RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Die Beziehungen zwischen der EU und Russland bleiben gespannt

Ein Jahr nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland bleiben die Beziehungen zwischen Brüssel und Moskau weiterhin gespannt.

Die Beziehungen zwischen der EU und Russland bleiben gespannt
Die Beziehungen zwischen der EU und Russland bleiben gespannt

, 11.06.2015, 14:19

Der sozialdemokratische EU-Abgeordnete Ioan Mircea Paşcu, ehemaliger Verteidigungsminister im rumänischen Regierungskabinett, das vor 10 Jahren die Aufnahme Rumäniens in die NATO erreicht hatte, präsentierte am Mittwoch vor dem Plenum des EU-Parlaments eine Resolution betreffend die Sicherheit im Schwarzmeerraum nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland. Das Dokument verurteilt kategorisch die Eingriffe Moskaus auch in anderen Zonen des ex-sowjetischen Raumes. Ein Vierteljahrhundert nach dem Auseinandergehen der Sowjetunion scheinen die Russen, sich von ihren ehemaligen Territorien nicht trennen zu können. Die illegale Annexion der Krim, die Destabilisierung der Ostukraine und die Situation in den abtrünnigen prorussischen Provinzen Abchasien und Südossetien sind ein Anzeichen dafür, dass Russland den Schwarzmeerraum kontrollieren will. Die Halbinsel Krim sei eine Art Kaliningrad im Süden, das eine mögliche Expansion unterstützen sollte, so Ioan Mircea Paşcu. Der rumänische Europaabgeordnete Victor Boştinaru, ebenfalls Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Europas, verurteilte seinerseits den Appetit Russlands auf neue Territorien:



„Ich möchte auf die Strategie Russlands aufmerksam machen, wodurch schrittweise benachbarte Territorien schrittweise annektiert werden sollten. Man beginnt mit interethnischen Konflikten, die zu eingefrorenen Konflikten und später zu einer direkten Besetzung von Territorien führen, wie in Südossetien, Abchasien und in der Krim der Fall war. Und nicht zuletzt erinnere ich an die massive Präsenz Russlands im Rahmen eines breiten Cyberkriegs, der von der EU und der NATO als solcher identifiziert wurde.”



Die rumänische Europaabgeordnete Norica Nicolai (von der National-Liberalen Partei) warnte, dass die russiche militärische Präsenz in Transnistrien (im Osten der Republik Moldau) und die Eskalierung des Konflikts in der Ukraine einen Vormarsch der russischen Truppen bis zu den Donau-Mündungen ermöglichen könnte:



Bald werden wir russiche Truppen in der Nähe der Donau-Mündungen haben, was zu einem gro‎ßen Problem für die Sicherheit der Europäischen Union darstellen wird. Die EU würde eine sehr lange Grenze mit Russland haben. Erstens sollten wir versuchen, signifikante Schritte zu unternehmen, vor allem auf diplomatischen Wegen, um eine Eskalierung des Konflikts vorzubeugen.”



Der EU-Abgeordnete Daniel Buda (von der Europäischen Volkpartei) sagte, man sollte mit aller Verantwortung die Möglichkeit einer Lieferung von Verteidigungsmitteln an die Ukraine in Erwägung ziehen, denn nur die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine könne den Frieden und die Sicherheit in der Region garantieren. Ungeachtet ihrer politischen Couleur scheinen die rumänischen Europaabgeordneten derselben Ansicht zu sein. Eine mögliche Erklärung dafür wären die nicht weniger als 12 russischen Invasionen, die die Rumänen in den letzten drei Jahrhunderten erlitten haben.



Die Europaabgeordneten bestätigten ihre kritische Position gegenüber Russland und forderten angesichts der russischen Ukraine-Politik eine kritische Neubewertung der EU-Beziehungen zu Russland. Sie forderten die Europäische Kommission auf, wirksame Ma‎ßnahmen und finanzielle Unterstützung zur Bekämpfung der russischen Propaganda und Desinformation innerhalb und au‎ßerhalb der Europäischen Union zu treffen. Die EU-Staaten sollten schnellstmöglich einen «Soft-Power-Notfallplan aufstellen, um der aggressiven und spaltenden Politik Russlands zu begegnen», hie‎ß es in einer Entschlie‎ßung, die das EU-Parlament am Mittwoch in Stra‎ßburg mit 494 Ja- bei 135 Gegenstimmen verabschiedete.

foto: pixabay.com@
RRI Aktuell Freitag, 24 April 2026

Gesetz gegen Femizid verkündet

Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat das Gesetz zur Prävention und Bekämpfung von Femizid verkündet. Er bezeichnet es als notwendige...

Gesetz gegen Femizid verkündet
Președintele României, Nicușor Dan (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Donnerstag, 23 April 2026

Politische Krise in Bukarest: Präsident Dan sucht nach Ausweg aus Regierungsblockade

In Bukarest haben Präsident Nicușor Dan und die pro-europäischen Parteien über einen Ausweg aus der Regierungskrise beraten. An den Gesprächen...

Politische Krise in Bukarest: Präsident Dan sucht nach Ausweg aus Regierungsblockade
Шлем из Коцофенешть и браслеты
RRI Aktuell Mittwoch, 22 April 2026

Der gestohlene Helm und die Armbänder sind zurück

Der Helm aus Coţofeneşti und zwei goldene dakische Armbänder, die nach ihrem Diebstahl aus dem Drents Museum in den Niederlanden wiedergefunden...

Der gestohlene Helm und die Armbänder sind zurück
Ministrul Energiei, Bogdan-Gruia Ivan
RRI Aktuell Montag, 20 April 2026

Rumänien könnte zum regionalen Zentrum für Kernenergie werden

Rumänien könnte sich in den kommenden Jahren zum größten Zentrum für Kernenergie in der Region entwickeln. Dies erklärte der zuständige...

Rumänien könnte zum regionalen Zentrum für Kernenergie werden
RRI Aktuell Montag, 20 April 2026

Rumänien beim Pariser Buchfestival

Rumänien nahm am wichtigsten internationalen Buchfestival in der französischen Hauptstadt teil, das unter der imposanten Kuppel des Grand Palais,...

Rumänien beim Pariser Buchfestival
RRI Aktuell Freitag, 17 April 2026

Sorgen über steigende Lebensmittelpreise

Laut Angaben des Nationalen Statistikinstituts hat sich das Tempo der Preissteigerungen in Rumänien im März beschleunigt. Rumänien ist nach wie...

Sorgen über steigende Lebensmittelpreise
RRI Aktuell Mittwoch, 15 April 2026

Inflation steigt in Rumänien

Obwohl es der Regierung in Bukarest gelungen ist, das Haushaltsdefizit – nach wie vor das größte in der Europäischen Union – auch durch...

Inflation steigt in Rumänien
RRI Aktuell Mittwoch, 15 April 2026

Umfragen und Stimmungslage

Fast 40 % der Rumänen glauben, dass das aktuelle politische System so mangelhaft ist, dass es unbedingt ersetzt werden muss. Laut einer Umfrage der...

Umfragen und Stimmungslage

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company