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Rumäniens Ministerpräsident Victor Ponta auf China-Besuch

Ministerpräsident Victor Ponta ist in Peking zu Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten und seinem chinesischen Amtskollegen zusammengekommen.

Rumäniens Ministerpräsident Victor Ponta auf China-Besuch
Rumäniens Ministerpräsident Victor Ponta auf China-Besuch

, 03.07.2013, 13:45

Die letzte Etappe seiner Asien-Tour führte Rumäniens Ministerpräsidenten Victor Ponta nach China. Das erklärte Ziel, möglichst viele Investoren für Rumänien anzuwerben, sei erreicht worden, erklärte der rumänische Amtsträger. Laut seinen Angaben seien die Reaktionen aus dem politischen und wirtschaftlichen Bereich positiv gewesen.




Ponta schlug den Verantwortlichen in Peking vor, die Beziehung zwischen Rumänien und China auf die Ebene einer strategischen Partnerschaft zu bringen. Das soll vor dem Hintergrund des 65. Jahrestags seit der Aufnahme bilateraler Beziehungen zwischen den beiden Ländern in die Wege geleitet werden. Die strategische Partnerschaft könnte in mehreren Bereichen abgeschlossen werden, beginnend mit der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, aber auch im kulturellen Bereich, erwähnte Victor Ponta. Die ranghohen chinesischen Vertreter nahmen den Vorschlag positiv entgegen. Als nächstes soll ein sogenanntes Analyseverfahren eingeleitet werden, eine diplomatische Standardetappe vor dem Abschluss einer strategischen Partnerschaft.




Die Gespräche zwischen den rumänischen und chinesischen Führungspolitikern waren hauptsächlich auf die Intensivierung der wirtschaftlichen Kooperation ausgerichtet. China, die zweitstärkste Wirtschaftsmacht der Welt, hat für dieses Jahr Rekordinvestitionen in Europa angekündigt. Sein Land sei bereit, mit Rumänien in allen Bereichen zusammenzuarbeiten und die bilateralen Beziehungen auf eine höhere Ebene zu bringen, erklärte Präsident Xi Jinping. Rumäniens Regierungschef plädierte ferner für einen vereinfachten Zugang landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus Rumänien auf den chinesischen Markt. Weitere Kooperationsprojekte sollen den Energiesektor sowie die Kommunikationstechnologie anvisieren, so Ponta:




“Es wurde die Erweiterung der Tätigkeit chinesischer Telekommunikationskonzerne wie Huawei und ZTE in Rumänien vereinbart. Dadurch wird Rumänien praktisch zu einem regionalen Zentrum in Europa für die beiden gro‎ßen Konzerne. Wir können auch mit den Investitionen in den Energiebereich gro‎ße Fortschritte erreichen. Die chinesische Investition in das Projekt in Rovinari im Wert von 1 Milliarde Euro wurde bereits in die Wege geleitet. Au‎ßerdem wurde ein Projekt für die Reaktoren 3. und 4. des Atomkraftwerks in Cernavoda präsentiert. Das wichtigste Anliegen der rumänischen Seite war die Beschleunigung der Überprüfungsverfahren für die Öffnung des chinesischen Marktes für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Vor allem die rumänischen Weine und die Fleischprodukte sollen davon profitieren.”




Die beiden Telekommunikationskonzerne aus China sollen insgesamt 900 Millionen Euro in Rumänien investieren. Das Land würde zu ihrer Hauptzentrale für das europäische Geschäft werden. Indes haben Vertreter von China Nuclear Electric, dem grö‎ßten Energieunternehmen aus China, einen Studienbesuch nach Rumänien angekündigt. Dabei wollen sie die Möglichkeit einer Beteiligung am Ausbau des Atomkraftwerks in Cernavoda untersuchen. Insgesamt könnten dabei einige Milliarden Euro nach Rumänien flie‎ßen.

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