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Sorgen über steigende Lebensmittelpreise

Angesichts des Nahostkriegs steigen die Lebensmittelpreise in Rumänien weiter. Laut Angaben des Nationalen Statistikinstituts hat sich das Tempo der Preissteigerungen in Rumänien im März beschleunigt. Rumänien ist nach wie vor das Land mit der höchsten Inflation in der EU.

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und , 17.04.2026, 15:31

Laut Angaben des Nationalen Statistikinstituts hat sich das Tempo der Preissteigerungen in Rumänien im März beschleunigt. Rumänien ist nach wie vor das Land mit der höchsten Inflation in der EU. Die Inflationsrate stieg im März auf 9,87 %, da auch Dienstleistungen (11,05 %), Non-Food-Artikel (10,89 %) und Lebensmittel (7,67 %) teurer wurden. Dies ist der achte Monat in Folge, in dem die jährliche Inflation über 9 % liegt, nachdem sie zwischenzeitlich leicht gesunken war. Im Durchschnitt stiegen einige Preise im Vergleich zum Februar nur leicht, andere Kategorien verzeichneten jedoch deutliche Preisanstiege. Am stärksten stiegen die Kraftstoffe aufgrund des Iran-Kriegs um etwa 6,5 ​​%. Auch die Lebensmittelpreise steigen, insbesondere bei Grundnahrungsmitteln: Zucker (11 %), Milch (9 %), Geflügel (fast 8 %), Öl (über 7 %) und Käse (über 6 %).

Analysten schätzen, dass sich der Aufwärtstrend mindestens bis Mitte des Jahres fortsetzen wird. Dragoş Frumosu, Präsident des Nationalen Verbandes der Gewerkschaften der Lebensmittelindustrie, erklärte, Rumänien durchlebe eine sehr schwierige Zeit für Industrie und Verbraucher. Warum?

Dragoş Frumosu: „Weil die Preise gestiegen sind und die negativen Auswirkungen der Preiserhöhungen beide Seiten treffen – Produzenten und Verarbeiter. Der Absatz sinkt aufgrund der geringen Kaufkraft, und es entstehen Verluste. Man versucht, die Preise nicht zu erhöhen, bis sie sozusagen unter die Gewinnschwelle fallen. Sobald sie null erreichen, ist es logisch, dass man neu kalkuliert. Deshalb fallen die Preiserhöhungen für die Verbraucher unterschiedlich aus und treffen sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Wie bereits erwähnt, ist die Kaufkraft sehr gering, und die Menschen sind gezwungen, teurere Lebensmittel zu kaufen, weniger einzukaufen und – nicht zuletzt, und das bereitet mir ehrlich gesagt Sorgen – zu billigeren, aber qualitativ schlechteren Produkten zu greifen.“

Dragos Frumosu erklärte außerdem, dass sich einige Produzenten noch auf dem Markt behaupten, viele kleine und mittlere Unternehmen jedoch die Auswirkungen nicht verkraften konnten und viele von ihnen ihren Betrieb einstellen mussten. Dies bedeute auch Verluste für den Staatshaushalt, fügte er hinzu. Die rumänische Nationalbank hatte ihre Inflationsprognose für Ende 2026 von zuvor 3,7 % auf 3,9 % angehoben. Sie kündigte zudem an, dass die Inflation bis Juni höher als prognostiziert ausfallen werde, hauptsächlich aufgrund der erwarteten Auswirkungen steigender Kraftstoffpreise, die durch den erheblichen Anstieg der Öl- und Erdgaspreise im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten verursacht werden. Die Weltbank hingegen korrigierte ihre Wachstumsprognose für die rumänische Wirtschaft in diesem Jahr deutlich nach unten, von zuvor geschätzten 1,4 % auf 0,7 %.

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