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Wahlfinale George Simion – Nicușor Dan

Die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen in Rumänien am 18. Mai wird zwischen dem Souveränisten George Simion und dem pro-europäischen Nicușor Dan ausgetragen

Foto: roaep.ro
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und , 05.05.2025, 19:49

In Rumänien, das zwischen der extremen Rechten und den Europabefürwortern gespalten ist, fanden am Sonntag Präsidentschaftswahlen statt, nachdem die vorangegangene Wahl im Dezember vom Verfassungsgericht wegen des Vorwurfs der ausländischen Einmischung in den Wahlprozess für ungültig erklärt worden war. Im Rennen um das höchste Amt im Staat traten 11 Kandidaten an, vier davon waren Unabhängige. Die rumänischen Wähler schickten zwei Kandidaten mit unterschiedlichen Visionen in die zweite Runde, die am 18. Mai stattfinden wird.

 

Der Souveränist George Simion, Vorsitzender der populistischen AUR, einer relativ neuen Partei, die derzeit in der Opposition ist, hob sich deutlich von seinen Konkurrenten ab und erhielt über 40 % der Stimmen, womit er sich in der überwiegenden Mehrheit der Bezirke des Landes durchsetzte. Er ist für seine nationalistische Vision bekannt und tritt für ein Europa souveräner Nationen ein, wobei er sich für den Schutz der rumänischen Interessen innerhalb des Gemeinschaftsblocks einsetzt. Mit seinem Wahlprogramm, in dem er unter anderem verspricht, sich für die Rechte der Rumänen im Land und außerhalb der Europäischen Union einzusetzen, hat er viele Anhänger gewonnen.

 

Nach Schließung der Wahllokale beglückwünschte George Simion seine Wähler, die er als „Gewinner“ bezeichnete. „Es war mehr als eine Wahl, es war ein Akt des Mutes, des Vertrauens und der Solidarität. Ich bin ihnen dankbar und versichere ihnen, dass ihr Vertrauen nicht enttäuscht werden wird. Dies ist nicht nur ein Wahlsieg, es ist ein Sieg der rumänischen Würde, es ist der Sieg derjenigen, die die Hoffnung nicht verloren haben, derjenigen, die noch an Rumänien glauben, ein freies, respektiertes und souveränes Land“, sagte Simion.

 

An zweiter Stelle, mit über 20 Prozent, lag der Bürgermeister von Bukarest, Nicuşor Dan. In seiner zweiten Amtszeit in der Hauptstadt ging er als Unabhängiger ins Rennen, wird aber von der USR (in der Opposition), aber auch von anderen Parteien unterstützt. Der Mathematiker und ehemalige Bürgeraktivist sieht sich selbst als Anhänger der europäischen Werte und des Bündnisses mit der NATO und legt Wert auf Ehrlichkeit und Kompetenz. Zu seinen Wahlversprechen gehört die Reform der staatlichen Institutionen. „Es wird eine schwierige zweite Runde mit dem isolationistischen Kandidaten geben“, sagte Nicușor Dan, nachdem er erfahren hatte, dass er ins Finale der Präsidentschaftswahlen gekommen war. „Es wird keine Debatte zwischen Einzelpersonen sein, sondern zwischen einer pro-westlichen und einer anti-westlichen Ausrichtung Rumäniens, das wird das Thema der zweiten Runde sein. Ich rufe alle Rumänen auf, sich an diesem Kampf zu beteiligen. Ich bin optimistisch, dass wir ihn gewinnen werden, dass Rumänien seine westliche Ausrichtung beibehalten wird und ich habe die Hoffnung, dass dieses Land mit all seinen Ressourcen in einigen Jahren den Platz einnehmen wird, den es verdient“, erklärte der Bürgermeister der Hauptstadt.

 

Crin Antonescu, der gemeinsame Kandidat der derzeitigen Regierungskoalition aus PSD, PNL und UDMR, der den dritten Platz belegte, räumte nach einem engen Kampf mit Nicușor Dan, dem ehemaligen liberalen Regierungschef, seine Niederlage ein. Bloomberg stellt fest, dass das Ausscheiden von Crin Antonescu der zweite Schlag für die Regierungsparteien war und die Regierung von Premierminister Marcel Ciolacu in eine noch schwächere Position bringt.

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