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OECD-Bericht zu Rumänien

In Bukarest wurde der OECD-Wirtschaftsbericht zu Rumänien vorgestellt. Dieser enthält Empfehlungen für Finanz- und Haushaltsreformen, für den Arbeitsmarkt und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.

Foto: geralt / pixabay.com
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und , 17.03.2026, 17:20

Die alle zwei Jahre erscheinenden OECD-Wirtschaftsberichte bieten regelmäßige Analysen der Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten sowie von Partner- und Beitrittskandidaten. Rumänien nahm im Januar 2022 Beitrittsverhandlungen auf, begann mit der Überprüfung seiner Politik und Praxis anhand der OECD-Standards in nahezu allen Bereichen der öffentlichen Politik und hat dank der gemeinsamen Anstrengungen der beteiligten Institutionen wichtige Schritte in diesem Beitrittsprozess unternommen. Knapp zwei Jahrzehnte nach zwei entscheidenden Ereignissen – dem Beitritt zur EU und zur NATO – strebt Rumänien in diesem Jahr ein neues Ziel an: den OECD-Beitritt. Dies betonte Premierminister Ilie Bolojan bei der Vorstellung der Ausgabe 2026 des Wirtschaftsberichts der zwischenstaatlichen Organisation mit 38 Mitgliedsländern, die 1961 zur Förderung des wirtschaftlichen Fortschritts gegründet wurde.

Die Einladung Rumäniens zum OECD-Beitritt könnte noch im Juni, vor der Ratssitzung, versandt werden, erklärte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann in Bukarest. Er betonte, Rumänien habe in den letzten Jahrzehnten ein starkes Wachstum verzeichnet und im Hinblick auf die Konvergenz zu den OECD-Standards für Einkommen und Lebensstandard sehr gute Ergebnisse erzielt. Der am Montag veröffentlichte Wirtschaftsbericht bietet eine ausgewogene und nützliche Momentaufnahme der makroökonomischen und strukturellen Politik, einschließlich der Empfehlungen der Organisation zu Makroökonomie, Arbeitsmarkt, Stärkung der Klimaresilienz und Wettbewerbsfähigkeit. Das Dokument zeigt, dass sich Rumäniens öffentliche Finanzen deutlich verschlechtert haben, was die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen gefährdet. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt die OECD eine Steigerung der Effizienz der öffentlichen Ausgaben sowie eine Verbreiterung der Steuerbasis.

Der Bericht würdigt zudem die jüngste Rentenreform, insbesondere die Anhebung des Renteneintrittsalters für Frauen, die Begrenzung von Sonderrenten und die Einführung neuer Indexierungsregeln, als positiven Schritt zur Verbesserung der Tragfähigkeit des Rentensystems und zur Förderung der Erwerbsbeteiligung. Gleichzeitig steht Rumänien unter zunehmendem Druck, die Ausgaben für Gesundheit, Bildung, Sozialhilfe und Innovation zu erhöhen, um inklusives Wachstum zu fördern. Umwelt- und Grundsteuern werden weiterhin nicht ausreichend genutzt und sollten gestärkt werden, während die jüngste Senkung der Steuerfreigrenze für Kleinstunternehmen ein begrüßenswerter Schritt ist.

Der Bericht hebt zudem hervor, dass der Klimawandel die Wirtschaftstätigkeit und das soziale Wohlergehen in Rumänien zunehmend belastet. In diesem Zusammenhang ist die Beschleunigung von Anpassungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Verbesserung des Hochwasserschutzes, unerlässlich, um gefährdete Bevölkerungsgruppen und lebenswichtige Infrastrukturen zu schützen. Andererseits hat Rumänien in den letzten Jahrzehnten bedeutende Fortschritte bei der Integration in den globalen Markt erzielt. Um diese Dynamik aufrechtzuerhalten, muss das Land anhaltende strukturelle Herausforderungen – insbesondere in den Bereichen Innovation, Digitalisierung, Bildung und Unternehmensdynamik – angehen, die seine Produktivität und sein wirtschaftliches Potenzial weiterhin einschränken.

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