Nachrichten 16.08.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 16.08.2026, 16:39
Rund 10.000 Rumänen haben am Samstag an der Zeremonie der rumänischen Seestreitkräfte an der Schwarzmeerküste teilgenommen. Anlass war der Tag der Marine. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand Constanța wo mehr als 3.500 rumänische und ausländische Soldaten an der militärischen Zeremonie und an einer Marineübung teilgenommen haben. Insgesamt waren mehr als 50 Schiffe und Boote sowie militärische und zivile Luftfahrzeuge, amphibische Schützenpanzer und Artilleriegeschütze beteiligt. Vertreten waren unter anderem die rumänischen Seestreitkräfte, die Küstenwache, die rumänische Seenotrettungsbehörde, das Generale Inspektorat für Notsituationen und der rumänische Aeroclub. Die Verbündeten waren vertreten: mit Schiffen aus der Türkei und Bulgarien, zwei spanischen F-18-Kampfjets, die im Rahmen der verstärkten NATO-Luftüberwachung eingesetzt werden, sowie einem Seeaufklärungsflugzeug vom Typ Atlantique 2 der französischen Marine. Den Abschluss der diesjährigen Feierlichkeiten bildeten ein Militärkonzert, der traditionelle Fackelmarsch der Marinesoldaten sowie eine spektakuläre Laser- und Lichtshow.
Eine Drohne, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag in den rumänischen Luftraum eingedrungen war, ist im Kreis Galați im Osten des Landes von zwei spanischen F-18-Kampfjets abgefangen und zerstört worden. Das teilte der rumänische Verteidigungsminister Radu Miruță mit. Er würdigte die spanischen Piloten sowie die rumänischen Soldaten im Kommandozentrum für den erfolgreichen Einsatz. Eine weitere Drohne war am Samstag in der Nähe der Ortschaft Plauru im Kreis Tulcea im Südosten Rumäniens entdeckt worden. Sie wurde noch am selben Tag von einem Spezialteam des rumänischen Verteidigungsministeriums kontrolliert und unter sicheren Bedingungen durch eine kontrollierte Sprengung unschädlich gemacht. Bereits am Donnerstag war eine weitere Drohne in der Nähe der Wellenbrecher von Costinești, einem Badeort an der Schwarzmeerküste, entdeckt worden. In den vergangenen Tagen wurde das rumänische Staatsgebiet praktisch von Drohnentrümmern übersät – insbesondere an der Küste und im Donaudelta. Verteidigungsminister Radu Miruță führte die Entwicklung auf die zunehmenden russischen Angriffe in der Ukraine nahe der rumänischen Grenze zurück. Gleichzeitig kündigte er eine schrittweise Erhöhung der Alarmbereitschaft an. Seit Beginn des Krieges sind in Rumänien nach Angaben des Verteidigungsministeriums rund 50 Mal Drohnen oder Drohnentrümmer entdeckt worden. Radu Miruță betonte außerdem, dass nicht nur Kampfflugzeuge, sondern auch die bodengestützte Flugabwehr erfolgreich gegen nicht autorisierte Ziele eingesetzt werden könne. Rumänien arbeitet bereits mit Hochdruck daran, seine Fähigkeiten zur Drohnenabwehr weiter auszubauen.
In Rumänien wird Diesel ab heute billiger. Das Finanzministerium hat beschlossen, die Verbrauchsteuer vorübergehend für zwei Wochen um 20 Prozent zu senken. Konkret bedeutet die Maßnahme einen Preisrückgang von rund 68 Ban pro Liter. Damit zahlen Autofahrer für eine Tankfüllung von 50 Litern rund 34 Lei – etwa 6,50 Euro – weniger. Der staatliche Eingriff erfolgt, nachdem die Preise an den Tankstellen zuletzt um mehr als 23 Prozent gestiegen waren. Gleichzeitig haben die internationalen Dieselpreise um mehr als 34 Prozent zugelegt. Von der Senkung profitieren vor allem Transportunternehmen und Landwirte. Sie sollen bei den Treibstoffkosten Einsparungen von mehreren Tausend Lei erzielen können. Die Behörden kündigten an, den Markt alle zwei Wochen zu überprüfen und die Verbrauchsteuer entsprechend der weiteren Preisentwicklung anzupassen.
Das Arbeitsministerium hat dem Präsidialamt neue Änderungsvorschläge zum Gesetz über die Bezahlung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst übermittelt. Präsident Nicușor Dan hatte dies für ein weiteres Treffen der politischen Parteichefs gefordert. Ziel ist es, möglichst eine Einigung zu erzielen, damit das Gesetz bis zum 31. August verabschiedet und in Kraft gesetzt werden kann. Dieses Datum ist im Rahmen des rumänischen Aufbau- und Resilienzplans, PNRR, als Frist festgelegt. Nach Angaben des kommissarischen Arbeitsministers Dragoș Pîslaru wurde die aktuelle Fassung insbesondere in zwei Bereichen deutlich verbessert – im Gesundheitswesen und im Bildungsbereich. Zu den Änderungsvorschlägen gehört außerdem die Gehaltstabelle für hohe Amtsträger. Pîslaru erklärte, er habe diese per E-Mail von der Abgeordnetenkammer erhalten. Sie sei zuvor von den Vorsitzenden der Fraktionen vereinbart worden. Die Regierung könne an diesem Vorschlag keine Änderungen mehr vornehmen, so der Minister weiter, da sie derzeit nur geschäftsführend im Amt sei. Von der Verabschiedung des Gesetzes über die Bezahlung im öffentlichen Dienst hängen EU-Mittel in Höhe von 770 Millionen Euro für Rumänien ab.
Rumänien hat offiziell Zahlungsantrag den fünften im Rahmen des nationalen Aufbau- und Resilienzplans PNRR eingereicht. Das teilte der Minister für Investitionen und europäische Projekte, Dragoș Pîslaru, mit. Der Antrag hat ein Gesamtvolumen von 2,84 Milliarden Euro. Er umfasst insgesamt 75 Reform- und Investitionsziele – darunter 21 Reformen und 54 Investitionen. Davon entfallen netto 1,65 Milliarden Euro auf nicht rückzahlbare EU-Mittel, also Zuschüsse. Weitere 433 Millionen Euro sind im Darlehensteil vorgesehen. Es handelt sich um den vorletzten Zahlungsantrag im Rahmen des PNRR. Mit der Einreichung erreicht Rumänien bei den Zuschüssen eine Abrufquote von 78 Prozent. Der rumänische Aufbau- und Resilienzplan ist insgesamt mit 21,41 Milliarden Euro ausgestattet. Davon sind 13,57 Milliarden Euro als Zuschüsse und 7,84 Milliarden Euro als Darlehen vorgesehen.
Der Film „Nu e locul tău aici“ („You Don’t Belong Here“) des rumänischen Regisseurs Florin Șerban hat am Samstag beim 79. Internationalen Filmfestival von Locarno in der Schweiz den Hauptpreis, den Goldenen Leoparden, gewonnen. Der Film erhielt außerdem eine besondere Auszeichnung für die schauspielerische Leistung des jungen Darstellers Teodor Butănescu. Die Jury lobte die „Kraft seiner Erzählweise, die Einzigartigkeit seiner Vision und die außergewöhnliche Meisterschaft seiner filmischen Sprache“. Die Nachrichtenagentur France Presse bezeichnete Șerban als eine bedeutende Figur der neuen rumänischen Filmwelle. Sein Film schildert in düsteren Bildern die Beziehung zwischen einem Vater und seinem jugendlichen Sohn. „Du gehörst nicht hierher“ erzählt die Geschichte eines Arztes, der zutiefst erschüttert ist, als er erfährt, dass die Polizei seinen Sohn des Mordes an einem älteren Roma-Mann verdächtigt. Der Arzt hat seinen Sohn allein großgezogen. Er entdeckt, dass der Jugendliche nachts ein völlig anderes Leben führt: Mit dem Fahrrad fährt er durch die Stadt und zieht gemeinsam mit einer Bande maskierter Selbstjustizler los, um Autos zu beschädigen. „Du gehörst nicht hierher“ soll im November auch in Rumänien gezeigt werden. Florin Șerban studierte zunächst Philosophie und Journalismus und anschließend Regie an der Columbia University. Sein erster Spielfilm, „Eu cand vreau sa fluier, fluier“, wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet – darunter 2010 mit dem Silbernen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin.
In Rumänien ist es in weiten Teilen des Landes warm, im Westen örtlich sogar sehr heiß. Dort nimmt auch die Hitzebelastung zu. Vereinzelt erreicht der Temperatur-Feuchte-Index, der sogenannte ITU, den kritischen Wert von 80 Einheiten. Der Himmel ist überwiegend klar, zeitweise gibt es Wolkenbildung in den Bergen und im Südosten des Landes. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 25 und 35 Grad Celsius. Zur Mittagszeit wurden in Bukarest 25 Grad Celsius gemessen.