Nachrichten 05.01.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 05.01.2026, 17:02
US-Präsident Donald Trump hat am Sonntagabend bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten nun „die Kontrolle“ über Venezuela hätten, nachdem Präsident Nicolás Maduro festgenommen worden sei, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Nach einer spektakulären Operation hätten US-Truppen den venezolanischen Präsidenten am Samstag gefasst und außer Landes gebracht. Maduro befinde sich inzwischen in Haft in New York und solle sich dort vor der US-Justiz wegen „Narkoterrorismus“ verantworten. Er hat sämtliche Vorwürfe stets zurückgewiesen. Laut Reuters handelt es sich um die direkteste Intervention der Vereinigten Staaten in Lateinamerika seit der Invasion Panamas im Jahr 1989. Die Prinzipien des Völkerrechts müssten in Venezuela gewahrt und der Wille der Bevölkerung respektiert werden, heißt es in einer Erklärung der Europäischen Union vom Sonntag. Das Dokument wird von allen Mitgliedstaaten unterstützt – mit Ausnahme Ungarns. Die EU ruft alle Seiten zur Zurückhaltung auf, um eine friedliche Lösung zu ermöglichen. Zugleich erklärte sie, Nicolás Maduro fehle die demokratische Legitimität, und forderte einen Übergang zur Demokratie im Einklang mit dem Willen des venezolanischen Volkes.
Das rumänische Außenministerium verfolgt in enger Abstimmung mit den Partnern Rumäniens in der Europäischen Union die Entwicklungen in Venezuela. Das Ministerium weist darauf hin, dass in dem südamerikanischen Land eine Gemeinschaft mit rumänischen Wurzeln lebt. Zugleich erklärt das Ministerium, dass die diplomatischen und konsularischen Vertretungen Rumäniens in Lateinamerika sowie die Konsularabteilung des Außenministeriums bereit seien, im Bedarfsfall Unterstützung zu leisten – mit Hilfe der Ständigen Vertretung der EU. Das Außenministerium ruft die zuständigen Behörden zu Zurückhaltung und Verantwortungsbewusstsein auf. Gleichzeitig unterstützt es die schnellstmögliche Einleitung von Demarchen zur Rückkehr zur Demokratie – ein Ziel, das von den venezolanischen Bürgerinnen und Bürgern seit langem gefordert werde. Die Europäische Union habe mit Zustimmung Rumäniens wiederholt Sanktionsregime gegen das undemokratische Regime in Caracas verhängt, auch nach den schwerwiegend manipulierten Präsidentschaftswahlen im Juli 2024, erinnert das Außenministerium in Bukarest.
Das Berufungsgericht Bukarest hat heute den Antrag einer Anwältin auf den 16. Januar vertagt. Ziel des Antrags ist die Aussetzung der Dekrete, mit denen zwei Personen zu Richtern am Verfassungsgericht ernannt wurden. Die Anwältin, Mitglied der Partei AUR – einer populistischen, ultranationalistischen Oppositionspartei –, argumentiert, die beiden Richter erfüllten nicht die in der Verfassung vorgeschriebene Voraussetzung von 18 Jahren Berufserfahrung im juristischen Bereich. Diese Entwicklungen erfolgen vor dem Hintergrund des anhaltenden Stillstands bei der Reform der Richterpensionen, wie die Bukarester Presse anmerkt. Sollten die beiden Verfassungsrichter ausgetauscht werden müssen, drohe eine erneute Verzögerung in der Frage der Magistratenpensionen. Das entsprechende Gesetz war bereits dreimal vor der Behandlung durch das Verfassungsgericht vertagt worden. Der nächste Verhandlungstermin ist ebenfalls für den 16. Januar angesetzt.
In Bukarest tritt heute erneut der Winter-Energiekrisenstab zusammen, um alle bisherigen Maßnahmen sowie die noch bestehenden Notfälle nach den starken Winden und ergiebigen Schneefällen der vergangenen Tage landesweit zu bewerten. Nach Angaben des Energieministeriums sind weiterhin mehr als 17.000 Haushalte ohne Strom – von ursprünglich rund 95.000 betroffenen Haushalten. Interventionsteams sind weiterhin im Einsatz. Der angekündigte gefrierende Regen könnte die Arbeiten, insbesondere in großer Höhe, jedoch erhebwerten. Über die Auswirkungen des Winters zu Beginn dieses Jahres berichten wir ausführlich nach den Nachrichten.
Der rumänische Präsident Nicușor Dan wird am Dienstag in Paris an dem Treffen der sogenannten „Koalition der Willigen“ teilnehmen, teilte die Präsidialverwaltung mit. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der Länder, die die Ukraine unterstützen, findet im Sitz der französischen Präsidentschaft statt. Im Vorfeld des Treffens kamen am Samstag in Kiew Vertreter aus 15 Staaten, Verbündete der Ukraine, zusammen, um die Einzelheiten eines möglichen Friedensplans zu erörtern – insbesondere die Sicherheitsgarantien. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, sollte Russland die Friedensbemühungen weiterhin blockieren, bleibe der Ukraine keine andere Wahl, als sich zu verteidigen.
Das Wetter bleibt trüb, zeitweise kommt es in weiten Teilen Rumäniens zu Niederschlägen. In den Bergregionen überwiegt Schneefall. In West-, Zentral- und Ostregionen sowie teilweise im Süden treten Schnee und Schneeregen auf, mit gemischten Niederschlägen, Glatteisbildung und vereisten Fahrbahnen. Die Niederschlagsmengen erreichen 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter. Lokal bildet sich eine Schneedecke – in den Bergen von 10 bis 20 Zentimetern, in den tiefer gelegenen Regionen zu Beginn des Zeitraums meist zwischen 3 und 10 Zentimetern. In den Bergen frischt der Wind zeitweise deutlich auf. Im Südosten und teilweise im Süden fällt schwacher Regen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen minus 2 und plus 7 Grad. In Bukarest wurden zur Mittagszeit 1 Grad Celsius gemessen.