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Pressemuseum: Banater Kleinstadt rühmt sich mit einzigartiger Einrichtung

Jimbolia – eine im Westen Rumäniens gelegene Kleinstadt – beherbergt das einzige Pressemuseum des Landes. Es entstand infolge einer privaten Initiative eines besonders enthusiastischen Journalisten und Schriftstellers.

Pressemuseum: Banater Kleinstadt rühmt sich mit einzigartiger Einrichtung
Pressemuseum: Banater Kleinstadt rühmt sich mit einzigartiger Einrichtung

, 10.10.2019, 17:30

Jimbolia (dt. Hatzfeld) ist eine Kleinstadt im Westen Rumäniens, im Landkreis Temesch, mit einer Bevölkerung von 10.000 Einwohnern. Erstaunlicherweise gibt es in Jimbolia nicht mehr und nicht weniger als sechs Museen und Geburtshäuser prominenter rumänischer Persönlichkeiten. Die Kleinstadt beherbergt unter anderem das einzige Pressemuseum des Landes, sowie ein dem berühmten Banater schwäbischen Maler Stefan Jäger gewidmetes Museum. Au‎ßerdem können in Jimbolia das Geburtshaus des Dichters Petre Stoica sowie ein Museum der Rumänischen Bahn besichtigt werden. Seit mehr als 140 Jahren gibt es in der Stadt auch ein Museum der Feuerwehr.



Die Gründung des Pressemuseums war eine private Initiative eines enthusiastischen Journalisten und Schriftstellers — das erzählte uns Cristina Dema, Leiterin des Pressemuseums Sever Bocu“:



Die Idee zur Gründung des Pressemuseums hatte der Schriftsteller und Journalist Petre Stoica. Schon als Jugendlicher liebte er es, Zeitungen zu sammeln. Ursprünglich wollte er ein Pressemuseum in seinem Heimatort, Peciu Nou, eröffnen. Die örtlichen Behörden lehnten aber seinen Vorschlag ab. Zum Glück für die Kleinstadt Jimbolia. Denn Petre Stoica trat 1994 vor dem hiesigen Bürgermeister auf und erzählte ihm über seinen Wunsch, ein Pressemuseum zu gründen. Er erklärte ihm, dass er zahlreiche wertvolle Exponate besitze, die er gerne der Stadt spenden würde. Er fand ein offenes Ohr beim Bürgermeister. Dieser bot ihm sogar eine Unterkunft an. Bis das Museum im Jahr 2007 auf die Beine kam, wurden mehrere gro‎ßangelegte Kulturveranstaltungen zum Thema organisiert. 2007 kam der Traum von Petre Stoica in Erfüllung. Das erste und einzige Pressemuseum in Rumänien öffnete seine Tore.“




Das Gebäude der ehemaligen Berufsschule, in der externe Schüler untergebracht waren, wurde zum Museum umgestaltet und entsprechend eingerichtet. Seit 12 Jahren schon hei‎ßt es Gäste willkommen. Cristina Dema begleitete uns durch das Museum:



Gleich am Eingang können die Maschinen gesehen werden, die für den Druck von Zeitungen verwendet wurden, sowie eine alte Kamera. An den Wänden des ersten Raums, den wir betreten, hängen Zeitungsseiten oder Posters, die auf vergangene Ereignisse hinweisen. Der multikulturelle Charakter der Region wird durch mehrere Publikationen zum Ausdruck gebracht. Auch diese können im ersten Museumsraum gesichtet werden. Die Publikationen kommen in verschiedenen Sprachen vor, wie Deutsch, Ungarisch und Rumänisch. Im Ausstellungsraum gibt es eine ständige Ausstellung. Da können die ältesten und wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften, die wir besitzen, betrachtet werden. Die älteste Publikation, über die wir verfügen, ist eine Ausgabe der Zeitung »Albina românească« (dt. »Die rumänische Biene«) aus dem Jahr 1837. Im folgenden Raum können die Besucher eine Sammlung von Kalendern und Jahrbüchern sehen, sowie eine Sammlung älterer Visitenkarten. Der wichtigste Teil des Museum ist allerdings die Bibliothek, die auch als Leseraum und Archiv verwendet wird. Wir würden uns freuen, wenn sich unsere Gäste mehr Zeit nehmen könnten, um die hier aufbewahrten Publikation durchzublättern und sich somit auf eine Zeitreise einzulassen. Darüber hinaus haben unsere Besucher die Möglichkeit, einen Kaffee im Museums-Café zu genie‎ßen und, warum nicht, aktuelle Tageszeitungen dabei zu lesen.“




Das Pressemuseum in Jimbolia ist der ideale Ort zur Verbesserung der Allgemeinkultur. Hier werden nämlich regelmä‎ßig Kulturveranstaltungen organisiert. Gleichzeitig fungiert das Museum als Ort der Erholung. Mehr Informationen dazu lieferte uns die Leiterin des Museums, Cristina Dema:



Das Museum wird von Besuchern sämtlicher Altersgruppen aufgesucht. Viele Schulklassen organisieren Besuche in unserem Museum im Rahmen des Schulprogramms »Schule mal anders erlebt« (rum. »Şcoala altfel«). Viele Besucher erfahren vom Museum übers Internet und wollen es besuchen. Aber auch Studenten, Wissenschaftler, die sich für verschiedene Forschungsprojekte vorbereiten, betreten das Museum. Wir veranstalten regelmä‎ßig verschiedene Kulturevents. Wir wollen nämlich das von Petre Stoica hinterlassene Erbe weiter entwickeln. In letzter Zeit organisierten wir auch viele Veranstaltungen für Kinder — die meisten in Zusammenarbeit mit der Organisation »Hambarul cu carte« (dt. »Die Scheune mit Büchern«). Wir wollten den Kindern zeigen, dass es auch Museen gibt, in denen die Exponate angefasst werden können. Wir hoffen, einen Raum geschafft zu haben, in dem sich die Gäste wie zu Hause fühlen. Durch unsere partnerschaftlichen Veranstaltungen versuchten wir die Kinder auch zum Lesen anzuregen.“




Das Museum kann während der Arbeitswoche von 8 bis 16 Uhr besichtigt werden. Besuche sind auch au‎ßerhalb der Öffnungszeiten möglich, allerdings nur mit Vorabmeldung auf der Facebook-Seite des Museums oder per Telefon.



Die Sammlungen des Museums entwickeln sich fortdauernd weiter — sowohl über Ankäufe (aus Buchhandlungen, Antiquitätenläden) wie auch über bezahlte oder kostenlose Abonnements, gespendet von verschiedenen Publikationen in Rumänien. Die bedeutendste Spende bis jetzt kam von der Stadtbibliothek Astra“ in Sibiu (dt. Hermannstadt). Sie umfasste Publikationen aus dem 19. Jahrhundert bis heute. Mit der Zeit wuchsen alle im Museum untergebrachten Sammlungen.

CERN (Foto: pixabay.com)
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