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Rumänien verhängt Sanktionen gegen Lukoil

Der russische Ölkonzern Lukoil steht kurz vor dem Verschwinden vom rumänischen Markt.

Foto:  jp26jp / pixabay.com
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und , 12.11.2025, 12:13

Rumänien wird die internationalen Wirtschaftssanktionen gegen den russischen Ölkonzern Lukoil konsequent durchsetzen und keine Verlängerung der von den US-Behörden gesetzten Frist vom 21. November beantragen, um die Vermögenswerte des Unternehmens einzufrieren und die Geschäftsbeziehungen zu beenden. Dies gab Energieminister Bogdan Ivan in Bukarest bekannt. Er erklärte, die rumänischen Behörden arbeiteten an dem notwendigen Rechtsrahmen, der die Verhängung von Sanktionen, aber auch den Fortbestand der Raffinerieaktivitäten von Petrotel Ploiești (im Besitz russischer Unternehmen), den Vertrieb von Erdölprodukten und den Erhalt der Arbeitsplätze der 5.000 Mitarbeiter gewährleisten solle.

Rumänien muss schnellstmöglich die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen, um die Umsetzung dieser Maßnahmen zu gewährleisten. Minister Bogdan Ivan erklärte: „Es ist selbstverständlich, dass wir durch unser Handeln nicht länger indirekt die Russische Föderation finanzieren, die diesen illegitimen Krieg in der Ukraine führt. Wir haben bereits offizielle Gespräche mit Vertretern des Unternehmens sowie mit potenziellen Käufern der Vermögenswerte und Geschäftsbereiche in Rumänien und der Republik Moldau geführt, die ihr Interesse an einer Übernahme bekundet haben. Es wird gewisse Unannehmlichkeiten geben, da Lukoil kein Interesse am Verkauf dieser Vermögenswerte hat. Sobald jedoch bestimmte Regeln festgelegt sind, werden wir diese konsequent durchsetzen.“

Die Ankündigung der rumänischen Behörden erfolgte, nachdem das Nachbarland Bulgarien bereits letzte Woche beschlossen hatte, die Kontrolle über die Vermögenswerte von Lukoil zu übernehmen und sich mitten im Verfahren zur Einsetzung von Sonderverwaltern befindet. Der Vizepräsident des Verbandes der bulgarischen Brennstoffhändler, -produzenten und -importeure, Dimitar Hadjidimitrov, forderte jedoch eine sechsmonatige Verschiebung der Sanktionen gegen Lukoil für sein Land. Seiner Ansicht nach ist es unwahrscheinlich, dass eine Lösung für den Verkauf der Raffinerie in Burgas (am Schwarzen Meer) gefunden wird, da auch Lukoil der Transaktion zustimmen muss. „Das größte Unternehmen des Landes, selbst wenn es in russischem Besitz ist, kann nicht sich selbst überlassen werden“, sagte Hadjidimitrov.

Anfang des Monats erklärte auch der Präsident des rumänischen Wettbewerbsrats, Bogdan Chirițoiu, dass seine Institution keine Mitteilung der Russen bezüglich des Verkaufs der Vermögenswerte erhalten habe. Er erläuterte, dass Meldungen an die Kommission zur Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen (FDIRC) erfolgen, wenn die Transaktion 2 Millionen Euro übersteigt, während der Wettbewerbsrat eingeschaltet wird, wenn der Umsatz der beteiligten Parteien im Vorjahr 4 Millionen Euro überstieg. In Rumänien gibt es neben der Petrotel-Lukoil-Raffinerie auch ein Vertriebsnetz mit rund 320 Tankstellen. Lukoil verfügt über mehr als 5.300 Tankstellen in Dutzenden von Ländern weltweit sowie über Raffinerien in Europa. Ihre Gesamtproduktion erreichte im vergangenen Jahr 13,5 Millionen Tonnen bzw. rund 270.000 Barrel pro Tag.

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