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Rumänien von heftigen Regenfällen heimgesucht

Die jüngsten starken Regenfälle haben in vielen Teilen des Landes erhebliche Schäden verursacht.

Rumänien von heftigen Regenfällen heimgesucht
Rumänien von heftigen Regenfällen heimgesucht

, 23.05.2019, 17:02

Die starken Regenfälle der letzten Tage, die von Meteorologen mit gelben und orangefarbenen Warnstufen versehen wurden, haben in mehreren Teilen des Landes zu massiven Problemen geführt. Hydrologen haben auch mehrere Flutalarme ausgerufen, die in vielen Landkreisen gültig sind, wobei die am stärksten betroffene Region der Norden des Landes ist, wo die rote Warnstufe galt. Sturzfluten wurden gemeldet und die hohen Wasserdurchflussraten mehrerer Flüsse haben in zahlreichen Dörfern und Städten Schäden verursacht.



Im Norden Rumäniens, im Kreis Maramures, starb am Mittwoch ein 63-jähriger Mann, der von einem solchen Überlauf mitgerissen wurde. Mehrere Flüsse überfluteten Hunderte von Hektar Ackerland, Weiden, Haushalte, National-, Kreis- und Gemeindestra‎ßen, während Teile der Eisenbahn verschlammt wurden.



In den betroffenen Gebieten brachten die Behörden Sandsäcke, Hochleistungspumpen und andere Geräte mit, um das Wasser aus den überfluteten Haushalten zu holen. Im Dorf Turbuta, im Nordwesten des Landes, wurde die Pontonbrücke unbrauchbar gemacht, der einzige Zugang ins Dorf ist eine heruntergekommene Fu‎ßgängerbrücke, die es Feuerwehrleuten oder Krankenwagen unmöglich macht, im Notfall dorthin zu gelangen. Die Menschen sagen, die einzige Lösung besteht darin, darauf zu warten, dass sich die Gewässer zurückziehen.



Schwere Probleme gibt es auch in anderen Dörfern, wo die Stra‎ßen von Flussüberläufen betroffen sind und die Einheimischen Umgehungsstra‎ßen nutzen müssen. Die Landwirte sind am meisten verärgert, weil viele von ihnen ihre Ernte unter Wasser sehen und der Schaden beträchtlich ist. Die Einwohner in vielen Dörfern im Norden des Landes erhielten über das RO-Alarmsystem Warnungen vor einer möglichen gro‎ßen Sturzflut. Dutzende von Menschen wurden evakuiert, und mehr als 100 Menschen riefen die Notrufnummer 112 an.



Auch im Süden Rumäniens führten die Niederschläge zu Überschwemmungen, die einen Einsatz der militärischen Feuerwehr erforderten, die mit Hilfe von Motorpumpen das Wasser aus den Häusern der Menschen entnahm. Tausende von Menschen blieben ohne Strom.



Unterdessen hat die Europäische Kommission ein Hilfsprogramm mit über 8 Millionen Euro für den Nordosten des Landes vorgeschlagen, das im vergangenen Sommer von den Überschwemmungen schwer betroffen wurde. Nach den starken Regenfällen von Mitte Juni bis Anfang August 2018 wurden in 6 Landkreisen dieser Region, insbesondere in Neamt, Bacau und Suceava, massive Schäden an Infrastruktur, Ackerland und Wohnraum verursacht. Die rumänischen Behörden schätzen die Kosten für die Rettungs- und Katastrophenschutzma‎ßnahmen auf fast 295 Millionen Euro.

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