RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

EU nimmt jährliches Erweiterungspaket an

Die Dynamik für die EU-Erweiterung steht ganz oben auf der Prioritätenagenda, der Beitritt neuer Mitgliedstaaten ist zunehmend in Reichweite, so Brüssel. Laut der Europäischen Kommission habe die Republik Moldau im letzten Jahr von allen Beitrittskandidaten die Reformen am schnellsten umgesetzt.

Steagul european (Photo by Alexey Larionov on Unsplash)
Steagul european (Photo by Alexey Larionov on Unsplash)

, 05.11.2025, 18:32

Die Europäische Kommission hat am Dienstag ihr jährliches Erweiterungspaket angenommen, mit einer umfassenden Bewertung der Fortschritte in den Ländern des Westbalkans, Türkei, Republik  Moldau, der Ukraine und Georgien. Die Dynamik für die EU-Erweiterung steht ganz oben auf der Prioritätenagenda, der Beitritt neuer Mitgliedstaaten ist zunehmend in Reichweite, so Brüssel. Laut der Europäischen Kommission hat die Republik Moldau im letzten Jahr von allen Beitrittskandidaten die Reformen am schnellsten umgesetzt.

 

 

Der Termin für den Abschluss der Verhandlungen über den Beitritt zur Europäischen Union bleibt 2028, und die Kommission schlägt einen Mechanismus vor, um die Blockade Ungarns im Rat zu überwinden. Budapest äußert sich gegen den Beitritt der Ukraine und blockiert auch die Republik Moldau, da beide Länder zusammen behandelt werden, aber die Kommission zeigt keine Anzeichen dafür, dass sie sie trennen möchte, um kein negatives Signal an die Ukraine zu senden. Die EU-Kommissarin für Erweiterung Marta Kos erklärte, dass die EU-Exekutive mit den Mitgliedstaaten im Rat über einen Kompromiss in Bezug auf die beiden Staaten diskutiert. „Die Reformen können mit unserer Unterstützung durchgeführt werden, und wir warten auf ein Mandat, um die Arbeit in den Arbeitsgruppen fortzusetzen. Wir brauchen die Position der Mitgliedstaaten, um die Ziele und Meilensteine zu kennen, und ich hoffe, dass wir diese erhalten werden, aber die gemeinsame Arbeit und die Reformen können fortgesetzt werden“, betonte Marta Kos.

 

 

Was Georgien betrifft, so sagt die Kommission, dass es aufgrund der Maßnahmen der Behörden in Tiflis nur noch auf dem Papier den Status eines Kandidatenlandes hat. „Die georgische Regierung bringt ihre Bürger nicht näher an die Union heran, sondern entfernt sie von ihr. Wenn diese Regierung es ernst meinen würde und auf die Menschen hören würde, würde sie Oppositionsführer oder Journalisten, die anders denken, nicht ins Gefängnis stecken“, sagte die EU-Kommissarin für Erweiterung. In einer Pattsituation befindet sich auch die Türkei, mit der die EU vor einigen Jahren die Verhandlungen eingefroren hat. Auch Kosovo strebt eine Kandidatur an, ist jedoch in die Krise mit Serbien verwickelt. Ein weiteres Hindernis für Kosovo ist die Nichtanerkennung als Staat durch einige EU-Länder.

 

 

Albanien und Montenegro hätten laut der Europäischen Kommission hingegen erhebliche Fortschritte erzielt, während Nordmazedonien die Rechtsstaatlichkeit durch eine Gewährleistung der Unabhängigkeit der Justiz und eine stärkere Korruptionsbekämpfung intensivieren muss. In Bosnien und Herzegowina haben die politische Krise in der Entität Republika Srpska und das Ende der Regierungskoalition die Fortschritte auf dem Weg zum EU-Beitritt untergraben. Das Außenministerium in Bukarest begrüßte insbesondere die Bekräftigung der Europäischen Kommission, dass die Erweiterung ein wichtiges geopolitisches Instrument ist, das zu gemeinsamer Sicherheit und Wohlstand beiträgt und Europa auf der Grundlage gemeinsamer Werte und Identität vereint.

Vizepremierministerin Oana Gheorghiu (Fotoquelle: gov.ro)
RRI Aktuell Donnerstag, 02 April 2026

Vizepremier Oana Gheorghiu: „Rumäniens Wirtschaftsmodell muss reformiert werden“

Rumänien hat in den vergangenen 20 Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Doch das bisherige Wachstumsmodell stößt an seine Grenzen. Es basiert...

Vizepremier Oana Gheorghiu: „Rumäniens Wirtschaftsmodell muss reformiert werden“
Moldauischer Premier Alexandru Munteanu (l. i. B.) mit Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan im Präsidentenpalast Cotroceni (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Mittwoch, 01 April 2026

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs

Bei dem Treffen mit Präsident Nicușor Dan am Dienstag betonte Munteanu, dass die Republik Moldau dauerhaft auf Rumäniens Hilfe bauen könne –...

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs
Roxana Mînzatu şi Nicuşor Dan (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Dienstag, 31 März 2026

Zwei EU-Kommissare in Bukarest

Das erklärte Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan in einem Facebook-Beitrag nach seinem Treffen am Montag in Bukarest mit der...

Zwei EU-Kommissare in Bukarest
Regierungsgebäude in Bukarest (Fotoquelle: gov.ro)
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition

Mit einer noch nie zuvor dagewesenen Verzögerung von nahezu drei Monaten hat die rumänische Regierung gegen Ende März den Haushalt für das...

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Haushalt in Kraft getreten

Das Verfassungsgericht hat die Klagen einstimmig abgewiesen und mitgeteilt, es habe keine Unregelmäßigkeiten im Gesetzgebungsverfahren...

Haushalt in Kraft getreten
RRI Aktuell Donnerstag, 26 März 2026

Femizid-Gesetz verabschiedet

In den vergangenen Jahren ist in Rumänien die Zahl der bekannt gewordenen Femizidfälle besorgniserregend gestiegen. Statistiken zufolge wurde im...

Femizid-Gesetz verabschiedet
RRI Aktuell Mittwoch, 25 März 2026

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung

Rund 1 000 Beschäftigte des Energiekomplexes Oltenia im Südwesten Rumäniens haben am Dienstag vor dem Regierungssitz in Bukarest demonstriert....

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung
RRI Aktuell Dienstag, 24 März 2026

Sicherheitslage: Rumänien untersucht militärische Mobilität

Die Abgeordnetenkammer in Bukarest hat sich mit einem Vorschlag des Europäischen Parlaments zur militärischen Mobilität befasst. Ziel ist es, den...

Sicherheitslage: Rumänien untersucht militärische Mobilität

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company