RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Die Rumänen und der europäische Arbeitsmarkt

Die rumänischen Arbeitnehmer sind im allgemeinen ein Vorteil für die Wirtschaft der Länder, in denen sie arbeiten, steht in einem Bericht der EU-Kommission.

Die Rumänen und der europäische Arbeitsmarkt
Die Rumänen und der europäische Arbeitsmarkt

, 14.10.2013, 14:12

Die Unkenrufe aus Berlin und anderen deutschen Städten, laut denen Einwanderer aus ärmeren EU-Staaten nur einreisen, um Sozialleistungen zu bekommen, haben keine reale Basis, weil in der Regel die Rumänen und die Bulgaren das Sozialschutzsystem in Deutschland nicht ausnutzen. Ein Bericht der Europäischen Kommission, der vom Sender Deutsche Welle zitiert wird, besagt, da‎ß Deutschland keinen Grund hat, sich zu beklagen – und im Moment von der EU-Einwanderung sogar profitiert. In dem EU-Bericht wurde untersucht, wie sich die Zuwanderung aus ärmeren EU-Staaten auf die Sozialsysteme reicherer Länder auswirkt. Für Deutschland hat sie ergeben, da‎ß EU-Einwanderer weniger als fünf Prozent derjenigen ausmachen, die soziale Unterstützung vom Staat bekommen. Das ist der gleiche Anteil wie in Finnland, Frankreich, den Niederlanden oder Schweden.



Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, „da‎ß es kaum Anhaltspunkte dafür gibt, da‎ß EU-Bürger hauptsächlich deshalb in ein anderes Mitgliedsland auswandern, um von den Sozialsystemen zu profitieren – sondern in den meisten Fällen aus beruflichen oder familiären Gründen.“ Die Zahl der arbeitslosen Einwanderer aus anderen EU-Staaten macht in den meisten Mitgliedsstaaten nur einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung aus, in Deutschland ist das etwas mehr als ein Prozent. Im Schnitt sind EU-Einwanderer sogar seltener arbeitslos als Einheimische, steht noch in dem EU-Bericht.



Auch EU-Beschäftigungskommissar László Andor sagte gegenüber Spiegel Online: „Die gro‎ße Mehrheit der Rumänen und Bulgaren arbeitet und trägt stark zum Wachstum Deutschlands bei, denn sie zahlt Steuern und Sozialversicherungsbeiträge und gibt in Deutschland Geld aus.“



Die Präzisierungen der EU-Kommission kommen nachdem der deutsche Innenminister, Hans-Peter Friedrich, seine Befürchtungen darüber geäu‎ßert hatte, Deutschland könnte zum beliebten Ziel von Rroma-Angehörigen aus Rumänien und Bulgarien werden, die leichte Gewinne aus dem Haushalt des deutschen Staates anstreben würden. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich forderte, das Recht auf Freizügigkeit in bestimmten Fällen massiv einzuschränken. „Wir müssen die Möglichkeit schaffen, bei Mi‎ßbrauch des Freizügigkeitsrechts auszuweisen und die Wiedereinreise von Ausgewiesenen zu verwehren. Die Freizügigkeit umfa‎ßt nicht das Recht, Leistungen zu erschleichen,“ sagte Friedrich der Zeitung Die Welt“.



Vor den Erklärungen des deutschen Innenministers hatte aber Rumänien durch ein Communique des Au‎ßenministeriums bekräftigt, der Schengen-Beitritt Rumäniens dürfe nicht mit dem europaweiten Problem der Rroma verbunden werden. Ähnliche Debatten über Rumänen und Bulgaren werden auch in anderen EU-Staaten geführt. In Gro‎ßbritannien, zum Beispiel, werden einerseits die wirtschaftlichen Vorteile infolge der Einstellung von Rumänen und Bulgaren hervorgehoben, und andererseits klagt man über die Lasten, die durch die ausländischen Arbeitnehmer in den Bereichen Ausbildung, Krankenversicherung und Sozialschutz entstehen.

Moldauischer Premier Alexandru Munteanu (l. i. B.) mit Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan im Präsidentenpalast Cotroceni (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Mittwoch, 01 April 2026

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs

Bei dem Treffen mit Präsident Nicușor Dan am Dienstag betonte Munteanu, dass die Republik Moldau dauerhaft auf Rumäniens Hilfe bauen könne –...

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs
Roxana Mînzatu şi Nicuşor Dan (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Dienstag, 31 März 2026

Zwei EU-Kommissare in Bukarest

Das erklärte Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan in einem Facebook-Beitrag nach seinem Treffen am Montag in Bukarest mit der...

Zwei EU-Kommissare in Bukarest
Regierungsgebäude in Bukarest (Fotoquelle: gov.ro)
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition

Mit einer noch nie zuvor dagewesenen Verzögerung von nahezu drei Monaten hat die rumänische Regierung gegen Ende März den Haushalt für das...

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition
Foto: kschneider2991 / pixabay.com
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Haushalt in Kraft getreten

Das Verfassungsgericht hat die Klagen einstimmig abgewiesen und mitgeteilt, es habe keine Unregelmäßigkeiten im Gesetzgebungsverfahren...

Haushalt in Kraft getreten
RRI Aktuell Donnerstag, 26 März 2026

Femizid-Gesetz verabschiedet

In den vergangenen Jahren ist in Rumänien die Zahl der bekannt gewordenen Femizidfälle besorgniserregend gestiegen. Statistiken zufolge wurde im...

Femizid-Gesetz verabschiedet
RRI Aktuell Mittwoch, 25 März 2026

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung

Rund 1 000 Beschäftigte des Energiekomplexes Oltenia im Südwesten Rumäniens haben am Dienstag vor dem Regierungssitz in Bukarest demonstriert....

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung
RRI Aktuell Dienstag, 24 März 2026

Sicherheitslage: Rumänien untersucht militärische Mobilität

Die Abgeordnetenkammer in Bukarest hat sich mit einem Vorschlag des Europäischen Parlaments zur militärischen Mobilität befasst. Ziel ist es, den...

Sicherheitslage: Rumänien untersucht militärische Mobilität
RRI Aktuell Montag, 23 März 2026

Rumänien schließt sich internationaler Erklärung zur Straße von Hormus an

Präsident Nicușor Dan erklärte, die Schließung der strategisch wichtigen Wasserstraße habe spürbare Folgen – auch in Rumänien, insbesondere...

Rumänien schließt sich internationaler Erklärung zur Straße von Hormus an

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company