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Nationale Antikorruptionsbehörde DNA zieht positive Bilanz für 2025

DNA ist wieder zu einer starken Institution geworden, zieht Fachleute an und verfügt nun über beispiellose technische Kapazitäten, erklärte der Chefstaatsanwalt Marius Voineag bei der Vorstellung der Bilanz für das vergangene Jahr.

Radu Marinescu
Radu Marinescu

, 20.02.2026, 13:56

Voineag, dessen Mandat am 31. März endet, sagte, dass der Prozess der Stärkung der mächtigsten Antikorruptionsstruktur Rumäniens wahrscheinlich sein größter Erfolg sei – neben der Rekrutierung von 18 neuen Staatsanwälten und über 40 Kriminalbeamten allein im Jahr 2025. Im vergangenen Jahr registrierte die DNA fast 2.600 Fälle, 114 Anklageschriften wurden den Richtern vorgelegt, und in 250 Fällen wurden Vereinbarungen über die Anerkennung der Schuld geschlossen. Fast 800 Personen wurden im vergangenen Jahr vor Gericht gestellt, 16 % mehr als im Jahr 2024. Dennoch bezeichnete der DNA-Chef die gesetzgeberische Instabilität als die größte Bedrohung für die Wirksamkeit der Arbeit der Antikorruptionsstaatsanwälte. Marius Voineag: „Die gesetzgeberische Instabilität bleibt weiterhin die größte Bedrohung für die Wirksamkeit unserer Arbeit. Das Ausbleiben einer raschen Reaktion des Gesetzgebers auf die Entscheidungen des Verfassungsgerichtes hat dazu geführt, dass Hunderte Verfahren verjährt sind; auch im Jahr 2025 ordneten die Gerichte in 64 Fällen die Einstellung des Strafverfahrens an, unter anderem wegen Verjährung. Jedes solche Verfahren bedeutet für uns verlorene Arbeit.

 

 

Ressortminister Radu Marinescu erklärte, dass die Tätigkeit von DNA nicht nur zur Ahndung von Straftaten beitrage, sondern auch zu einem richtigen Verständnis des Korruptionsphänomens. Laut Marinescu bassiere die künftige, von der Exekutive ausgearbeitete Antikorruptionsstrategie auch auf den Berichten der DNA um festzustellen, wo institutionelles Eingreifen erforderlich ist und wo Präventionsmechanismen gestärkt werden müssen. Radu Marinescu: Das Justizministerium blickt zuversichtlich auf die Zusammenarbeit mit der DNA und mit allen Staatsanwaltschaften; wir sehen der Kooperation mit den Richtern für die Zukunft mit Vertrauen entgegen. Das gemeinsame Interesse besteht darin, eine effiziente Justiz zu haben, in der sich die Fachleute wiederfinden und die Bürger das Vertrauen in die Rechtsprechung zurückgewinnen.“

 

 

Die jüngsten gesetzlichen Änderungen in Bezug auf die Sonderrenten der Richter – darunter die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre sowie die Festlegung einer Rentenhöhe, die 70 % der im letzten Monat der Tätigkeit bezogenen Vergütung nicht überschreiten darf – wurden vom stellvertretenden Vorsitzenden des Obersten Richterrates, Staatsanwalt Bogdan Staicu, als drastisch und ungerecht bezeichnet. Dennoch forderte er die Antikorruptionsstaatsanwälte auf, ihrer Mission treu zu bleiben und nicht von ihrer Aufgabe abzuweichen, die allgemeinen Interessen der rumänischen Gesellschaft zu vertreten. Im Jahr 2025 beschlagnahmte die DNA  Vermögenswerte im Gesamtwert von 254 Millionen Lei (fast 50 Millionen Euro). Das Budget der Institution belief sich im selben Zeitraum auf über 291 Millionen Lei (etwa 57 Millionen Euro) aus öffentlichen Mitteln sowie auf 4,2 Millionen Lei (über 820.000 Euro) aus nicht rückzahlbaren externen Fonds.

 

 

 

Foto: pixabay.com
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