Nachrichten 28.10.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom und Sorin Georgescu, 28.10.2026, 17:00
Republik Moldau: Die Republik Moldau und das benachbarte Rumänien wollen gemeinsame Infrastruktur- und Energieprojekte schneller voranbringen und ihre Wirtschaftsbeziehungen ausbauen. Das erklärten die Ministerpräsidenten Vasile Tofan und Luca Niculescu bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Chișinău. Für Niculescu war es der erste offizielle Auslandsbesuch seit seinem Amtsantritt. Er betonte, damit bekräftige Bukarest sein Engagement für engere Beziehungen zur Republik Moldau.
Sabotage: Die russische Botschaft in Bukarest hat die Vorwürfe der rumänischen Behörden zurückgewiesen, Moskau sei an einem Sabotageakt beteiligt gewesen, der am 14. September einen Brand auf dem Gelände eines Rüstungsbetriebs in Brașov (Kronstadt) ausgelöst hatte. Der Betrieb gehört zum staatlichen Rüstungskonzern Romarm. Die Botschaft erklärte, es seien keine Beweise für eine Beteiligung Russlands vorgelegt worden.
Der russische Botschafter Wladimir Lipaew war am Dienstag ins rumänische Außenministerium einbestellt worden. Die rumänische Seite verurteilte dort eine mögliche Beteiligung Russlands an dem Vorfall. Zuvor hatten die Staatsanwaltschaft für Terrorismus- und organisierte Kriminalität DIICOT und der Inlandsgeheimdienst SRI mitgeteilt, sie hätten die Aktivitäten von drei ausländischen Staatsangehörigen dokumentiert: zwei Belarussen und einem Ukrainer, die in EU-Mitgliedstaaten leben. Sie sollen einem von Russland aus gesteuerten Sabotagenetzwerk angehören und an der Explosion in Brașov beteiligt gewesen sein.
Zugleich bezeichnete Botschafter Lipaew Versuche, Russland für Zwischenfälle mit Handelsschiffen im Schwarzen Meer verantwortlich zu machen, als Ausdruck „politischen Zynismus und Heuchelei“. Das rumänische Außenministerium verurteilte dagegen die systematischen Angriffe, bei denen Menschen ums Leben gekommen seien. Sie verstießen gegen das Völkerrecht, gefährdeten die Sicherheit und die Freiheit der Schifffahrt und verschärften die Sicherheitslage im Schwarzmeerraum.
Verteidigung im Schwarzen Meer: Die Verteidigungsminister und Generalstabschefs Rumäniens, Bulgariens und der Türkei treffen sich in Sofia, um über die Sicherheit und Verteidigung im Schwarzmeerraum zu beraten. Ziel ist eine gemeinsame Strategie. Das trilaterale Treffen war Mitte Oktober angekündigt worden.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hatte die NATO in der vergangenen Woche angekündigt, mehr Seeaufklärungsflugzeuge, Radarsysteme und Drohnen im Schwarzen Meer einzusetzen. Anlass ist eine Reihe von Drohnenangriffen auf Schiffe in der Region im Zusammenhang mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine. In den vergangenen zehn Tagen wurden vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens mindestens fünf Frachtschiffe getroffen. 23 Seeleute gelten als vermisst oder sind ums Leben gekommen.
Radarsysteme: Das rumänische Verteidigungsministerium erhält vom französischen Rüstungskonzern Thales vier mobile Radarsysteme im Wert von mehr als 65 Millionen Euro. Sie sollen sowohl den militärischen als auch den zivilen Luftraum überwachen und bei Anflug und Landung eingesetzt werden.
Die Lieferung nach Rumänien erfolgt schrittweise innerhalb der kommenden vier Jahre. Der Kauf gehört zu den Rüstungsprogrammen zur Modernisierung der rumänischen Luftwaffe und soll ihre Einsatzfähigkeit auch im Rahmen von NATO-Missionen verbessern, teilte das Verteidigungsministerium mit.
Klimawandel: Die EU-Mitgliedstaaten sollen nationale Strategien zur Anpassung an den Klimawandel ausarbeiten. Grundlage ist eine neue Rahmenregelung für Klimaresilienz, die die Europäische Kommission verabschiedet hat. Sie geht davon aus, dass die weltweiten Temperaturen gegenüber dem vorindustriellen Niveau bis 2050 um zwei Grad und bis 2100 um drei Grad steigen könnten.
Erstmals sollen die Mitgliedstaaten ausdrücklich für vorbeugende Maßnahmen verantwortlich sein. Die nationalen Pläne müssen verschiedene Wirtschaftsbereiche berücksichtigen. Ihre Umsetzung soll im Rahmen des Europäischen Semesters überwacht werden. Damit soll die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels stärker in der Wirtschafts- und Finanzpolitik verankert werden und nicht allein als Umweltaufgabe gelten.
Zusätzliche Finanzmittel sieht der neue Rahmen nicht vor. Die Kommission hatte bereits vorgeschlagen, im nächsten mehrjährigen EU-Haushalt für 2028 bis 2034 insgesamt 35 Prozent der Ausgaben für Klimaschutz und Biodiversität vorzusehen. Dazu gehört auch die Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels.
Wetter: Am Mittwoch bleibt es im Osten und Süden Rumäniens kalt und bewölkt. Im übrigen Land steigen die Temperaturen gegenüber dem Vortag. Im Süden, Osten und Zentrum sind außerdem leichte Regenschauer möglich. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 10 und 18 Grad.
In Bukarest wurden gegen Mittag 12 Grad gemessen.