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Astra Film Festival: Dokufilm-Festival in Hermannstadt bei 25. Auflage

Das 25. Internationale Dokumentarfilm-Festival Astra (AFF) findet dieses Jahr vom 15. bis 21. Oktober in der siebenbürgischen Stadt Sibiu statt. Die Festspiele gelten nach wie vor als wichtige Plattform für junge Filmemacher.

Astra Film Festival: Dokufilm-Festival in Hermannstadt bei 25. Auflage
Astra Film Festival: Dokufilm-Festival in Hermannstadt bei 25. Auflage

, 20.10.2018, 17:30

Mehr als 400 Kino-Events finden zwischen 15. und 21. Oktober bei der 25. Auflage des Internationalen Dokumentarfilms Astra Film Sibiu statt. 128 der besten Dokufilme werden in 9 Kinosälen in der historischen Stadtmitte von Sibiu (Hermannstadt) den Non-Fiction-Liebhabern, den Fachleuten von der Filmindustrie, den Sondergästen und selbstverständlich dem breiten Publikum angeboten. Von den erwähnten 128 Streifen beteiligen sich 55 Produktionen aus 30 Ländern an den fünf Sektionen des Astra-Film-Filmfestivals 2018. Siebzehn Dokumentarfilme aus Rumänien werden beim AFF in Sibiu die rumänische Realität der letzten Jahrzehnte darstellen.



Dreizehn rumänische Produktionen nehmen am Wettbewerb teil, zwei werden bei Themenabenden vorgeführt und zwei Filme laufen in der Retrospektive-Sektion. Im Rahmen des Wettbewerbs laufen neun rumänische Filme in der Sektion AFF Rumänien, drei in der Sektion Kurzfilm (Daiana“, Regie: Ozana Nicolau; Marie“, Regie: Letiţia Popa; My Father, Imre“, Regie: Andreea Stiliuc) und ein Film in der Sektion Student“ (If Objects Could Speak“, Regie: Luiza Pârvu, Toma Peiu).



Beim Astra Film Festival Sibiu 2018 gehen die rumänischen Produktionen auf empfindliche Themen ein, wie z.B. Beziehungen zwischen Generationen und die Einwirkung der Zeit auf jeden von uns, die Suche nach der nationalen Identität in einer gespaltenen und irrationalen Welt, die Dualität Schicksal-Annehmen des eigenen Lebens. Der Film Aniversarea“ (Die Geburtstagsfeier“) von Claudiu Mitcu feiert beim AFF 2018 seine Weltpremiere, der Streifen Nussbaum 95736“ von Csibi László wurde letztes Jahr beim Near Nazareth Festival, Berlin Flash Film Festival und Hollywood International Independent Documentary Awards prämiert, und die Produktion Licu, o poveste românească“ (Licu, eine rumänische Geschichte“) von Ana Dumitrescu gewann den Preis Golden Dove beim DOK Leipzig 2017. Mehr dazu von Csilla Kató, Programmdirektorin des ASTRA Film Festivals:



Das Festival wird mit Transalpina — Drumul Regilor (Transalpina – Weg der Könige“) eröffnet, einem Film des Regisseurs und Festivalgründers Dumitru Budrala. Es geht um den Weg, der über die Südkarpaten führt, einen natürlichen Weg, der von den Schafhirten mit ihren Schafherden bei der traditionellen Wanderweide benutzt wurde. In der Zwischenkriegszeit, als die Gro‎ße Vereinigung Rumäniens vollbracht wurde, wurde auch dieser Weg modernisiert und als Landstra‎ße im neu entstandenen Gro‎ßrumänien benutzt. Vielleicht scheint es ungewöhnlich, einen Film über einen Weg zu drehen, aber Dumitru Budrala hat alle Geschichten, die über diesen Weg erzählt werden, gehört und entziffert. In seiner Dokumentation präsentiert er die Mythologie, die Geschichte und die Legenden dieses alten Weges, in einer Region, von der man erzählt, sie sei einst von Riesen bewohnt gewesen. Ferner präsentiert der Film die Geographie und Geschichte der Region und bringt auch Äu‎ßerungen von Zeitzeugen, die die Eröffnung der modernen Landstra‎ße in Anwesenheit des Königs Karl II. erlebt hatten.“




Die retrospektive Sektion Der Weg nach Europa“ des Festivals Astra Film 2018 enthält 10 Dokumentationen über entscheidende Momente, die die jüngste Geschichte der jeweiligen Länder geprägt haben. Dazu gehören auch zwei rumänische Produktionen. Mehr dazu von Csilla Kató, Programmdirektorin des ASTRA Film Festivals:



Die Themen dieser Retrospektive gehen vom Kulturschock der arbeitssuchenden Migranten bei der Begegnung zwischen Osten und Westen bis zu den jüngsten Änderungen in den Heimatländern dieser Migranten. Der Film »Our street« des französischen Regisseurs Marcin Latallo beschreibt die Erfahrung einer Familie, die seit Jahrzehnten in einer Fabrik arbeitet, als diese Fabrik eines Tages geschlossen und in ein Einkaufszentrum verwandelt wird. Die postsowjetische Zeit wird in zwei Produktionen aus Russland und Transnistrien dargestellt. Es handelt sich um Menschen, die durch die schnellen Veränderungen in ihren Ländern verwirrt sind. Dann haben wir zwei Dokumentarfilme über den Krieg im ehemaligen Jugoslawien in den 1990er Jahren. Über das Rumänien der 1990er Jahre haben wir zwei Filme auf dem Programm, die heute noch aktuell sind: »După revoluţie« (»Nach der Revolution«) von Laurenţiu Calciu (2010) und »Campionul balcanic« (»Der Meister des Balkans«) von Réka Kincses (2006). In der Retrospektive-Sektion wollten wir auch Filme über die Zivilgesellschaft zeigen: einen Film aus Lettland über die erste LGBT-Parade in diesem Land und die Reaktionen der Bevölkerung dazu und den ersten Dokumentarfilm über Roşia Montană, das sogenannte neue Eldorado.“




Das internationale Festival Astra Film Sibiu wurde 1993 als innovatives Projekt in Mittel- und Osteuropa gestartet. Seit 25 Jahren leistet das Dokufilm-Festival in Hermannstadt einen bedeutenden Beitrag zur Etablierung eines Rahmens für die Entwicklung des Dokumentarkinos in der gesamten Region und insbesondere in Rumänien. Astra Film Festival Sibiu läuft unter der Schirmherrschaft der rumänischen Präsidentschaft.

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