RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

EU-Kommission warnt Rumänien vor Gefahr für die Haushaltsstabilität

Die Europäische Kommission macht Bukarest auf eine Abweichung von der 3%-Defizitgrenze im Vorjahr aufmerksam. In Bukarest macht der Präsident Klaus Iohannis das Kabinett Grindeanu für die wirtschaftlichen Ungleichgewichte des Landes verantwortlich.

EU-Kommission warnt Rumänien vor Gefahr für die Haushaltsstabilität
EU-Kommission warnt Rumänien vor Gefahr für die Haushaltsstabilität

, 23.05.2017, 16:00

Die Europäische Kommission hat die rumänischen Behörden auf eine wichtige Abweichung vom Anpassungspfad zur Erreichung des mittelfristigen Haushaltsziels im Jahr 2016 aufmerksam gemacht. Auch für dieses Jahr bestehe dasselbe Risiko, warnt Brüssel. Für 2017 sagt die Europäische Kommission für Rumänien ein Haushaltsdefizit von 3,5% des BIP, für das kommende Jahr rechnet Brüssel mit einem Haushaltsdfizit, das über 3,7% liegen soll. Die geplanten Gehaltserhöhungen und Steuerreduzierungen könnten auch dieses Jahr dazu führen, dass Bukarest die EU-weit auf 3% festgelegte Defizitgrenze überschreitet. Auch das geplante Gesetz zur einheitlichen Vergütung werde erwartungsgemäß steigende öffentliche Ausgaben mit sich bringen, warnt anschließend Brüssel. Alle zusätzlichen Einnahmen sollten daher in die Reduzierung des Haushaltsdefizites fließen, empfiehlt die Europäische Kommission Rumänien.



Bukarest sollte im Anschluß die notwendigen Maßnahmen treffen, um Steuer besser einzutreiben und die Schwarzarbeit zu bekämpfen. Auch der EU-Rat könnte Bukarest auf Empfehlung der Europäischen Kommission dazu auffordern, das Haushaltsdefizit bis zum 15. Oktober entsprechend den europäischen Regelungen zu korrigieren. Es ist allerdings zum ersten Mal, wenn Brüssel ein Land wegen der Nichteinhaltung der europäischen Defizitgrenze mit Sanktionen droht. In seiner Stellungnahme zu dieser Situation macht der Präsident Klaus Iohannis das Kabinett Grindeanu darauf aufmerksam, dass es in seiner Verantwortung liege, wirtschaftliche Ungleichgewichte zu vermeiden. Klaus Iohannis: Die politischen Entscheidungsträger und insbesondere die Exekutive müssen verstehen, dass die wirtschaftliche und Haushaltsstabilität äußerst wichtig sind. Diese Stabilität ist unentbehrlich und es liegt in der Verantwortung der Regierung, den Haushalt und die öffentlichen Ausgaben richtig zu planen, damit die Haushaltsstabilität nicht bedroht wird.



Der Vorsitzende der regierenden sozial-demokratischen Partei Liviu Dragnea spricht hingegen von einer Doppelmoral, die die Europäische Union im Fall Rumäniens anwende. Der PSD-Chef wies auf das Bespiel Spaniens und Frankreichs auf, die ebenfalls die 3% Defizitgrenze überschritten haben und denen jedoch keine Sanktionen auferlegt wurden. Brüssel fordere Bukarest zur Sparpolitik auf, selbst wenn Rumänien EU-weit das größte Wirtschaftswachtum verzeichnet, sagt anschließend Liviu Dragnea. Die geplanten Gehaltserhöhungen für Staatsbedienstete würden der Auswanderung gut ausgebildeter Arbeitskräfte ein Ende setzen, denn das würde eigentlich zu einer erheblichen Steigerung öffentlicher Ausgaben führen, erläutert der Sozial-Demokrate.



Die Europäische Kommission setze gleiche Maßnahmen im Fall aller Mitgliedstaaten um, die die Defizitgrenze überschreiten, sagte hingegen der liberale Abgeordnete Florin Cîţu. Im Kontext der steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen, die das Gesetz zur einhetilichen Vergütung mit sich bringen wird, sei es zu erwarten, dass das Haushaltsdefizit sogar mehr steigt, warnt der Liberale. Der Leiter der Nationalbank Mugur Isărescu stellt seinerseits die beste makroökonomische Situation des Landes in den letzten 27 Jahren fest, mahnt dennoch zur Vorsicht vor erheblichen Risiken, die die finanzielle Stabilität des Landes bedrohen können.





Новый Европейский парламент
RRI Aktuell Freitag, 19 Juni 2026

Europäisches Parlament verurteilt russische Drohnenangriffe

Die Europäische Union lässt sich von Russlands Destabilisierungskampagne nicht einschüchtern und ist entschlossen, die Sicherheit, Souveränität...

Europäisches Parlament verurteilt russische Drohnenangriffe
Proteste ale sindicaliștilor / Foto: Agerpres
RRI Aktuell Mittwoch, 17 Juni 2026

Proteste gegen das Gehaltsgesetz

Der Gesetzentwurf zur einheitlichen Vergütung in Rumänien sorgt weiterhin für Unzufriedenheit unter den verschiedenen Kategorien von...

Proteste gegen das Gehaltsgesetz
Foto Philippe STIRNWEISS © European Union 2026 - Source EP
RRI Aktuell Mittwoch, 17 Juni 2026

Drohnenangriffe in Rumänien: Debatte im Europäischen Parlament

Am Dienstag debattierte das Europäische Parlament über die Sicherheitsvorfälle in Galați und Constanța (Südosten Rumäniens), bei denen Drohnen...

Drohnenangriffe in Rumänien: Debatte im Europäischen Parlament
Foto: pixabay.com
RRI Aktuell Dienstag, 16 Juni 2026

Leistungsbilanzdefizit gesunken

Der Kampf der rumänischen Regierung gegen die hohen Defizite, die die Haushalts- und Finanzstabilität gefährden, ist bekannt. Am schwerwiegendsten...

Leistungsbilanzdefizit gesunken
RRI Aktuell Montag, 15 Juni 2026

Simona Halep: Tenniskarriere offiziell beendet

u den Gästen der Veranstaltung zählten zahlreiche Legenden des rumänischen Sports, darunter Turnlegende Nadia Comăneci, der Fußballprofi...

Simona Halep: Tenniskarriere offiziell beendet
RRI Aktuell Donnerstag, 11 Juni 2026

Nordatlantikrat erörtert Verteidigung des Schwarzen Meeres

Der Nordatlantikrat, der am Mittwoch auf Antrag Rumäniens tagte, beschloss die Stärkung der Verteidigung in der Schwarzmeerregion. Die Botschafter...

Nordatlantikrat erörtert Verteidigung des Schwarzen Meeres
RRI Aktuell Mittwoch, 10 Juni 2026

Untersuchungen und Diskussionen über Drohnen

Präsident Nicușor Dan telefonierte am Dienstag mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa. Er teilte ihm mit, dass der...

Untersuchungen und Diskussionen über Drohnen
RRI Aktuell Dienstag, 09 Juni 2026

Rumäniens Handelsdefizit sinkt um 7 Prozent – Wirtschaft bleibt schwach

Das Defizit der Handelsbilanz Rumäniens ist in den ersten vier Monaten des Jahres im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 um 7...

Rumäniens Handelsdefizit sinkt um 7 Prozent – Wirtschaft bleibt schwach

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company