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Finanzministerium gibt deutlichen Rückgang des Haushaltsdefizits bekannt

Das Finanzministerium in Bukarest meldet für das erste Quartal des Jahres einen deutlichen Rückgang des Haushaltsdefizits. Die Mitteilung stammt vom kommissarischen Finanzminister Alexandru Nazare.

Finanzminister Alexandru Nazare (Fotoquelle: gov.ro)
Finanzminister Alexandru Nazare (Fotoquelle: gov.ro)

und , 28.05.2026, 17:15

Rumänien sendet an die internationalen Märkte ein Signal fiskalischer Stabilität und haushaltspolitischer Disziplin, nachdem das Defizit im ersten Quartal des Jahres deutlich gesenkt werden konnte. Parallel zur Verringerung des Haushaltslochs stiegen die Steuereinnahmen um 15 Prozent, während die aus europäischen Mitteln finanzierten Investitionen um 34 Prozent zunahmen und inzwischen drei Viertel aller öffentlichen Investitionen ausmachen.

Die Mitteilung stammt vom kommissarischen Finanzminister Alexandru Nazare. Auf einer Fachkonferenz erklärte er, Rumänien befinde sich derzeit in einer der wichtigsten fiskalischen Korrekturphasen der vergangenen Jahre. Zugleich betonte der Minister, dass die wirtschaftliche Erholung von einer Konsolidierung der öffentlichen Finanzen und der Fortsetzung der Investitionen abhänge.

„Nach vier Monaten im Jahr 2026 ist es uns gelungen, das Defizit auf 1,17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken, verglichen mit 2,9 Prozent im Vorjahr. Das Defizit wurde damit um 32 Milliarden reduziert – eine bedeutende und tiefgreifende Korrektur, keine bloße Zwischenetappe mehr. Die Argumente, die in den vergangenen Monaten mit Blick auf die Haushaltsausführung angeführt wurden – etwa das Fehlen eines verabschiedeten Haushalts oder ausbleibende Ausgaben – greifen nun nicht mehr. Es hat uns sehr geholfen, dass sich die Entwicklung nach vier Monaten in dieser Form darstellt. Vor allem bestätigt sie das Jahresziel beim Defizit. Und in einem Umfeld erheblicher politischer Turbulenzen bleibt der fiskalische Kurs ernsthaft und solide. Für die Ratingagenturen war das in den vergangenen Wochen von entscheidender Bedeutung.“

Die in der Wirtschaft entstandenen Ungleichgewichte ließen sich nicht kurzfristig beheben, erklärte Alexandru Nazare weiter. Investitionen aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan sowie aus weiteren europäischen Fonds seien entscheidend, um das Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten und neue, überstürzt beschlossene Steuermaßnahmen zu vermeiden. Gleichzeitig bemüht sich die Regierung darum, eine neue Welle von Unterstützungsprogrammen für die Wirtschaft auf den Weg zu bringen – darunter strategische Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro, Programme für die verarbeitende Industrie, Technologie und Forschung sowie Fördermaßnahmen für Rumänen in der Diaspora, die im Land investieren möchten.

„Die Haushaltsausführung nach vier Monaten bestätigt, dass Rumänien einen klaren Kurs der fiskalischen Konsolidierung eingeschlagen hat – eine der konsequentesten Haushaltskorrekturen in der Europäischen Union in diesem Zeitraum. Dies ist das Ergebnis erheblicher Anstrengungen. Zugleich erfordert die aktuelle Lage weiterhin Vorsicht und Strenge beim Umgang mit öffentlichen Mitteln“, heißt es in dem vom Finanzministerium vorgestellten Haushaltsbericht. Die fiskalische Konsolidierung erfolge in einer Wirtschaft mit schwächerer Binnennachfrage und hoher Inflation, heißt es weiter. Deshalb seien eine strikte Kontrolle der laufenden Ausgaben sowie eine beschleunigte Nutzung europäischer Fördermittel notwendig.

„Genau dieses Gleichgewicht müssen wir wahren: fiskalische Disziplin, eine beschleunigte Aufnahme europäischer Mittel und der Schutz jener Projekte, die die Entwicklung des Landes vorantreiben. Für das Jahr 2026 bleibt das Ziel bestehen, das Haushaltsdefizit auf 6,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken – im Einklang mit den im europäischen Rahmen eingegangenen Verpflichtungen. Die Beibehaltung dieses Kurses ist entscheidend, um makroökonomische Verwundbarkeiten zu verringern, das Vertrauen der Investoren zu sichern und den notwendigen Spielraum für Investitionen zu schaffen“, erklärte noch der Finanzminister.

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