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Rumänien seit einem Jahr im Schengen-Raum

Rumänien feiert ein Jahr seit dem teilweisen Beitritt zum Schengen-Raum.

Bogdan Despescu (Foto captura video)
Bogdan Despescu (Foto captura video)

, 01.04.2025, 17:39

Rumänien feiert ein Jahr seit dem Beitritt zum Schengen-Raum mit Luft- und Seegrenzen – eine Übergangsphase hin zu dem, was ab dem 1. Januar dieses Jahres der vollständige Beitritt zum Raum der freien Bewegung wurde, also auch mit Landgrenzen.

Anfangs blockiert durch die gerechtfertigte Unnachgiebigkeit einiger europäischer Partner, die der Meinung waren, dass Bukarest nicht genug gegen Korruption unternimmt, und später durch andere aus offensichtlichen wahlpolitischen Gründen, die unter der Angst vor illegaler Migration getarnt waren, wurde der Schengen-Beitritt Rumäniens somit zu einem langwierigen Prozess.
Die Verzögerung des Schengen-Beitritts um mehr als ein Jahrzehnt verursachte finanzielle Verluste für das Land und verstärkte bei einigen Einwohnern das Gefühl, als EU-Bürger zweiter Klasse betrachtet zu werden. Jetzt ist der Beitritt vollständig und bringt die erwarteten positiven Auswirkungen mit sich.

 

Der Staatssekretär im Innenministerium, Bogdan Despescu, erklärte, dass der Beitritt zum Raum der freien Bewegung für Rumänien Solidarität und Vertrauen bedeutet habe – Aspekte, die gemeinsam mit den europäischen Partnern aufgebaut wurden.

„Es war kein leichter Weg. In jeder Phase haben die Strukturen des Innenministeriums ihr Fachwissen unter Beweis gestellt, wir haben gezeigt, dass wir die Anforderungen der Schengen-Verordnung erfüllen, dass wir wie die Strukturen im Schengen-Raum arbeiten, dass wir im Team arbeiten können, dass wir dort beschleunigen, wo es nötig ist, dass wir die Bürger schützen und gleichzeitig die Grenzen der Europäischen Union sichern“, sagte der Staatssekretär im Innenministerium, Bogdan Despescu.

 

Ihm zufolge bedeutete der Beitritt zum Schengen-Raum für die Strukturen des Innenministeriums Verantwortung in einem veränderten internationalen Kontext, wobei die Herausforderungen vielfältig waren, und für die Bürger bedeutete es die freie Bewegung, praktisch die Möglichkeit, viel schneller ins Ausland zu reisen. Die Strukturen des Innenministeriums haben ihre Arbeitsmechanismen an die Arbeitsweise ohne systematische Kontrollen angepasst und zusätzliche kompensatorische Maßnahmen ergriffen, all dies mit dem Ziel, die Sicherheit im nationalen Raum zu erhöhen, erklärte Despescu.

 

Er berichtet, dass im ersten Jahr der Nutzung der eDAC-Anwendung, die die Überprüfung von Ausweisdokumenten ermöglicht, mehr als 600 gesuchte Personen ermittelt wurden. In den 17 internationalen Flughäfen Rumäniens führten die Strukturen des Innenministeriums im letzten Jahr nach dem Schengen-Beitritt mit Luftgrenzen 3.900 Einsätze durch. In diesem Zeitraum wurden über 100 gefälschte Dokumente oder Dokumente, die von anderen Personen als den rechtmäßigen Inhabern verwendet wurden, sowie über 150 Personen in illegalem Aufenthalt in Schengen-Staaten identifiziert.

 

Das Innenministerium führte mehrere Aktionen in Zusammenarbeit mit den bulgarischen und ungarischen Partnern durch, da nach der Aufhebung der Kontrollen an den beiden Grenzen ein angepasster Arbeitsmodus erforderlich war. Bukarest betont, dass es zur Stabilität der gesamten Region beigetragen hat und durch die Art des Vorgehens der Migrationsanteil um etwa 80 % reduziert wurde.

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