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Nachrichten 25.04.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick

Nachrichten 25.04.2026
Nachrichten 25.04.2026

, 25.04.2026, 15:05

Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat die Entlassung der sozialdemokratischen Minister per Dekret bestätigt und zugleich neue Interimsminister ernannt. In einer Mitteilung kündigte er an, weiter als Vermittler aufzutreten. Für Montag hat er Gespräche mit den pro-europäischen Parteien PSD, PNL, USR, UDMR sowie Vertretern nationaler Minderheiten einberufen. Thema sind unter anderem die Programme SAFE und PNRR. Einen Vorschlag für eine Minderheitsregierung mit Unterstützung der ultranationalistischen AUR lehnt das Staatsoberhaupt ab. Zuvor hatte Ministerpräsident Ilie Bolojan die Rücktritte von sieben sozialdemokratischen Ministern zur Kenntnis genommen, nachdem deren Partei ihm die politische Unterstützung entzogen hatte.

Die rumänische Außenministerin Oana Țoiu hat den russischen Botschafter in Bukarest einbestellt. Anlass sind Drohnenteile, die in der Nacht in Galați nahe der Grenze zur Ukraine niedergegangen sind – nach einem neuen Angriff russischer Streitkräfte. Das Außenministerium bezeichnete den Vorfall als verantwortungslos und provokativ. Demnach sei der rumänische Luftraum verletzt und die Sicherheit der Bevölkerung gefährdet worden. Einsatzkräfte sicherten die Trümmer, darunter auch Sprengkörper, und brachten sie aus dem Gebiet. Verletzt wurde niemand, es gab nur geringe Sachschäden. Vorsorglich wurden jedoch mehr als 200 Menschen evakuiert, mehrere Dutzend Häuser stehen unter Beobachtung. Behörden sprechen vom schwerwiegendsten derartigen Vorfall in Rumänien seit Beginn des Ukraine-Krieges.

In Nicosia ist ein informelles Treffen der Europäischen Union zu Ende gegangen. Präsident Nicușor Dan bekräftigte dabei die Unterstützung für die Ukraine und deren Annäherung an die Republik Moldau. Die EU beschloss ein Finanzpaket in Höhe von 90 Milliarden Euro für Kiew und verabschiedete ein neues Sanktionspaket gegen Russland. Weitere Maßnahmen sind in Vorbereitung. Rumänien setzt sich zudem für einen größeren EU-Haushalt ein, insbesondere zur Finanzierung von Sicherheit, Landwirtschaft und regionaler Entwicklung.

Rumänien hat den Rahmenvertrag für das europäische Finanzinstrument SAFE unterzeichnet. Ziel ist die Modernisierung der Armee und die Stärkung der heimischen Rüstungsindustrie. Laut dem zuständigen Koordinator Mihai Jurca sollen die nächsten Schritte rasch folgen – von der parlamentarischen Zustimmung bis hin zu konkreten Beschaffungsverträgen noch vor dem Sommer. Die Produktion könnte bereits im Herbst starten.

Vierzig Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl gibt es Entwarnung: Ein ähnlicher Unfall sei heute praktisch ausgeschlossen, erklärte die rumänische Atomaufsicht. Fortschritte in Technik, Kommunikation und internationaler Zusammenarbeit hätten die Sicherheit deutlich erhöht. Die Explosion im Jahr 1986 hatte weite Teile Europas radioaktiv belastet und Millionen Menschen betroffen.

Die NATO stellt klar: Kein Mitgliedstaat kann aus dem Bündnis ausgeschlossen oder suspendiert werden. Hintergrund sind Berichte, wonach das US-Verteidigungsministerium entsprechende Optionen prüft, nachdem Spanien eine Unterstützung der USA in einem möglichen Konflikt mit dem Iran abgelehnt hat. Ein NATO-Sprecher betonte, dass das Gründungsdokument lediglich den Beitritt neuer Mitglieder oder den freiwilligen Austritt eines Landes vorsieht. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez zeigte sich von den Berichten unbeeindruckt. Er unterstrich, dass das Engagement Madrids für die kollektive Verteidigung unbestritten sei. Laut Reuters erwägt Washington zudem, den Druck auf das Vereinigte Königreich zu erhöhen – etwa durch eine Neubewertung der Unterstützung für die britische Souveränität über die Falklandinseln im Südatlantik. Das Büro von Premierminister Keir Starmer wies dies zurück und erklärte, die britische Souveränität über die von Argentinien beanspruchten Inseln stehe nicht zur Debatte.

Wetter: Die Temperaturen steigen leicht, vor allem im Norden und Zentrum Rumäniens. Es bleibt wechselhaft bei 14 bis 24 Grad. In Bucharest wurden um die Mittagszeit etwa 22 Grad gemessen.

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