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Afghanistan-Konflikt: Rumänien tauscht Infanterie-Bataillon aus

Infolge der vom Weißen Haus angekündigten Intensivierung der Militärkampagne gegen die Taliban hat Bukarest sein in Afghanistan stationiertes Truppenkontingent ausgewechselt.

Afghanistan-Konflikt: Rumänien tauscht Infanterie-Bataillon aus
Afghanistan-Konflikt: Rumänien tauscht Infanterie-Bataillon aus

, 23.08.2017, 15:27

Ein rumänisches Infanterie-Bataillon ist zu einer sechsmonatigen Mission nach Afghanistan aufgebrochen. Die Schutztruppe Brave Hearts“ aus dem ostrumänischen Focşani ersetzt damit das Bataillon 151, die Schwarzen Wölfe“ aus Iaşi, das bislang an der NATO-Mission Resolute Support beteiligt war. Die gut 600 rumänischen Soldaten aus dem neuen Kontingent sollen vor allem für die Sicherheit am Stützpunkt in Kandahar sorgen – gemeinsam mit anderen Militärs aus der internationalen Koalition und der afghanischen Armee sowie mit afghanischen Polizeibehörden werden sie überwiegend auf Streife gehen. Außerdem werden die rumänischen Truppen auch für die Sicherheit am größten Flughafen im Süden des Landes zuständig sein.



Unterdessen gilt die Region nach wie vor als unsicher. Der jüngste Zwischenfall, bei dem auch ein rumänischer Soldat verletzt wurde, fand vor zwei Wochen statt. Laut ofiziellen Angaben aus dem Verteidigungsministerium in Bukarest sind seit 2001 25 rumänische Militärs bei Missionen in Afghanistan ums Leben gekommen. Weitere gut 100 Militärs wurden an diesem Kriegsschauplatz verletzt.



Anfang dieser Woche hatte US-Präsident Donald Trump die Intensivierung der Militärkampagne gegen die Taliban angekündigt – vor diesem Hintergrund beschloss Bukarest den Austausch des agierenden Kontingents. Das Weiße Haus schließe einen Abzug der Truppen aus Afghanistan aus. Man sei der festen Überzeugung, dass ein schneller Rückzug ein Machtvakuum schaffen würden, von dem Terroristen der El Kaida“ und des selbst ernannten Islamischen Staates“ profitieren könnten, so Trump. Das Pentagon soll in Kürze über die Aufstockung des Afghanistan-Kontingents entscheiden, inzwischen arbeitet es weiter an seinem Einsatzplan, erklärte US-Verteidigungssekretär James Mattis. Trump habe Mattis gestattet, rund 4000 US-Militärs in den Afghanistan zu entsenden, verlautete es aus mehreren offiziellen Quellen. Das bestehende Truppenkontingent der USA umfasst etwa 8400 Soldaten.



Rumänien hat derweil neben weiteren NATO-Alliierten die Ankündigung des amerikanischen Staatschefs begrüßt. Auch Bukarest, der viertgrößte Missionsteilnehmer des Nordatlantischen Bündnisses, könnte sein Aufgebot im Rahmen der Resolute Support – Mission aufstocken, erklärte Rumäniens Verteidigungsminister Adrian Ţuţuianu.



Der Afghanistan-Konflikt ist der längste in der modernen Geschichte der Vereinigten Staaten, den Anlass dazu lieferten die Anschläge der El-Kaida vom 11. September 2001. Der damalige Anführer des Terrornetzwerks, Osama Bin Laden, wurde vom Taliban-Regime in Afghanistan beschützt. Den amerikanischen Streitkräften gelang ein rascher Sieg über die Taliban, allerdings lösten die Besiegten einen Aufstand aus, der in letzter Zeit immer mehr an Boden gewinnt. Die NATO-Mission in Afghanistan ist seit Ende 2014 offiziell beendet, die etwa 13.500 dort stationierten Militärs, ein Großteil davon Amerikaner, tragen zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte bei.

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