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Rumänische Chefdiplomatin besucht Chișinău

Rumänien bekräftigt seine entschiedene Unterstützung für die benachbarte Republik Moldau.

Oana Toiu si Maia Sandu (Foto: mae.ro)
Oana Toiu si Maia Sandu (Foto: mae.ro)

und , 23.07.2025, 12:56

Die heutige Republik Moldau, die aus einem Teil der im Sommer 1940 von der stalinistischen Sowjetunion annektierten Gebiete im Osten Rumäniens hervorgegangen ist, erklärte am 27. August 1991 ihre Unabhängigkeit von Moskau. Am selben Tag war Rumänien das erste Land weltweit, das die Staatlichkeit seines neuen Nachbarn anerkannte. In der Folge war Bukarest der konsequenteste und energischste Unterstützer Chisinaus, sei es im Widerstand gegen russische Einmischung oder in den letzten Jahren im Prozess der europäischen Integration. Besuche zu Beginn einer Amtszeit in der Nachbarrepublik sind seit Jahrzehnten eine Tradition für rumänische Präsidenten, Premierminister oder Außenminister.

Am Dienstag war die neue Außenministerin in Bukarest, Oana Ţoiu, an der Reihe, Chisinau einen offiziellen Besuch abzustatten, wo sie von Präsidentin Maia Sandu empfangen wurde und Treffen mit Premierminister Dorin Recean, ihrem Amtskollegen Mihai Popşoi und dem Präsidenten der Legislativversammlung, Igor Grosu, hatte. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Beitrittsprozess Chisinaus zur Europäischen Union, die Fortschritte bei bilateralen Kooperationsprojekten im Bereich Energie und Infrastruktur, die Konsolidierung der Stabilität und Widerstandsfähigkeit der Republik Moldau sowie die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Staaten. Ein weiteres Thema betraf die Verbesserung der Infrastruktur an den Grenzübergängen.

Laut Korrespondenten von Radio Romania bekräftigte Ministerin Oana Ţoiu das feste Engagement von Präsident Nicuşor Dan, Premierminister Ilie Bolojan und der gesamten Regierung in Bukarest, die Behörden in Chisinau im europäischen Integrationsprozess zu unterstützen. „Ich fühle mich geehrt, an einem Ort zu sein, der so eng mit Rumänien verbunden ist und über zahlreiche gemeinsame Bindungen verfügt. Uns verbinden dieselbe Sprache, eine gemeinsame Geschichte und Traditionen und vor allem eine gemeinsame Zukunft in der Europäischen Union“, sagte Oana Ţoiu zu Minister Mihai Popşoi.

Dieser erklärte seinerseits, dass „der Besuch die tiefe und wirklich besondere Verbindung“ zwischen den beiden Staaten bestätige. „Unsere Beziehungen basieren auf einem soliden strategischen Dialog und einer ehrgeizigen Agenda für die Zukunft, die auf die Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit, die wirtschaftliche Entwicklung und die europäische Integration ausgerichtet ist. Die multidimensionale Unterstützung Rumäniens ist für die Transformation und die europäische Integration der Republik Moldau von entscheidender Bedeutung“, sagte der Chefdiplomat aus Chisinau weiter.

Für die Republik Moldau stehen am 28. September Parlamentswahlen an, die nicht nur aus politischer, sondern auch aus geopolitischer Sicht als entscheidend gelten. Nach einer Regierung mit gemischten Ergebnissen hat die Popularität der derzeitigen pro-westlichen Regierung sichtbar abgenommen. Und die sich abzeichnende Alternative, vertreten durch politische Blöcke, die vermutlich pro-moskauerisch sind, könnte jahrelange Bemühungen auf dem Weg nach Europa zunichte machen.

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