RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Debatte zur gescheiterten Organisierung der Präsidentschaftswahl im Ausland im Parlament ausgelöst

Am Dienstag wurde im Parlament eine hitzige Debatte zur gescheiterten Organisierung der Präsidentschaftswahl im Ausland ausgelöst. Die national-liberale Partei aus der Opposition fordert den Ministerpräsidenten Victor Ponta zum Rücktritt auf.

Debatte zur gescheiterten Organisierung der Präsidentschaftswahl im Ausland im Parlament ausgelöst
Debatte zur gescheiterten Organisierung der Präsidentschaftswahl im Ausland im Parlament ausgelöst

, 26.11.2014, 17:20

Der Skandal um das Debakel bei den Wahllokalen im Ausland bei der Präsidentschaftswahl ist noch immer spürbar. Drei Wochen nach dem ersten Wahlgang, der am 2. November stattfand und 10 Tage nach der Stichwahl vom 16. November besprechen noch sowohl Politiker aus der regierenden sozialliberalen Union als auch aus der Opposition mögliche Ma‎ßnahmen, bringen Argumente vor und suchen die Schuldigen. Zwei Au‎ßenminister sind infolge des Skandals um die gescheiterte Organisierung der Präsidentschaftswahl im Ausland zurückgetreten: Titus Corlăţean nach dem ersten Wahlgang und Teodor Meleşcanu nach der Stichwahl.



Die Generalstaatsanwaltschaft hat in diesem Fall Ermittlungen eingeleitet. Im Parlament wurden am Dienstag hitzige Debatten ausgelöst. Infolgedessen wurde ein Sonderausschuss zum Zweck gegründet, konkrete Ma‎ßnahmen zur Änderung des aktuellen Wahlgesetzes vorzuschlagen. Die knapp 380.000 Auslandrumänen, die ihre Stimme abgaben, sahen sich gezwungen, vor den Wahllokalen stundenlang in der Schlange zu warten, um ein Grundrecht ausüben zu können.



Anderen gelang es nicht, bis die im Ausland eingerichteten Wahllokale um 21 Uhr geschlossen wurden, ihre Stimme abzugeben. Seit dem Sturz von Ceauşescu vor 25 Jahren, unter dessen Regime man stundenlang nach Lebensmisttteln anstehen musste, hatten die Rumänen diese Situation nicht mehr erlebt. Ein bürgerliches Recht auszuüben wurde somit 25 Jahre nach dem Sturz des Kommunismus zu einem Vorrecht. Dennoch haben die Bukarester Behörden das Wahlgesetz nicht einmal zur späten Stunde, vor der Stichwahl geändert.



Am Dienstag beantragte die national-liberale Partei aus der Opposition die Debatte zur schlechten Organisierung der Präsidentschaftswahl im Parlament und ab Mittwoch wurde ein Sonderausschuss eingesetzt, der über die Änderung des Wahlgesetzes beraten soll. Der Ausschuss soll die Prinzipien und Prioritäten der Lokal-, -Parlaments –und Präsidenschaftswahlen, sowie der Wahl zum Europäsichen Parlament festlegen. Ministerpräsident Victor Ponta äu‎ßerte am Dienstag im Bukarester Parlament das Bedauern, dass zahlreiche Auslandsrumänen bei der Präsidentschaftswahl ihr Wahlrecht nicht ausüben konnten.



Er habe als Präsidentschaftskandidat den politischen Preis dafür bezahlt, sagte Ponta. Ferner fügte der amtierende Ministerpräsident hinzu, es sei notwendig, das Wahlgesetz in Rumänien zu ändern und machte dem Bukarester Parlament den Vorschlag, die online-Wahl oder die Postwahl einzuführen. Anschlie‎ßend sollte die Zuständigkeit für die Organisierung der Wahlen bei einer einzigen Behörde liegen, zum Beispiel bei der Ständigen Wahlbehörde, sagte Victor Ponta.



Die national-liberale Partei aus der Opposition (PNL), deren Kandidat Klaus Iohannis die Präsidentschaftswahl gewann, will dennoch das Thema nicht au‎ßer Acht lassen. Der Abgeordnete Ludovic Orban forderte den Premierminister Victor Ponta zum Rücktritt auf. Die Liberalen werfen dem Ministerpräsidenten vor, er habe durch Untätigkeit das bürgerliche Wahlrecht der Auslandrumänen eingeschränkt.


Vizepremierministerin Oana Gheorghiu (Fotoquelle: gov.ro)
RRI Aktuell Donnerstag, 02 April 2026

Vizepremier Oana Gheorghiu: „Rumäniens Wirtschaftsmodell muss reformiert werden“

Rumänien hat in den vergangenen 20 Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Doch das bisherige Wachstumsmodell stößt an seine Grenzen. Es basiert...

Vizepremier Oana Gheorghiu: „Rumäniens Wirtschaftsmodell muss reformiert werden“
Moldauischer Premier Alexandru Munteanu (l. i. B.) mit Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan im Präsidentenpalast Cotroceni (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Mittwoch, 01 April 2026

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs

Bei dem Treffen mit Präsident Nicușor Dan am Dienstag betonte Munteanu, dass die Republik Moldau dauerhaft auf Rumäniens Hilfe bauen könne –...

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs
Roxana Mînzatu şi Nicuşor Dan (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Dienstag, 31 März 2026

Zwei EU-Kommissare in Bukarest

Das erklärte Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan in einem Facebook-Beitrag nach seinem Treffen am Montag in Bukarest mit der...

Zwei EU-Kommissare in Bukarest
Regierungsgebäude in Bukarest (Fotoquelle: gov.ro)
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition

Mit einer noch nie zuvor dagewesenen Verzögerung von nahezu drei Monaten hat die rumänische Regierung gegen Ende März den Haushalt für das...

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Haushalt in Kraft getreten

Das Verfassungsgericht hat die Klagen einstimmig abgewiesen und mitgeteilt, es habe keine Unregelmäßigkeiten im Gesetzgebungsverfahren...

Haushalt in Kraft getreten
RRI Aktuell Donnerstag, 26 März 2026

Femizid-Gesetz verabschiedet

In den vergangenen Jahren ist in Rumänien die Zahl der bekannt gewordenen Femizidfälle besorgniserregend gestiegen. Statistiken zufolge wurde im...

Femizid-Gesetz verabschiedet
RRI Aktuell Mittwoch, 25 März 2026

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung

Rund 1 000 Beschäftigte des Energiekomplexes Oltenia im Südwesten Rumäniens haben am Dienstag vor dem Regierungssitz in Bukarest demonstriert....

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung
RRI Aktuell Dienstag, 24 März 2026

Sicherheitslage: Rumänien untersucht militärische Mobilität

Die Abgeordnetenkammer in Bukarest hat sich mit einem Vorschlag des Europäischen Parlaments zur militärischen Mobilität befasst. Ziel ist es, den...

Sicherheitslage: Rumänien untersucht militärische Mobilität

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company