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Visuali Italiane: Das italienische Filmfestival in Rumänien

Das Festival Visuali Italiane – Neues italienisches Kino in Rumänien findet bereits zum vierten Mal statt und präsentiert eine herausragende Auswahl von elf Spielfilmen und vier Kurzfilmen. Diese bieten dem rumänischen Publikum einen authentischen und frischen Einblick in das aktuelle italienische Kino.

foto: RRI
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und , 22.03.2025, 16:17

Die Vorführungen erstrecken sich von März bis Juni und finden in sechs rumänischen Städten statt, darunter Bukarest, Klausenburg oder Iași. Laura Napolitano, die Leiterin des Italienischen Kulturinstitus in Bukarest, stellt das Festival wie folgt vor:

„Auch in diesem Jahr verfeinern wir das Erfolgsrezept der vergangenen Ausgaben – mit etablierten Regisseuren und vielversprechenden Debütanten, einer wachsenden Präsenz origineller weiblicher Persönlichkeiten, einem Vorstoß in den Dokumentarfilm sowie einer vielfältigen Auswahl an Kurzfilmen. Unser Ziel ist es, dem rumänischen Publikum die besten Filme der letzten Jahre zu präsentieren und die Modernität unseres Kinos durch zeitgenössische Geschichten sowie eine kreative und niemals banale Filmsprache erlebbar zu machen.”

Ein besonderes Highlight des Festivals ist die Vorpremiere von Queer, dem neuesten Projekt des renommierten Regisseurs Luca Guadagnino – eine mutige Adaption des Kultromans von William S. Burroughs, wie Simona Rădoi, die PR-Beauftragte des Festivals erklärt.

Queer, der in Rumänien von Transilvania Film vertrieben wird, kommt am 21. März in die Kinos. Besonders spannend macht den Film die Besetzung der Hauptrolle durch Daniel Craig – eine Seite von ihm, die das Publikum so noch nie gesehen hat. Er verkörpert einen amerikanischen Auswanderer im Mexiko-Stadt der 1950er Jahre, einen einsamen, vom Alkohol gezeichneten Mann, dessen Leben durch die Begegnung mit einer jungen Studentin erschüttert wird. Der Soundtrack von Trent Reznor und Atticus Ross ist herausragend – es ist bereits ihre dritte Zusammenarbeit mit Guadagnino. Zudem sind auf dem Soundtrack viele bekannte Stücke zu hören, von Nirvana bis Sinéad O’Connor. Queer gilt zweifellos als einer der gewagtesten und persönlichsten Filme von Luca Guadagnino.

Ein weiterer Film im Festivalprogramm ist Io sono l’amore – der Film, mit dem sich Guadagnino auf der internationalen Bühne etablierte. Er vereint eine raffinierte, von Luchino Visconti inspirierte Ästhetik mit einer kraftvollen Geschichte über Identität und Begehren. Besonders erwähnenswert ist Tilda Swinton, die nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch als Koproduzentin mitwirkte. Zudem besticht der Film durch seinen eindrucksvollen Soundtrack. Die opulenten Kostüme stammen von Raf Simons für Jil Sander, während die männlichen Charaktere in Fendi gekleidet sind.

Passend zu Luca Guadagnino präsentiert das Festival auch ein kleines Juwel: Diciannove/Neunzehn, das mutige Debüt des jungen Regisseurs Giovanni Tortorici, der sich stark von Guadagnino inspirieren ließ. Der Film, den Guadagnino mitproduzierte, erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der – wie viele während ihrer Studienzeit – auf Wanderschaft geht, um seinen Platz im Leben zu finden. Neben seiner bewegenden und fein geschriebenen Handlung beeindruckt Diciannove auch durch seine visuelle Reise, die das Publikum von Palermo bis nach London führt.

Visuali Italiane geht über den klassischen Spielfilm hinaus und erkundet auch andere filmische Formen wie Dokumentar- und Kurzfilme, die im Programm Dove si va da qui? präsentiert werden. Simona Rădoi, die PR-Beauftragte des Festivals, mit einer Zusammenfassung.

In diesem Jahr präsentieren wir ein Vorprogramm zur 18. Ausgabe von One World Romania: den kreativen Dokumentarfilm Real von Adele Tulli. Dieser faszinierende Film erkundet die digitale Welt und zeigt, wie Technologie unser Leben verändert – und uns zugleich grundlegende Fragen über die Realität stellt, in der wir leben. Besonders spannend ist, dass sich die Regisseurin von Aufnahmen aus der Videoüberwachung inspirieren ließ. Die Figuren im Film sind ganz normale Menschen, doch ihr Leben spielt sich in der digitalen Welt ab – von professionellen Streamern und Gamern bis hin zu Menschen, die virtuelle Welten erschaffen oder mithilfe von künstlicher Intelligenz existieren.

Die Festivaleröffnung in Bukarest, im Kino des Bauernmuseums, stand ganz im Zeichen von Vermiglio, die Bergbraut von Maura Delpero. Der Film, Gewinner des Großen Preises der Jury bei den Filmfestspielen von Venedig und Italiens offizieller Beitrag für die Oscar-Verleihung 2025, erzählt eine bewegende Geschichte über Überleben und menschliche Bindungen im Jahr 1944. Besonders beeindruckend sind die authentischen Landschaften und die Tiefe der Figuren. In Rumänien wird der Film von Culoar Films vertrieben und ist ab dem 7. März in den Kinos zu sehen.

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