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Vertreter des IWF und der Weltbank besuchen Bukarest

Die Delegationen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank haben ihre Gespräche in Bukarest mit Vertretern der wichtigsten Institutionen, die für die Geld- und Finanzpolitik Rumäniens zuständig sind, abgeschlossen.

Vertreter des IWF und der Weltbank besuchen Bukarest
Vertreter des IWF und der Weltbank besuchen Bukarest

, 10.02.2025, 11:33

Das IWF-Team traf sich mit Vertretern der neuen Regierung und der Nationalbank, um die jüngsten finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu analysieren und die makroökonomischen Aussichten zu aktualisieren. Das Land hat derzeit keine laufende Finanzierungsvereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds, aber die Finanzinstitution bewertet die Entwicklung der rumänischen Wirtschaft auf jährlicher Basis auf der Grundlage von Artikel IV-Konsultationen.

 

Premierminister Marcel Ciolacu übermittelte den IWF-Experten die Zusage der Exekutive, das Haushaltsdefizit von 7 % des BIP einzuhalten und die im nationalen Reformprogramm vorgesehenen Reformen umzusetzen. Der Premierminister wies auf die Maßnahmen zur Senkung der Personalausgaben, zur Umstrukturierung des Haushaltsapparats und zur Neuorganisation der administrativ-territorialen Neuordnung hin – Prioritäten für den nächsten Zeitraum.

 

Bei dem Treffen mit der IWF-Mission bekräftigte Finanzminister Tánczos Barna die Verpflichtung der Regierung, das Haushaltsdefizit zu verringern und in den nächsten sieben Jahren einen schlankeren Staat zu schaffen, indem die Mittel für Investitionen zur Unterstützung der Wirtschaft aufgestockt werden. Der Finanzminister wies darauf hin, dass eine Reihe von Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Haushaltsgleichgewicht schrittweise wiederherzustellen und eine ähnliche Wirtschaftskrise wie im Jahr 2009 zu vermeiden.

 

Der IWF hat im vergangenen Herbst seine jüngsten Prognosen für die Entwicklung der rumänischen Wirtschaft veröffentlicht, in denen er für Ende 2025 ein Defizit in Höhe des Defizitziels der Regierung von 7 % schätzt. Die Schätzungen des Fonds sind jedoch optimistischer, sowohl hinsichtlich des Wirtschaftswachstums – 3,3 % gegenüber den von den Bukarester Behörden berechneten 2,5 % – als auch hinsichtlich der Inflation, die mit 3,6 % unter dem von der Regierung gesetzten Ziel von 4,4 % liegt.

 

Die Vertreter der Weltbank begrüßten ihrerseits den Reformplan der Regierung und die Aufmerksamkeit, die den Investitionen gewidmet wird, und stellten fest, dass Rumänien ein starker und widerstandsfähiger Partner ist. Um die gemeinsamen Projekte besser verwalten zu können, einigten sich beide Seiten auf einen Arbeitsmechanismus mit häufigeren Treffen in der kommenden Zeit. Eugene Rhuggenaath, der Exekutivdirektor der Gruppe, erklärte, dass die Weltbank ihre Investitionen in Rumänien in den Bereichen Energie, grüner Wandel, Infrastruktur und anderen Bereichen mit Wachstumspotenzial ausbauen werde. Die Vertreter der Institution lobten auch die Unterstützung Rumäniens für die Republik Moldau und die Ukraine sowie den Beitrag Bukarests zur Sicherung der Stabilität in der Region.

 

Premierminister Marcel Ciolacu erklärte, dass die Regierung weiterhin die Entwicklung der Infrastruktur, der Landwirtschaft, der Industrie und des Bauwesens unterstützt. Sie wird auch die Projekte zur Verbesserung des Gesundheitswesens und der Energiedienstleistungen fortsetzen.

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