängt hatten, wurde Frankreich für viele Rumänen, denen die Flucht in die freie Welt gelang, zu einem Ort des Exils. Daher war der Beitritt Rumäniens zur Frankophonen Bewegung kurz nach dem Fall der kommunistischen Diktatur im Jahr 1989 eine absolut natürliche Geste. Im September 2006 war Bukarest Gastgeber eines Frankophoniegipfels. Die Teilnahme Rumäniens am Gipfeltreffen der Frankophonie, das neulich in Tunesien stattfand, konzentrierte sich auf die Stärkung der wirtschaftlichen und bildungspolitischen Zusammenarbeit mit anderen frankophonen Ländern, insbesondere mit denen Afrikas.



In einem Interview mit dem Gesandten von Radio Rumänien in Djerba erwähnte der rumänische Vertreter auf dem Treffen, der Staatssekretär im Außenministerium Traian Hristea, die Interessensgebiete von Bukarest:



Der wichtigste Sektor, in dem wir viel bewirken können, ist in erster Linie der Bereich der IT und der Cybersicherheit, zwei Spitzenbereiche, in denen wir in Rumänien hervorragende Leistungen erbringen und in denen rumänische Unternehmen bereits auf dem afrikanischen Markt vertreten sind und in denen das Wachstumspotenzial viel größer ist, als wir erwartet hätten. Ein weiterer Bereich ist natürlich die Industrie, der Export von Automobilen und Komponenten für die Automobilindustrie, in den wir nach einer gewissen Zeit der Abwesenheit zurückkehren könnten. Und nicht zuletzt die Nahrungsmittel.



Es ist ein Kontinent mit einer sehr großen Zukunft, und ich denke, wir könnten nicht nur aus dem Transfer von Waren, Gütern und Dienstleistungen Kapital schlagen, sondern auch aus der Tatsache, dass es viele Studenten aus diesen Ländern gibt, die nach Rumänien kommen, um gegen eine Gebühr zu studieren. Folglich gibt es einige Finanztransfers aus diesen Ländern nach Rumänien.



Auf Wunsch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron enthält die Abschlusserklärung des Gipfels auch einen Hinweis auf die russische Invasion in der Ukraine, dem Nachbarland Rumäniens.

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