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Rumänien zelebriert den 9. Mai

Seit 1964 wird am 9. Mai der Europatag zelebriert. Für Rumänien hat der Tag, neben dem Beitrag zum Aufbau der stärksten wirtschaftlichen und politischen Organisation Europas, noch zwei weitere Bedeutungen.

Rumänien zelebriert den 9. Mai
Rumänien zelebriert den 9. Mai

, 10.05.2018, 17:02

Für die Rumänen ist der 9.Mai der Tag an dem Rumänien seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich erlangt hat. Das Parlament proklamierte 1877 die Unabhängigkeit Rumäniens, das der Grundstein des modernen Rumäniens, das von König Karol I und Ferdinand erbaut wurde, ist. Die Dynastie schloss ihren Namen auch an das Schicksal und den Sieg der Vereinten Nationen gegen Nazideutschland an. Die Historiker behaupten, der Beschluss des letzten Königs, Michael I, 1944, dass Rumänien aus der Allianz mit Hitler austreten soll und es neben die traditionellen Allierten England und die USA zurückzubringen, den Zweiten Weltkrieg in Europa wenigstens um sechs Monate verkürzt hat.



Der Kommunismus der Nachkriegszeit verurteilte die Rumänen zu Terror, Demütigung und Armut. Dank der Wende von 1989 und dem EU-Beitritt im Jahre 2007 können die Rumänen heute den Europatag, wie ihre eigene Feier zelebrieren. Der 9. Mai stellt zudem den Siegestag gegen den Faschismus 1945 dar, sowie die Erklärung des französischen Außenministers Robert Schumann im Jahre 1950, durch die das Projekt der heutigen Europäischen Union lansiert wurde.



Der rumänische Staatschef Klaus Iohannis organisierte am Mittwoch einen Empfang bei Cotroceni und betrauerte die Tatsache, dass es in Bukarest Politiker gebe, die die Rolle und die Bedeutung der Union in Frage stellen und die Vorteile der Teilnahme an diesem Projekt auslassen. Sie behaupten, Rumänien gehe es besser außerhalb der europäischen Familie. Klaus Iohannis dazu:



Was diese Politiker nicht sagen, ist, dass es ohne Demokratie, ohne Rechtsstaat, ohne korrekte Gesetze keinen Wohlstand für die Mehrheit der Bürger geben kann. Es gebe nur eine kleine Gruppe von Privilegierten, die an der Macht seien.



Die rumänische Premierministerin Viorica Dăncilă erklärte in einer Mitteilung, Rumänien glaube an das europäische Projekt und agiere für die Unterstützung und Entwicklung des besagten Projektes. Nach dem EU-Beitritt Rumäniens ist das Lebensniveau der Rumänen konstant gestiegen, so die Chefin der Vertretung der Europäischen Kommission in Bukarest Angela Cristea. Sie fügte hinzu, Rumänien müsse sich weiterhin anstrengen, damit der Kontroll- und Überwachungsmechanismus aufgehoben werde. Angela Cristea dazu:



Rumänien ist in Fahrt gekommen. Es sind die letzten Schritte bis zu der Aufhebung des Kontroll- und Überwachungsmechanismus. Unser Land muss die Fortschritte fortsetzen. Wir haben noch ein zweites Ziel, den Beitritt zum Schengen-Raum. Rumänien erfüllt alle Bedingungen, es geht um einen politischen Beschluss. Rumänien muss sich mehr diplomatisch anstrengen. Ein drittes Ziel ist der Beitritt zum Euro-Raum. Wir begrüßen den Beschluss Rumäniens, sich das Jahr 2024 als Ziel festzulegen.



Angela Cristea erklärte, die Europäische Kommission sei bereit, Rumänien mit EU-Mitteln für den Beitritt zum Euro-Währungsgebiet zu unterstützen.

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