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Überschwemmungen im Salzbergwerk: Regierung trifft Sofortmaßnahmen

In Praid, im Zentrum Rumäniens, haben heftige Regenfälle ein Salzbergwerk überflutet – mit Folgen für die ganze Region. Die Behörden reagieren mit Sofortmaßnahmen: zum Schutz des Bergwerks, zur Unterstützung der betroffenen Unternehmen – und für die Dörfer, die nun ohne Trinkwasser dastehen.

Foto: Ispettorato per le Situazioni di Emergenza Harghita
Foto: Ispettorato per le Situazioni di Emergenza Harghita

und , 04.06.2025, 14:34

Die rumänische Regierung hat erste Finanzhilfen für das Gebiet rund um die Salina Praid bewilligt. Die Region war Ende Mai von schweren Überschwemmungen betroffen. Der Präfekt des Kreises Harghita erklärte, die Vorbereitungen zur Umleitung des Bachs Corund liefen bereits. Der Bach war über die Ufer getreten – dabei war Wasser in das Stollensystem der Saline eingedrungen. Laut dem beauftragten Unternehmen sollen die Arbeiten Anfang nächsten Monats abgeschlossen sein.

Die rumänische Regierung hat eine erste Beihilferegelung verabschiedet, um die Schäden nach den Überschwemmungen rund um das Salzbergwerk Praid zu beheben. Laut Wirtschaftsminister Bogdan Ivan soll die Unterstützung vor allem der staatlichen Firma Salrom zugutekommen – sie verwaltet das Bergwerk. Auch frühere Partnerunternehmen, die dort im Untergeschoss tätig waren, sollen Hilfe erhalten. Es geht dabei um Angebote im Bereich Tourismus, Freizeit und medizinische Behandlungen im Sanatoriumsteil der Saline.

Zum Hilfspaket gehört auch die volle Übernahme der Gehälter bis Ende Dezember – für alle 140 Beschäftigten im Keller des Salzbergwerks. Außerdem sollen rund 200 Unternehmen unterstützt werden, die in der Nähe des Bergwerks im Gastgewerbe tätig sind. Wirtschaftsminister Bogdan Ivan:

Derzeit werden die Datenbanken analysiert, um diesen Finanzierungsmechanismus einzurichten, der 300.000 Euro pro Unternehmen nicht überschreiten darf. Das Verfahren wird jetzt vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Finanzministerium und dem Wettbewerbsrat vorangetrieben – damit der Ministerialerlass zur Einführung der Regelung so bald wie möglich erlassen werden kann.

Die Regierung stellt insgesamt 300 Millionen Lei – also rund 60 Millionen Euro – aus dem Staatshaushalt bereit. Davon sollen 100 Millionen Lei sofort ausgezahlt werden, sobald der Ministererlass zur Beihilferegelung in Kraft ist. Das erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Tánczos Barna. Außerdem sei ein europäischer Hilfsmechanismus aktiviert worden, um zusätzlich Mittel aus einem Sonderfonds der EU-Kommission zu beantragen. Tánczos Barna:

Im Moment gibt es in Praid keine betroffenen Haushalte. Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Salrom und die Unternehmen, die im Untergrund tätig sind und deren Tätigkeit durch die Überschwemmungen zerstört wurde. Haushalte sind noch nicht betroffen, Einzelpersonen sind nicht betroffen. Wir konzentrieren uns jetzt auf die staatlichen Hilfen und die Entschädigung auf wirtschaftlicher Ebene.

Ab heute reisen Experten aus Spanien, den Niederlanden, Deutschland und Ungarn nach Rumänien. Sie sollen bewerten, wie groß die Gefahr für Mensch und Umwelt wirklich ist. Der Grund: Die Salzkonzentration im Fluss Târnava Mică ist fast doppelt so hoch wie erlaubt. In den Fluss mündet der Bach Corund – und aus ihm stammt ein Großteil des Trinkwassers für rund 40.000 Menschen. In mehreren Städten der Region wurde deshalb der Notstand ausgerufen – für 30 Tage. Die Bevölkerung wurde dringend aufgefordert, kein Wasser aus dem öffentlichen Netz zu trinken.

Foto: Mediamodifier / pixabay.com
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