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First Kings of Europe: Ausstellung mit rumänischer Beteiligung in Chicago

Ende März wurde in den USA, im berühmten Field Museum of Natural History in Chicago, eine einzigartige und lang erwartete internationale Ausstellung eröffnet, bei der Rumänien eine wichtige Rolle spielt: First Kings of Europe.

First Kings of Europe: Ausstellung mit rumänischer Beteiligung in Chicago
First Kings of Europe: Ausstellung mit rumänischer Beteiligung in Chicago

, 07.06.2023, 16:06

Dieses beispiellose Kulturprojekt, das vor sechs Jahren von dem amerikanischen Museum initiiert wurde, präsentiert herausragende Stücke aus dem Erbe von 26 Museen in 11 Ländern Südosteuropas, darunter Albanien, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Serbien, Slowenien, Ungarn und Rumänien. Wir sprachen mit der Museografin Corina Borș, die die Ausstellung im Namen Rumäniens über das Nationalmuseum für rumänische Geschichte koordiniert, über das Projekt, seine Entstehung und den Vorschlag für diese umfangreiche Ausstellung.



Dies ist praktisch die zweite internationale Ausstellung, an der das Nationalmuseum für rumänische Geschichte in den Vereinigten Staaten und Kanada teilnimmt. Die Initiative wurde vom renommierten Field Museum of Natural History in Chicago ins Leben gerufen. Trotz des Titels, der nur dazu dient, die Öffentlichkeit anzusprechen und eine ganz besondere Idee zu markieren, hat die Ausstellung ein prähistorisches archäologisches Thema und beginnt damit, dem Publikum eine über 7.000 Jahre alte Geschichte zu präsentieren. Das Projekt wurde von Vertretern des Field Museum vor mehr als 6 Jahren initiiert, beginnend mit dem Besuch des amerikanischen Archäologen William Parkinson und seines Forschungspartners Attila Gyucha in Bukarest und der anschließenden Realisierung der Ausstellung.


Das Thema der Ausstellung ist archäologisch und konzentriert sich auf die prähistorische Zeit vom Neolithikum bis zum Ende der zweiten Eisenzeit. Es ist eine Ausstellung, die das Publikum einlädt, den Aufstieg der ersten dynastischen, wie wir sie heute nennen, Könige und Königinnen des alten Europas zu erkunden. Sie lädt dazu ein, zu entdecken, wie egalitäre bäuerliche Gemeinschaften erstmals Konzepte von Macht, sozialer Ungleichheit und Hierarchie entwickelten. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, fast 5.000 Jahre vor Christus, eine Reise, die durch eine ganze Reihe bedeutender prähistorischer Artefakte aus den Sammlungen von 26 Museen in 11 südosteuropäischen Ländern gekennzeichnet ist.


Diese prähistorischen Artefakte, bestehend aus Werkzeugen, Waffen, Skulpturen, Ornamenten und einer ganzen Reihe anderer Gegenstände aus Keramik, Metall, Knochen oder Stein, laden dazu ein, das Leben in der Vorgeschichte dieser alten Gesellschaften der Balkanregion zu entdecken. Wenn Sie mich fragen, lädt die Ausstellung zu einem Abenteuer entlang einer Reihe von Handelsrouten ein, die die Welt, wie wir sie heute kennen, geprägt haben. Artefakte markieren auch Meilensteine im Zusammenhang mit den Zeremonien jener fernen Zeiten, von der Rekonstruktion eines neolithischen Altars bis zu einer Begräbnisszene. Nicht zuletzt gibt es besonders wertvolle Gegenstände wie Waffen, aber auch Machtsymbole, die aus Kriegern Dynasten machten.



Die Museografin Corina Borș erläuterte uns den Aufbau der Ausstellung:



Die Ausstellung ist in vier Hauptthemen gegliedert. Auch sie ist chronologisch geordnet, vom Neolithikum bis zur frühen Eisenzeit. Der erste Abschnitt, der der Jungsteinzeit gewidmet ist, zeigt, wie das Land aussah, in dem sich diese prähistorischen Zivilisationen vor dem Auftreten der ersten Könige entwickelten. Die Kupferzeit oder Jungsteinzeit ist die Zeit, in der die ersten Edelmetallgegenstände, die zu den ältesten der Welt gehören, auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens und Bulgariens gefunden wurden. Der dritte Abschnitt, der der Bronzezeit gewidmet ist, hat als zentrale Idee die Entstehung neuer Wege, wenn man so will, der Macht und, buchstäblich, das Auftauchen der ersten Dynastien, in dem Sinne, dass man von Königtum sprechen könnte. Der letzte Teil der Ausstellung, der der Eisenzeit, also dem ersten Jahrtausend vor Christus, gewidmet ist, zeigt die Entstehung der Idee des Königtums.



Was ist der Beitrag Rumäniens zu diesem Projekt? – fragten wir Corina Borş:



In Rumänien nehmen 6 Museen an dieser wichtigen Ausstellung teil, wobei das Nationalmuseum für rumänische Geschichte der Koordinator dieses Ausstellungsprojekts ist. Es arbeitet mit dem Nationalen Museum für Geschichte Siebenbürgens in Klausenburg, dem Nationalen Museumskomplex in Piatra-Neamt, dem Museum der Gumelnita-Zivilisation in Oltenița, dem Oltenia-Museum in Craiova und dem Kreismuseum Buzău zusammen. Eine Auswahl von 90 vor- und frühgeschichtlichen Artefakten aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der zweiten Eisenzeit ist Teil der Sammlungen dieser sechs Museen.



Wie wurde die Ausstellung von der Öffentlichkeit in Übersee aufgenommen? Corina Borș ist sich noch nicht ganz sicher.



Es ist schwierig, diese Frage zum jetzigen Zeitpunkt zu beantworten, da wir erst am Anfang der Ausstellung in unserem zweiten Veranstaltungsort stehen. In einer mehr als zweieinhalb Jahre dauernden Ausstellungsreise wurden drei Ziele in Betracht gezogen: New York, Chicago und Gatineau in Kanada. Wir glauben, dass die Ausstellung ein echter Erfolg werden wird, da es sich um ein völlig neues Thema für das amerikanische Publikum handelt. Aber es ist nur fair, auf ihre Reaktionen und Meinungen zu warten.

Акторка Олівія Ніце
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